1000 Jahre Geschichte um Mitterfels 05

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Der Wittelsbachische Herzog Otto II. der Erlauchte von Bayern mit seiner Frau Agnes - zur Zeit, als Mitterfels an die Wittelsbacher ging; Ölgemälde (wikimedia common/Heinrich Stüber, Burg Stahleck); Vergrößern durch Klick in die Grafik!

Vor gut 830 Jahren tauchte der Name Mitterfels das erste Mal in einer Urkunde auf; Gschwendt im Kinsachtal kann auf 900 Jahre zurückblicken; vor 960 Jahren übernahmen die Grafen von Bogen den östlichen Donaugau von den Babenbergern; Metten, im Jahre 766 gegründet, rodete zu Füßen der schützenden Bergkette zwischen Vogelsang und Hirschenstein . . . über 1000 Jahre interessante Geschichte, in die wir in halbmonatlich wechselnden Kapiteln eintauchen.

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05 Mitterfels geht an die Wittelsbacher (1242)

Das Heimfallrecht kam den Wittelsbachern zugute, als 1242 die Grafen von Bogen ausstarben. Herzog Otto der Erlauchte, Sohn aus 2. Ehe der Gräfinmutter Ludmilla, trat das reiche Erbe an ...

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1000 Jahre Geschichte um Mitterfels - 04 Zwei Burgen in Mitterfels

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Burg Mitterfels: Gemälde von Hans Donauer in einer Fensterlaibung des Antiquariums der Münchner Residenz, 1590; Vergrößern durch Klick in die Grafik!

Vor gut 830 Jahren tauchte der Name Mitterfels das erste Mal in einer Urkunde auf; Gschwendt im Kinsachtal kann auf 900 Jahre zurückblicken; vor 960 Jahren übernahmen die Grafen von Bogen den östlichen Donaugau von den Babenbergern; Metten, im Jahre 766 gegründet, rodete zu Füßen der schützenden Bergkette zwischen Vogelsang und Hirschenstein . . . über 1000 Jahre interessante Geschichte, in die wir in halbmonatlich wechselnden Kapiteln eintauchen.

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04 Zwei Burgen in Mitterfels

Als „Alt“- und „Neu-Mitterfels“ sind sie in Urkunden erwähnt: die größere Hauptburg, von der Teile heute noch stehen, und eine kleinere jenseits des Tales beim „Steinhaus“.

Gründungsdaten sind nicht bekannt, darum lässt sich die Namenszuordnung nur aus Berichten über die Verwendung der Burgen vermuten. Wenn im zweiten bayerischen Urbar von 1280/1310 das „antiquum castrum Mitterfels“ (die „alte Burg Mitterfels“) in Verbindung gebracht wird mit einem weitum begüterten Praentel Geiganter als Besitzer, möchte man zunächst an die jenseitige Burg denken, da die Hauptburg ja bereits herzoglicher Gerichtssitz war; doch auch für die Hauptburg wäre eine Verpfändung nicht auszuschließen, weil derartiges damals häufig vorkam.

Darstellungen sind spärlich. Hans Donauer zeigt in seinem Wandgemälde um 1590 im Antiquarium der Münchner Residenz die Hauptburg als trutzige Festung. Auch die kleine Burg ist aufgenommen, sie ist bereits eine Ruine.

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Philipp Apians Landtafel von 1568 von 1568, Ausschnitt - Vergrößern zu einer größeren Karte durch Klick in die Grafik!

Auf Philipp Apians Landtafel von 1568 - von Peter Weinerus in Kupfer gestochen - ist diese kleinere Burg ebenfalls als Ruine auszumachen, während es in der Landtafel von 1429 noch hieß: „zwo purg mit Gericht“. Die jüngere Darstellung von Michael Wening - etwa um 1710 skizziert, 1726 erschienen - zeigt unsere Hauptburg noch vor teilweisem Verfall und späteren Umbauten. Da steht noch der am Pfingstmontag 1812 eingestürzte Bergfried, da steht noch ein Teil der Torsicherung, da sieht man vor allem die Mächtigkeit der inneren Zwingermauer. Auch die Holzbrücke über den Burggraben besteht noch; sie wurde erst 1791 durch den Pfleger Maximilian Freiherr von Asch als dreibogige Steinbrücke neu errichtet. Die eingelassene Tafel verweist darauf: MFVA 1791 NTP. Die gewaltige Blendmauer ist heute verdeckt durch den später eingebauten zweigeschoßigen Gefängnistrakt.

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Darstellung von Michael Wening von 1710 - Vergrößern durch Klick in die Grafik!

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Zwingermauer (links) und Schießscharten

Mit Burgen solcher Art konnten die Grafen von Bogen ihr Rodungsland wahrhaftig sichern. Mitterfels war die mittlere Burg zwischen Bogen und Falkenfels - daher auch der Name. Den Platz hatten die Grafen geschickt gewählt. Der dreiseitige Steilabfall am Ende des Bergsporns bot beste Sicherheit, die vierte Seite ließ sich mit Burggraben und wuchtigem Mauerwerk gut verteidigen. Die Wasserversorgung war mit dem 100 Fuß tiefen Brunnen gewährleistet (er führt noch heute Wasser), außerdem gab es eine versteckt verlegte Rohrleitung von einer 300 Meter entfernten Quelle. Nach Volksglauben führte ein Fluchtweg ins Perlbachtal. Von der Größe und Sicherheit her erschien die Burg den Herzögen geeignet für die Aufnahme eines zentralen Gerichts und auch einer Hauptmannschaft in Krisenzeiten. Darüber wird an anderer Stelle berichtet.

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Auf diesem alten Katasterblatt sind die noch stehenden Teile der Burg“ sowie der Burgstall der einstigen zweiten Burg gekennzeichnet. Angedeutet sind auch der Burggraben und der Wehrgraben östlich des Burgstalls. - Vergrößern durch Klick ins Bild!

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Brunnen und einer der Schalentürme

Das Auftauchen des Praentel Geiganter auf „Alt-Mitterfels“ könnte mit einer herzoglichen Schenkung oder Verpfändung in Verbindung gebracht werden, wie sie damals durchaus üblich waren. So verpfändete der Herzog 1315 die Burg Mitterfels an die Landgrafen von Leuchtenberg. 1348 setzte er sie als Pfand, als der Straubinger Vitztum Peter Ekk, sein Sohn Albrecht und Altmann von Degenberg für zwei verschuldete Adelige bürgten; der Mitterfelser Pfleger Hermann der Freindorfer“ musste schwören, die Burg auf Verlangen zu übergeben. Eine Schuld des Herzogs gegenüber dem Geiganter kam zutage, als Geiganter die Aussteuer für eine Tochter aus dem Mitterfelser Steuerertrag abzweigte. Erstaunlich war der Besitz dieses Geiganter: Höfe in Dachsberg, Maisenthal, Straß, Kapflberg, Rogendorf, Loitzendorf, Prünst, Meidendorf, Hartmannsgrub, weitere im Gericht Deggendorf und Pfatter. Bei der Burg selbst war noch eine Hofstelle und eine Mühle (Talmühle?).

Aus viel späterer Zeit wird überliefert, dass beim Löwleraufstand der Ritter gegen den Herzog der Mitterfelser Pfleger Wilhelm Heuraß in seiner Burg“ geschnappt und fortgeschleppt wurde. Da aber nirgends eine Erstürmung oder Übergabe der Mitterfelser Hauptburg bezeugt ist, liegt der Schluss nahe, dass Heuraß die jenseitige Wohnburg innehatte, wo ein Überrumpeln leicht möglich war, ohne dass man es in Mitterfels merkte.

Es bleibt nachzutragen, dass 1332 Herzog Heinrich XIV. „der Natternberger“ längere Zeit auf der Burg Mitterfels weilte und hier die Urkunde ausfertigte, die dem Landgrafen Ulrich von Leuchtenberg die Burg Pfreimd mit allem Zubehör und zu allen Rechten zuwies.

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Lage des einstigen vorgelagerten Burggrabens - Vergrößern durch Klick ins Bild!

Dass es für die Burg und die vorgelagerte kleine Ansiedlung eine weitere Sicherung gab, ergab sich erst bei den Grabungen anlässlich der Dorferneuerung 1987. 150 Meter nördlich des Burggrabens, wo der Bergsporn zwischen den Anwesen Burgstraße 16 und 17 (Wörgetter/Dietl) am engsten ist und nur der Straßenbreite entspricht, zeigte sich im ansonsten durchgehenden Felsuntergrund eine Aufschüttungsstelle. Nach Aushub kam ein 2 ½ m tiefer, an der Sohle 7 m breiter, exakt aus dem Felsen gehauener Graben zutage. An der Ostseite waren noch Reste eines Bruchsteinfundaments, im Aufschüttungsmaterial fanden sich etliche Scherben und auch Knochen. Der 70-jährige Anlieger Wörgetter erinnerte sich an eine Aussage seines Großvaters, dass hier, nach mündlicher Überlieferung, einst ein „Burggraben“ mit Zugbrücke gewesen sei. Nach Sachlage ist das auch die treffendste Deutung.

Eine vergleichbare Situation haben wir bei der zweiten Mitterfelser Burg beim Steinhaus. Auch hier bestand neben dem eigentlichen Burggraben (der erst bei jüngsten Baumaßnahmen unverständlicherweise zugeschüttet wurde) noch ein zweiter, äußerer Graben, der die Buchberger Zufahrt absicherte. Er lässt sich noch heute im Gelände ausmachen. Beide Anlagen zeigen auf, wie geschickt hier die Geländesituation für Sicherung und Verteidigung genutzt wurde.

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Wo Mittelalterliches und Späteres ineinander übergehen, ist einer der schönsten Blickwinkel auf unsere „Burg“, unser Schloss“. Auch unser Mitterfelser Graphiker Georg Fritz (1967) war davon begeistert und hat es in einer Radierung festgehalten.- Vergrößern durch Klick ins Bild!

Quelle: Franz Wartner, Chronik Markt Mitterfels / Bearbeitung und Bildrecherche: Franz Tosch

1000 Jahre Geschichte um Mitterfels - 03 Kloster Oberaltaich als Lehensherr

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Kloster Oberaltaich – Merian-Kupferstich, 1650; Vergrößern durch Klick in die Grafik!

Vor gut 830 Jahren tauchte der Name Mitterfels das erste Mal in einer Urkunde auf; Gschwendt im Kinsachtal kann auf 900 Jahre zurückblicken; vor 960 Jahren übernahmen die Grafen von Bogen den östlichen Donaugau von den Babenbergern; Metten, im Jahre 766 gegründet, rodete zu Füßen der schützenden Bergkette zwischen Vogelsang und Hirschenstein . . . über 1000 Jahre interessante Geschichte, in die wir in halbmonatlich wechselnden Kapiteln eintauchen.

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03 Kloster Oberaltaich als Lehensherr

Für den Mitterfelser Raum spielte das Kloster Oberaltaich stets eine bedeutende Rolle, nicht nur als Pfarrherr von Kreuzkirchen, sondern auch als Lehensherr zahlreicher Höfe.

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1000 Jahre Geschichte um Mitterfels - 02 Unter den Grafen von Bogen

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Vergrößern durch Klick in die Grafik!

Vor gut 830 Jahren tauchte der Name Mitterfels das erste Mal in einer Urkunde auf; Gschwendt im Kinsachtal kann auf 900 Jahre zurückblicken; vor 960 Jahren übernahmen die Grafen von Bogen den östlichen Donaugau von den Babenbergern; Metten, im Jahre 766 gegründet, rodete zu Füßen der schützenden Bergkette zwischen Vogelsang und Hirschenstein . . . über 1000 Jahre interessante Geschichte, in die wir in halbmonatlich wechselnden Kapiteln eintauchen.

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02 Unter den Grafen von Bogen

Erbliche Grafschaften bildeten sich um die Jahrtausendwende in großer Zahl, jede auf selbständigem Gebiet und bedacht auf Mehrung von Macht und Besitz, sei es durch ...

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1000 Jahre Geschichte um Mitterfels

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Vor gut 830 Jahren tauchte der Name Mitterfels das erste Mal in einer Urkunde auf; Gschwendt im Kinsachtal kann auf 900 Jahre zurückblicken; vor 960 Jahren übernahmen die Grafen von Bogen den östlichen Donaugau von den Babenbergern; Metten, im Jahre 766 gegründet, rodete zu Füßen der schützenden Bergkette zwischen Vogelsang und Hirschenstein . . . über 1000 Jahre interessante Geschichte, in die wir in halbmonatlich wechselnden Kapiteln eintauchen.

01 Im Nordwald [... hier klicken]

02 Unter den Grafen von Bogen [... hier]

03 Kloster Oberaltaich als Lehensherr [... hier]

04 Zwei Burgen in Mitterfels [... hier]

Die Burganlage Mitterfels (Teil 1)

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Vom Ministerialensitz zum königlich-bayerischen Amtsgericht u. a.

Das Festjahr „800 Jahre Bayerische Rauten” (2004) war nicht nur eine Bogener Angelegenheit, die von Mitterfels und Umgebung nur aus gut-nachbarschaftlicher Sicht betrachtet wurde. War doch die Burg Mitterfels ein Ministerialensitz der Grafen von Bogen . . .

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Die Burganlage Mitterfels (Teil 2): Die Burg und ihre Funktionen - Sanierung

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Die Burg Mitterfels und ihre Funktionen - Sanierung der Burgmauer

. . .  Die meisten Burgen in unserem Gebiet wurden im 11. und 12. Jahrhundert durch die Grafen von Bogen bzw. deren Ministerialen erbaut. Mitterfels ist eine typische Höhenburg, sehr gut geschützt . . .

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Lassts euch erzählen von Mitterfels (30)

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Audios zur Geschichte von Mitterfels – Autor: Herbert Becker - Sprecher: Herbert Becker

Die Ansiedlung lag auf einem Felsen ziemlich genau in der Mitte zwischen dem Bogenberg und Falkenfels. Das gab ihr den Namen: Mittern Foels. Die Anfänge des Ortes verschwinden im Dunkeln, und vieles von dem, was in seiner langen Geschichte geschah, verhüllt ein dichter Nebel. Aber heute vernehmen wir aus dem Dunkel heraus und durch den Nebel hindurch Stimmen, die davon erzählen, wie es einmal war, auf dem Felsen und um ihn herum. Oder wie es vielleicht gewesen sein könnte  . . .


(30) Herbert Becker, Zugereister

Die Gegend von Mitterfels, dem Marktflecken zwischen dem Bogenberg und Falkenfels, ist äußerst attraktiv für Menschen, die nicht mehr in der Großstadt leben möchten. Herbert Becker ist im frühen 21. Jahrhundert aus München zugereist. ...

>>> Den Link zum 30. Audio finden Sie unter >WEITERLESEN> im Rechteck links unterhalb dieser Zeile, den Link zum 1. bis 29.  Audio auf der rechten Menüleiste  >Lassts Euch erzählen< . . .

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Virtueller Rundgang durch das historische Mitterfels

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Auf der Webseite des Marktes Mitterfels findet der Besucher Informationen zur Geschichte von Mitterfels, die wir Ihnen auch hier gerne einmal vorstellen möchten.

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Virtueller Rundgang durch das historische Mitterfels 2

Link Bild Spaziergang

Auf der Webseite des Skiclub Mitterfels findet der Besucher eine Alternativversion des Rundgangs durch das historische Mitterfels, bei der man auf einer interaktiven Karte zu den Sehenswürdigkeiten geführt wird.

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1000 Jahre Geschichte um Mitterfels - 01 Im Nordwald

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Vergrößern durch Klick in die Grafik!

Vor gut 830 Jahren tauchte der Name Mitterfels das erste Mal in einer Urkunde auf; Gschwendt im Kinsachtal kann auf 900 Jahre zurückblicken; vor 960 Jahren übernahmen die Grafen von Bogen den östlichen Donaugau von den Babenbergern; Metten, im Jahre 766 gegründet, rodete zu Füßen der schützenden Bergkette zwischen Vogelsang und Hirschenstein . . . über 1000 Jahre interessante Geschichte, in die wir in halbmonatlich wechselnden Kapiteln eintauchen.

01 Im Nordwald

Als Nordwald“ wird unser Waldgebirge in Urkunden der frühen Besiedlung bezeichnet, in einer Mettener Urkunde sogar als „eremus nortwald, als „menschenleerer Nordwald.

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Kalenderblatt 13. August: Die letzte Hinrichtung in Mitterfels 1847

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Am Martinitag 1844 . . .

. . .  zu der Stunde, als der Schullehrer und Mesner Dominikus Hahn sich wegen des Markttages für eine Weile ins Wirtshaus begab, wurde dessen junge, schwangere Ehefrau in ihrer Wohnung erwürgt. Der Mordfall war in Kürze geklärt  . . .

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Leben im Schatten der Burg

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Prof. Dr. Ackermann (Foto: Lothar Eiglsperger)

Festvortrag am 4. August 1995 im Rahmen der 800-Jahr-Feier von Mitterfels

„Kein Reisender von Gefühl“, so der Geograph Adrian von Riedl 1843 in seinem Reiseatlas über den Vorderen Bayerischen Wald, „wird die bezaubernde Gegend an einem schönen Frühlings- oder Sommertage durchwandern, ohne von den angenehmsten Empfindungen und der lebhaftesten Freude durchdrungen zu werden. ...

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Kalenderblatt 2. August 1936: Einweihung des Mitterfelser Waldbades

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Mitterfelser Waldschwimmbad um 1954 (Aufnahme und Verlag Foto-Eiglsperger, Mitterfels - Sammlung Christl Jakob, Mitterfels)

2. August 1936: Einweihung des Mitterfelser Waldbades

Am 2. August 1936 wurde in Mitterfels das Waldbad im Perlbachtal eingeweiht. Es war weit und breit das einzige Schwimmbad.   . . .

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Mitterfels. Gelöbnisfeier am 26. Mai 2019 für ein glimpfliches Ende des Zweiten Weltkriegs

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Einmarsch der Amerikaner in einem Dorf im Vorwald

 ... am 26. Mai 2019, 20 Uhr in der kath. Pfarrkirche mit anschließender Lichterprozession

Zum 74. Mal jährt sich in diesem Jahr das Ende des Zweiten Weltkriegs, das für Mitterfels so glimpflich verlaufen ist.

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"Histor. Mosaikstein": Mitterfels und der 25. April 1945 - Gelöbnis der Bevölkerung

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25. April 1945 in Mitterfels: KZ-Todesmarsch und Einmarsch der Amerikaner

Der 25. April des Jahres 1945 gilt bei allen Mitterfelsern, den älteren wie den jüngeren, wenn sie sich mit ihrem Ort identifizieren, als ein Tag, an dem „Zeitgeschichte“ ins Dorf kam. Zuerst wurde auch die Bevölkerung von Mitterfels [...] mit dem blutigen Nazi-Terror konfrontiert....

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Kalenderblatt 5. Dezember: Die Bahn erreichte Mitterfels 1896

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Am 5. Dezember 1896 wurde die Teilstrecke Steinburg - Mitterfels - Konzell-Süd eingeweiht, nachdem der "Eiserne Hund" (so der Mühlhiasl) bereits am 8. Dezember 1895 zum ersten Mal von Straubing kommend über die neue Donaubrücke in den Bahnhof Bogen eingefahren war. ....

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Kalenderblatt 4. August 1995: 800-Jahr-Feier in Mitterfels

Kalenderblatt Erstnennung Mitterfels

Die Grafik zeigt die erste bisher bekannte Nennung des Ortes Mitterfels in einer Traditionsnotiz des Klosters Oberaltaich aus den Jahren 1184 bis 1188 (schwarz unterlegt: Berchtoldus de Mitterfels).

Mit 9 Bildalben erinnern wir an die Feierlichkeiten.

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Von Schindern und Henkern

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Von „unehrlichen" Berufen vergangener Jahrhunderte

Alte Leute wissen noch von dem fahlen, unheimlichen Licht, das einst um die abgelegene Hütte und den Namen des Schinders lag. Der Abdecker war eben der letzte von jenen gemiedenen oder „unehrlichen" Berufen, wie sie die Rechtssprechung vergangener Jahrhunderte kannte. ...

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Lassts euch erzählen von Mitterfels

Menuelink Lassts Euch erzaehlen

Audios zur Geschichte von Mitterfels – Autor und Sprecher: Herbert Becker

Die Ansiedlung lag auf einem Felsen ziemlich genau in der Mitte zwischen dem Bogenberg und Falkenfels. Das gab ihr den Namen: Mittern Foels. Die Anfänge des Ortes verschwinden im Dunkeln, und vieles von dem, was in seiner langen Geschichte geschah, verhüllt ein dichter Nebel. Aber heute vernehmen wir aus dem Dunkel heraus und durch den Nebel hindurch Stimmen, die davon erzählen, wie es einmal war, auf dem Felsen und um ihn herum. Oder wie es vielleicht gewesen sein könnte  . . . 


 

Mittern Foels Cover(1) Hugbert aus dem Kinsachtal

In der Gegend von Mittern Foels, der Ansiedlung zwischen dem Bogenberg und Falkenfels, haben zwar schon sehr früh – in der Bronzezeit, vielleicht sogar in der Steinzeit – Menschen gelebt. Aber als der Bauer Hugbert, der im Kinsachtal gerodet und sich dann in der Gegend des späteren Ascha niedergelassen hat, dorthin kommt, findet er nur noch Spuren der einstigen Siedlung vor. Sein Hof ist so abgelegen, dass Hugbert von Vorgängen wie der Absetzung des Bayernherzogs Tassilo III. durch Karl den Großen im Jahr 788, kaum etwas mitbekommt.

>>> Zum Audio 1 "Hugbert aus dem Kinsachtal" [... hier]

 

Mittern Foels2 Cover(2) Lambert, Mönch aus dem Kloster Metten

„Auch in Mittern Foels, der Ansiedlung zwischen dem Bogenberg und Falkenfels, fürchtete man sich am Anfang des 10. Jahrhunderts vor den Ungarn, die ganz Niederbayern verwüsteten. Und gewiss haben es die Mitterfelser nicht anders gemacht als die Menschen überall im Land: Sie versuchten sich vor den gefährlichen Reiterkriegern zu schützen, indem sie Verteidigungsanlagen bauten. Der Mönch Lambert aus dem Kloster Metten jedenfalls ist sich ziemlich sicher, dass damals in Mitterfels Erdwälle aufgeschüttet, Palisadenzäune errichtet oder Mauern hochzogen wurden.“

>>> Zum Audio 2 "Lambert, Mönch aus dem Kloster Metten" [... hier]

 

Mittern Foels Cover3 Ulrich(3) Ulrich - unterwegs auf Handelsstraßen

Mittern Foels, die Ansiedlung zwischen dem Bogenberg und Falkenfels, war um das Jahr 1000 keineswegs von der Welt abgeschnitten. Sogar Fernhändler, wie der Schwabe Ulrich kamen gelegentlich hierher, wenn auch nur deshalb, weil die großen Handelsstraßen gerade nicht passierbar waren. Der Ort war klein, doch es gab einen adeligen Anführer, für den man eine Burg von bescheidenen Ausmaßen baute. Von der Weltuntergangsstimmung, die kurz vor der Jahrtausendwende anderswo – vor allem in großen Städten – ausbrach, war hier nichts zu spüren. 

>>> Zum Audio 3 "Ulrich - unterwegs auf Handelsstraßen" [... hier]

 

Mittern Foels Cover4 Barthel(4) Barthel - ein unfreier Kleinbauer

In Mittern Foels, der Ansiedlung zwischen dem Bogenberg und Falkenfels, lebte am Ende des 11. Jahrhunderts auch Barthel, ein unfreier Kleinbauer und, wie er selber sagt: armer Hund. Seinem Grundherrn muss er nicht nur Naturalien abgeben, er muss darüber hinaus harte Arbeit für ihn leisten; der Herr lässt sich soeben einen steinernen Wohnturm bauen. Andere nehmen am ersten, im Jahr 1096 stattfindenden Kreuzzug teil – Barthel ist froh, wenn er seine Kinder über die harten Zeiten bringt.

 >>> Zum Audio 4 "Barthel - ein unfreier Kleinbauer [... hier

 

Mittern Foels Cover5 Goeswin(5) Göswin - Ministeriale der Grafen von Bogen

In Mittern Foels, der Ansiedlung zwischen dem Bogenberg und Falkenfels, wurde im frühen 12. Jahrhundert – ebenso wie in anderen Orten – an einer Burg gebaut. Bauherren waren die Grafen von Bogen. Zur Verwaltung ihres Herrschaftsgebietes setzten sie so genannte Ministerialen ein. Einer von ihnen, Göswin aus Zeitldorn, residierte um 1148 in Mitterfels. Das ist das Jahr, in dem die zweite Linie derer von Bogen, die so genannten Vögte von Regensburg, ausstarb. In seiner Amtsführung scheint Göswin nicht immer erfolgreich gewesen zu sein.

>>> Zum Audio 5 "Göswin - Ministeriale der Grafen von Bogen" [... hier]

 

Mittern Foels Cover6 Urban(6) Urban, der Baumeister

Nach Mittern Foels, der Ansiedlung zwischen dem Bogenberg und Falkenfels, kam im späten 12. Jahrhundert der Baumeister Urban. Im Auftrag der Grafen von Bogen baute er deren Burg zu einem repräsentablen Wohnsitz aus. Das Handwerk hatte Urban auf Donaustauf gelernt, und während seiner Wanderungen durch Bayern hatte er vielerlei Kenntnisse erworben. Mit dem Burgherren Berchtoldus de Mitterfels verstand er sich gut, und als Kind hatte er sogar einmal Kaiser Barbarossa gesehen. 

>>> Zum Audio 6 "Urban, der Baumeister" [... hier]

 

Mittern Foels Cover7 Waldemar(7) Der Sänger Waldemar vom Falkenberge

Auf der Burg von Mittern Foels, der Ansiedlung zwischen dem Bogenberg und Falkenfels hatte im frühen 13. Jahrhundert ein erlauchtes Publikum einmal das Vergnügen, dem Sänger Waldemar vom Falkenberge lauschen zu können. Waldemar hat es nicht zu solcher Berühmtheit gebracht, wie sein zirka zwanzig Jahre älterer Kollege Walther von der Vogelweide, immerhin aber war er ein guter Fiedelspieler. Und er kann Auskunft geben über die Verhältnisse, die unter Albert IV., dem letzten Grafen von Bogen in Mitterfels herrschten.

>>> Zum Audio 7 "Der Sänger Waldemar vom Falkenberge" [... hier]

 

Mittern Foels Cover8 Jobst(8) Jobst, Müller im Perlbachtal

Unterhalb der Burg von Mittern Foels, der Ansiedlung zwischen dem Bogenberg und Falkenfels, im Perlbachtal, gab es eine Mühle. Im späten 13. Jahrhundert – die Wittelsbacher hatten als Herren bereits die Grafen von Bogen abgelöst – wurde sie von dem Müller Jobst betrieben. Zu dessen Unglück ging die ältere der beiden Mitterfelser Burgen samt der Mühle an einen gewissen Praentel Geiganter über. Mitten in den ohnehin unruhigen Zeiten musste sich Jobst mit der Knauserigkeit seines Herrn herumschlagen.

>>> Zum Audio 8 "Jobst, Müller im Perlbachtal" [... hier]

 

Mittern Foels Cover9 Linhart(9) Linhart, der Schreiber

Mitterfels, die Ansiedlung zwischen dem Bogenberg und Falkenfels, ist unter den Grafen von Bogen zum Sitz eines Landgerichts geworden. Ein solcher bleibt es, als die Wittelsbacher die Bogener ablösen. Aber mit der Ottonischen Handveste von 1311 gibt Herzog Otto III. einen Teil der gerichtlichen Kompetenzen an den Adel, den Klerus und die Städte ab; in ihren Besitzungen üben nun sie die niedere Gerichtsbarkeit aus. Dem Schreiber Linhart ist das gar nicht recht.

>>> Zum Audio 9 "Linhart, der Schreiber" [... hier] #

 

Mittern Foels Cover10 Achaz(10) Achaz, der Scherge

Mitterfels, die Ansiedlung zwischen dem Bogenberg und Falkenfels, ist die Heimat von Achaz. Dessen Wirkungsstätte allerdings ist Weißach auf dem Bühel bei Schwarzach. Dort dient er als Scherge. Das Schergenamt ist ein Unteramt des Mitterfelser Pfleggerichts, und Scherge zu sein ist nicht nur durchaus ehrenhaft, es bedeutet auch, ein gewisses Ansehen und ein geregeltes Einkommen zu haben. Leider sind die Zeiten schlecht. Das Bayernland wird von schier biblischen Plagen heimgesucht – und im Jahr 1349 wird es auch noch geteilt.

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Mittern Foels Cover11 Peter(11) Peter, der Stallknecht

Mitterfels, der Marktflecken zwischen dem Bogenberg und Falkenfels, besteht aus mehreren Ansiedlungen. Eine davon ist Scheibelsgrub, dessen Namen sich von den Scheybeckhs herleitet. Peter, der Stallknecht, arbeitet für einen Herrn Scheybeck, und der stammt aus einem Rittergeschlecht. Einen besonders weiten Horizont hat Peter nicht. Immerhin kann er davon erzählen, dass ihn sein Herr schon einmal – und zwar im Jahr 1364 – mit aufs Gericht nach Mitterfels genommen hat. Und er weiß, welche Folgen die Schlacht von Mühldorf hatte.

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Mittern Foels Cover12 Sieghart w(12) Sieghart von Velberch, der Soldat

In Mitterfels, dem Marktflecken zwischen dem Bogenberg und Falkenfels, waren im 14. Jahrhundert, zur Zeit der Herzöge Albrecht I. und Albrecht II. von Bayern, Soldaten stationiert. Sieghart von Velburch war einer von ihnen. In den 1330er Jahren, als die Böhmen Donaustauf einnahmen und das Kloster Oberaltaich plünderten, zog er zum ersten Mal ins Feld. Aber er kann auch von friedlichen Tagen berichten, davon zum Beispiel, wie er den Mitterfelser Richter auf den Bogener Jahrmarkt begleiten durfte und es sich dort gut gehen lassen konnte.

>>> Zum Audio 12 "Sieghart von Velberch, der Soldat" [... hier]

 

Mittern Foels Cover13 Sieghart 2(13) Sieghart von Velberch, der Soldat (2)

In Mitterfels, dem Marktflecken zwischen dem Bogenberg und Falkenfels, waren im 14. Jahrhundert, zur Zeit der Herzöge Albrecht I. und Albrecht II. von Bayern, Soldaten stationiert, unter ihnen Sieghart von Velburch. Sieghart bedauert, dass Albrecht I. nicht in Straubing, sondern in Den Haag residiert; umso mehr freut es ihn, dass Straubing unter Albrecht II. eine Blüte erlebt. Das kulturelle Leben, das sich dort entwickelt, strahlt bis Mitterfels aus. Dem Versuch allerdings, die Moden, denen die städtische Oberschicht anhängt, auch nach Mitterfels zu bringen, ist kein großer Erfolg beschieden.

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Mittern Foels Cover14 Mattheis(14) Mattheis, der Mesner

Mitterfels, die Ansiedlung zwischen dem Bogenberg und Falkenfels, hatte im späten 14. Jahrhundert bereits eine Kirche. Deren Glocke allerdings ließ zu wünschen übrig. Darum ist es Mattheis dem Mesner gar nicht recht, dass der Bayernherzog Stephan III. im Jahr 1390 den Brauch des allabendlichen Aveläutens einführt. Noch viel schlimmer ist es natürlich, dass zwei Jahre nach dieser Neuerung Bayern wieder einmal dreigeteilt wird und sich die Herrscher über die drei Teile alsbald heillos zerstreiten.

>>> Zum Audio 14 "Mattheis, der Mesner" [... hier]

 

Mittern Foels Cover15 Veit(15) Veit, der Söldner

Mitterfels, die Ansiedlung zwischen dem Bogenberg und Falkenfels, hatte im frühen 15. Jahrhundert unter den Einfällen der Hussiten zu leiden – ebenso wie viele andere Gemeinden im Bayerischen Wald. Schließlich stellten die bayerischen Fürsten ein Kreuzzugsheer auf, das im Jahr 1431 gegen die Hussiten zog. Der Mitterfelser Veit war als Söldner dabei; er hat die bittere Niederlage des riesigen Heeres in der Schlacht von Taus miterlebt. Insgeheim hegt er gewisse Sympathien für den siegreichen Feind.

>>> Zum Audio 15 "Veit, der Söldner" [... hier]

 

Mittern Foels Cover16 Dorl n(16) Dorl, eine ehrbare Frau

Auch in Mitterfels, dem Marktflecken zwischen dem Bogenberg und Falkenfels, war das Verhältnis, das der junge Herzog Albrecht zu Agnes Bernauer unterhielt, ein wichtiges Gesprächsthema. Schließlich gefährdete es die Existenz des Herzogtums München-Straubing! Deshalb wäre die Dorl, eine gestandene Mitterfelserin, allzu gerne dabei gewesen, als man Bernauerin im Herbst 1435, eingenäht in einen Sack, in die Donau warf. Immerhin hat die Dorl von ihrem Ehemann eine ausführliche Schilderung des volksfestartigen Ereignisses erhalten.

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Mittern Foels Cover17 Burkhart w(17) Burkhart, ein Ritter aus Haunkenzell

Auch Mitterfels, der Marktflecken zwischen dem Bogenberg und Falkenfels, blieb vom so genannten Böckleraufstand nicht unberührt. Burkhart, ein Ritter aus Haunkenzell, war einer der Mitglieder des im Jahr 1466 gegründeten Böcklerbundes. Die Edelleute fühlten sich um eine Entschädigung für ihr Engagement im Krieg gegen die Hussiten betrogen und verlangten vom Herzog nicht nur eine finanzielle Kompensation, sondern auch mehr Rechte. Kaiser Friedrich III. aber löste den Bund auf; als die Böckler dennoch weiterkämpften, zogen sie gegen den Herzog auch militärisch den Kürzeren.

>>> Zum Audio 17 "Burkhart, ein Ritter aus Haunkenzell" [... hier]

 

Mittern Foels Cover18 Rupert w(18) Rupert Gartner, Stellvertreter des Mitterfelser Pflegers

Der Marktflecken Mitterfels blieb zwar im so genannten Böcklerkrieg relativ ruhig, immerhin kann Rupert Gartner, der Stellvertreter des Mitterfelser Pflegers, davon erzählen, wie die Burgen in den Mitterfelser Gebieten auf herzoglichen Befehl hin als Fluchtburgen eingerichtet werden mussten und ein Landaufgebot bestellt zu werden hatte. Dem Böcklerbund steht Rupert skeptisch bis ablehnend gegenüber; dementsprechend widerspricht er dem, was vor ihm der Ritter Burkhart zu erzählen hatte, deutlich.

>>> Zum Audio 18 "Rupert Gartner, Stellvertreter des Mitterfelser Pflegers" [... hier

 

Mittern Foels Cover19 Erasmus(19) Erasmus, der Hufschmied

Im Dorf Mitterfels spürte man wenig von der Inflation, die durch die so genannten Schwarzpfennige in Österreich ausgelöst wurde; immerhin kann der Hufschmied Erasmus davon berichten, dass auch hier ab und zu jemand versuchte, mit den minderwertigen Münzen zu bezahlen. Erasmus' größtes Erlebnis war es jedoch, im Jahr 1468 bei der handstreichartigen Einnahme der Burg Degenberg dabei zu sein. Deren Eroberung stellte das eigentliche Ende des Böckleraufstands dar.

>>> Zum Audio 19 "Erasmus, der Hufschmied" [... hier]

 

Mittern Foels Cover20 Oderich w(20) Oderich, der Pfarrer

Auch der Ort Mitterfels war im späten 15. Jahrhundert neuen Einflüssen ausgesetzt – sehr zum Leidwesen von Pfarrer Oderich, der eine Pfarrstelle in der Nähe von Mitterfels inne hatte. Oderich beklagt die Aufgeschlossenheit, die die Patres von Oberalteich gegenüber Kunst und Wissenschaft an den Tag legen, und er hadert mit dem Umstand, dass diese Patres eine Kirche in Kreuzkirchen, die ihnen von der Edelfrau Adelheid von Runding geschenkt worden war, von ihrem Kloster aus betreuen, statt sie zum Mittelpunkt einer Pfarrei zu machen.

>>> Zum Audio 20 "Oderich, der Pfarrer" [... hier]

 

Mittern Foels Cover21 Valentin w(21) Valentin, der Schuster

Auch in dem Dorf Mitterfels machte sich der Renaissance-Humanismus bemerkbar. Für Valentin, den Schuster, kam er in der Gestalt des Professors Hermann Scholliner, eines Gelehrten, der 1473 – ein Jahr nach ihrer Gründung durch Herzog Ludwig den Reichen – an die Universität Ingolstadt berufen wurde und in jener Zeit mit der Arbeit an den Monumenta Boica befasst war. Studiert hatte Scholliner u. a. im Kloster Oberaltaich, dessen Äbte, Patres und Mönche sich für das neue Gedankengut äußerst aufgeschlossen zeigten.

>>> Zum Audio 21 "Valentin, der Schuster " [... hier]

 

Mittern Foels Cover22 Otto w(22) Otto, der Nuntiarius

Auch Mitterfels, der Marktflecken zwischen dem Bogenberg und Falkenfels, blieb vom Löwleraufstand, der 1488 mit der Einführung einer Kriegssteuer durch Herzog Albrecht IV. begann und 1493 mit einem Friedensschluss endete, nicht unberührt. Otto, der Nuntiarius des Mitterfelser Gerichts, berichtet über den Aufstand sowie über das, was bei den Friedensverhandlungen herauskam – auch über jene Abmachungen, die für ihn persönlich nicht unbedingt von Vorteil waren.

>>> Zum Audio 22 "Otto, der Nuntiarius " [... hier]

 

Mittern Foels Cover23 Sebastian w(23) Sebastian, Kellermeister im Kloster Oberaltaich

Mit Mitterfels, dem Marktflecken zwischen dem Bogenberg und Falkenfels, hatte Sebastian, der Kellermeister des Klosters Oberaltaich, nicht viel zu tun. Aber während des Landshuter Erbfolgekriegs, der in den Jahren 1504 und 1505 das Land erschütterte, lagerten Kostbarkeiten aus dem klösterlichen Besitz in der Mitterfelser Burg. Sebastian hatte sie auf Anweisung des Abts dorthin gebracht, und tatsächlich blieb Mitterfels von den Plünderungen, zu denen es vielerorts kam, verschont.

>>> Zum Audio 23 "Sebastian, Kellermeister im Kloster Oberaltaich" [... hier]

 

Mittern Foels Cover24 Wiguleus w(24) Wiguleus, Drittschreiber

In Mitterfels, dem Marktflecken zwischen dem Bogenberg und Falkenfels, war Wiguleus einer der Helfer des Gerichtsschreibers. Nach dem Ende des Landshuter Erbfolgekriegs wurde Bayern durch den Kölner Schiedsspruch von König Maximilian I. im Jahr 1505 wieder zu einem einzigen Herzogtum. Um eine nochmalige Teilung des Landes zu verhindern, erließ Herzog Albrecht IV. das Primogenturgesetz, demzufolge der erstgeborene Sohn des Herzogs über das gesamte Herzogtum herrschen sollte. Eine Verwaltungsreform bescherte der Stadt Straubing das herzogliche Rentamt, in dem Wiguleus fortan wirkte.

>>> Zum Audio 24 "Wiguleus, Drittschreiber" [... hier]

 

Mittern Foels Cover25 Martin(25) Martin, der Bildschnitzer

Auch in Mitterfels, dem Marktflecken zwischen dem Bogenberg und Falkenfels, brach im frühen 16. Jahrhundert eine neue Zeit an; zum Beispiel musste der Sohn nicht mehr unbedingt den Beruf des Vaters ergreifen. Deshalb konnte Martin, der Sohn eines Schreiners, nach Regensburg gehen und Bildschnitzer werden. Er lernte nicht nur andere Künstler kennen, sondern auch den Protestantismus. Weil er Luthers Lehre dem vorzog, was der katholische Klerus predigte, blieb er in der Reichsstadt, die 1524 offiziell protestantisch wurde; er kehrte nie nach Mitterfels zurück.

>>> Zum Audio 25 "Martin, der Bildschnitzer" [... hier]

 

Mittern Foels Cover26 Michael S(26) Michael Sibenkover, Kaufmannssohn

Auch Mitterfels, der Marktflecken zwischen dem Bogenberg und Falkenfels, ist nicht vor den Schrecken des Dreißigjährigen Krieges verschont geblieben. Michel Sibenkover sagt von sich, er habe den Weltuntergang erlebt. Sein Vater war Inhaber des Mitterfelser Kramhauses, aber der Krieg hat die Existenz seiner Familie vernichtet. Michael berichtet von den Gräueltaten, die die Schweden an den Mitterfelsern verübt haben, und von der Pest, die im Winter 1633 über den Ort hereingebrochen ist.

>>> Zum Audio 26 "Michael Sibenkover, Kaufmannssohn" [... hier]

 

Mittern Foels Cover27 Leopold(27) Leopold Moser, kaiserlicher Offizier

Auch Mitterfels, der Marktflecken zwischen dem Bogenberg und Falkenfels, hatte unter dem Spanischen Erbfolgekrieg zu leiden. Im Jahr 1704 unterlagen die mit den Franzosen verbündeten Bayern in der Schlacht von Höchstadt an der Donau einer Allianz von Engländern und Österreichern. Der Offizier Leopold Moser wurde mit seinen Soldaten in dem Marktflecken stationiert und er verstand es, alles aus den Mitterfelsern herauszupressen, was die noch ihr Eigen nannten. Bayern, die sich gegen die österreichische Herrschaft auflehnten, durften nicht mit Gnade rechnen.

>>> Zum Audio 27 "Leopold Moser, kaiserlicher Offizier" [... hier]

 

Mittern Foels Cover28 Wolfsteiner(28) Johann Caspar Wolfsteiner, Lehrer

Mitterfels, der Marktflecken zwischen dem Bogenberg und Falkenfels, bekam im Jahr 1809 seine erste Schule, und Johann Caspar Wolfsteiner war dort einer der ersten Lehrer. Zu jener Zeit führte der leitende Minister Graf Montgelas gerade eine lange Reihe von Reformen durch – Reformen, welche auch die 176 Einwohner von Mitterfels nicht unberührt ließen. Mit dem örtlichen Schulwesen ging es nur langsam aufwärts, und Wolfsteiners Beruf brachte viele Härten mit sich.

>>> Zum Audio 28 "Johann Caspar Wolfsteiner, Lehrer" [... hier]

 

Mittern Foels Cover29 Heibl(29) Heibl Veri, Gerichtsangestellter

Mitterfels, der Marktflecken zwischen dem Bogenberg und Falkenfels, bekam 1896 eine Eisenbahnverbindung, 1903 – im Geburtsjahr des späteren Gerichtsangestellten Veri Heibl – kam der elektrische Strom. Als der Erste Weltkrieg ausbrach, war Veri noch zu jung, um eingezogen zu werden, am Zweiten Weltkrieg musste er nicht ausrücken, weil ihm sein Vorgesetzter die Unabkömmlichkeit bescheinigte. Für den Veri war das ein großes Glück, denn er vertritt eher pazifistische und antifaschistische Standpunkte. Dass es ihm und den anderen Mitterfelsern ein paar Jahrzehnte nach dem Krieg wieder so gut ging, betrachtet er fast als Wunder.

>>> Zum Audio 29 "Heibl Veri, Gerichtsangestellter" [... hier]

 

Mittern Foels Cover30 Becker(30) Herbert Becker, Zugereister

Die Gegend von Mitterfels, dem Marktflecken zwischen dem Bogenberg und Falkenfels, ist äußerst attraktiv für Menschen, die nicht mehr in der Großstadt leben möchten. Herbert Becker ist im frühen 21. Jahrhundert aus München zugereist. Zeuge von herausragenden historischen Ereignissen, die sich in Mitterfels zugetragen haben, ist er nicht geworden. Auf dem Globus insgesamt allerdings ist vieles geschehen, was auch hier seinen Niederschlag gefunden hat. Herbert Becker sieht schwarze Wolken am Himmel stehen.

>>> Zum Audio 30 "Herbert Becker, Zugereister" [... hier]

Lassts Euch erzählen von Mitterfels (1)

Mittern Foels Cover

Neues Projekt des AK Heimatgeschichte Mitterfels: Audios zur Geschichte von Mitterfels – Autor und Sprecher: Herbert Becker

Info 1. Teil: Die Ansiedlung lag auf einem Felsen ziemlich genau in der Mitte zwischen dem Bogenberg und Falkenfels. Das gab ihr den Namen: Mittern Foels. Die Anfänge des Ortes verschwinden im Dunkeln, und vieles von dem, was in seiner langen Geschichte geschah, verhüllt ein dichter Nebel. Aber heute vernehmen wir aus dem Dunkel heraus und durch den Nebel hindurch Stimmen, die davon erzählen, wie es einmal war, auf dem Felsen und um ihn herum. Oder wie es vielleicht gewesen sein könnte  . . .

>>> Den Link zum Audio finden Sie unter >WEITERLESEN>.

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Die Mitterfelser Chronik

Link Chronik Kurzform

Die wichtigsten Daten der Ortsgeschichte

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Historischer Bilderbogen - 800 Jahre Mitterfels

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Vor 8oo Jahren (zur Zeit der 800-Jahr-Feier 1995)

Schenkungsurkunde über Kreuzkirchen an Kloster Oberalteich durch Adelheid von Runding (zwischen 1184 - 1188/Abschrift von 1430). Darin älteste Mitterfelser Namen der Zeugen: Berchtoldus de Mitterfels, ein Bruder der Adelheid, Ministeriale der Bogener Grafen, Burghauptmann von Mitterfels und  . . .

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Hexenprozesse im Pfleggericht Mitterfels

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.... Für den Zeitraum zwischen 1584 und 1738 (mit Überlieferungslücken) konnte Dr. Gerhard Schwertl, der frühere Leiter des Staatsarchivs Landshut, für das Pfleggericht Mitterfels 48 Prozesse und Untersuchungen wegen der Delikte Hexerei, Magie, Teufelspakt und -buhlschaft sowie Schatzgräberei (mit Teufelsbeschwörung) nachweisen.

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History of Mitterfels

History Kreuz Mitterf

Welcome to all guests to Mitterfels and the Bavarian Forest

In 1995 Mitterfels could celebrate an important festival with lots of performances: Mitterfels turned (at least) 800 years. The oldest known historical document that mentions Mitterfels by name is a document of donation dating back to the year 1194. Berchtoldus de Mitterfels, the castellan of the castle in Mitterfels, is mentioned there as a witness.

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175 Jahre Apothekengeschichte in Mitterfels - oder: "Die kgl. priv. Bauernapotheke vom hl. Georg"

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Die St. Georgs-Apotheke zu Mitterfels

Wer kennt noch die alte, gute Apotheke mit dem mystischen Lichte der geheimnisvollen Dämmerung und den dazugehörigen Gerüchen nach ausländischen, überirdischen Düften.  . . .

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Kreistagswahl am 1. Februar 2015 im Landkreis Straubing-Bogen insgesamt und in den Gemeinden der VG Mitterfels

lkw2015 erststimme

Quelle: http://www.kommunalwahl.straubing-bogen.de/

>>> Mit Links zu den Ergebnissen in Ascha, Falkenfels, Haselbach und Mitterfels

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Mitterfelser Flurnamen

Mitterfelser Flurnamen n

Mitterfelser Flurnamen. Teil 1: Eng verknüpft mit der Geschichte und den geologisch-topografischen Besonderheiten

Die früher häufig gebrauchten Flurnamen haben für uns Menschen des 21. Jahrhunderts an Bedeutung verloren.  . . .

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Die Mitterfelser “Doppelburg” und die Sage von der Lederbrücke

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Auf der orografisch linken Seite der Apiankarte ist eine zweite Burg eingezeichnet.

Auf einer alten Landtafel ist bei Mitterfels zu lesen: "Zwo Purg mit Gericht".

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Mitterfels. Ministerialensitz - Landgericht - Marktgemeinde

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Die Schönheit des Marktes Mitterfels erschließt sich keinem Autofahrer, der - von Straubing oder der Autobahn kommend - durch den Ort in Richtung Bayer. Wald fährt. Man muss sich schon in die Luft erheben oder - einfacher ...

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Mitterfels. Geschichte

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Mitterfels. Ministerialensitz - Landgericht - Marktgemeinde

>>> Die Abbildungsstrecke können Sie auch ohne Hektik betrachten >>>

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Die Begründung der Demokratie in den Nachkriegsjahren - Wahlen 1946 in der Gemeinde Mitterfels

wahlen1946 mitterfelsMit den Wahlen dieses Jahres bestimmen die Bürger die Politik für die nächsten fünf (Landtagswahl) bzw. vier Jahre (Bundestagswahl) mit.

In Deutsch­land gibt es erst seit 1918 ein allgemeines Wahlrecht - und das ging bereits nach 15 Jahren (1933) wieder verloren. Umso beachtlicher ist es, dass bei den ersten Wahlen 1946 die Wahlbeteiligung teilweise bei über 85 Prozent lag. ...

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Der Blutstuhl von Höfling

schi13 hoefling detailErstveröffentlichung: Straubinger Tagblatt um 1953

Westlich von Mitterfels senkt sich vom Moosmüller eine tiefe Geländefurche, wie eine grüne Backmulde, gegen Höfling zu. [...] Hier war sie, die einstige Mitterfelser Richtstätte.

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1808: Gemeindebildung in Bayern - 205 Jahre Gemeinde Mitterfels

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Dorfplatz Mitterfels vor 105 Jahren

Aus der "Gmoa" wird die Gemeinde - Die Gemeinde Mitterfels - Gebietsreformen und die Entwicklung der Gemeinde

Das Wort "Gmoa" (Gemein, Gmain) kommt aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet Umkreis, Umgebung. Seit dem Mittelalter wird damit auch die Gesamtheit der Dorfbewohner bezeichnet [...]

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gestern - heute - morgen


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Gelöbnisfeier der Marktgemeinde

Von Kämpfen verschont - US-Truppen kamen vor 68 Jahren - Gelöbnisfeier

Die Pfarrgemeinde erinnerte in einer Gelöbnisfeier daran, dass am 26. April 1945 ein Abkommen zwischen Bürgermeister Schmatz und den heranrückenden US- Truppen eine gewaltsame Einnahme der Gemeinde verhinderte.

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Historische Bilder


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Rodung und Geschichte - "Beim Pimaiset"

Mit zunehmendem Bedarf an Ackerland mussten immer mehr Wälder um Mitterfels weichen. Drum gibt es die vielen Riedl, die Stockäcker und das Pimaiset ( Rieden = Roden, Maiset = Holzschlag, Stock verweist auf die vorerst im Erdreich verbliebenen Stöcke, die bei der damaligen bäuerlichen Handarbeit umgangen werden konnten). 

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11. Dezember 1949: Ende des Mitterfelser Wassernotstands

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Vor dem Bau der Wasserleitung 1948/49: Am Dorfbrunnen bei der Friedenseiche in Mitterfels musste das Wasser zeitweise rationiert werden. (Foto: F. Stolz)

19. DEZEMBER 1949: EINWEIHUNG DER MITTERFELSER WASSERLEITUNG -

"BUCHETWASSER" BEENDETE DEN WASSERNOTSTAND.

Nicht bei allen kam die moderne Wasserversorgung gut an. Albert Dietl, der damalige Bürgermeister, erzählte gern die folgende Anekdote:

Koa Wasser mit „Gschmo”! Da tauschen sich die Kirchengeher am Sonntag vor der Kirche immer die neu­esten Dorf- und Weltnach­rich­ten aus. Da dischkutieren zwei Klein­landwirte: „Müss’ma ihm dankbar sei, dem jungen Bürgermeister, daß mir jetz a a Wasser ham.” Der Angespro­chene: „Ja, ja - aber was für oans!...

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Mitterfels im Österreichischen Erbfolgekrieg (1741 - 1745)

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Votivbild der Geiersberg-Wallfahrt: Trencks Panduren verschleppen ehrbare Ratsherren als Geiseln.

Der 20. Oktober 1740 ist für die europäische Geschichte ein denkwürdiger Tag. Es ist einer der Tage, an denen ein geschichtliches Beben ausgelöst wurde, dessen Folgen noch das letzte Dorf im Bayerischen Wald zu spüren bekam. Auch für Mitterfels und die Dörfer der Umgebung begann eine Zeit, die zu den leidvollsten unserer Geschichte zählt. ...

 

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Liste der Baudenkmäler in Mitterfels

In der Liste der Baudenkmäler in Mitterfels sind die Baudenkmäler des niederbayerischen Marktes Mitterfels aufgelistet. Diese Liste ist eine Teilliste der Liste der Baudenkmäler in Bayern. Grundlage ist die Bayerische Denkmalliste, die auf Basis des bayerischen Denkmalschutzgesetzes vom 1. Oktober 1973 erstmals erstellt wurde und seither durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege geführt und aktualisiert wird.

Weiter bei <Wikipedia>

Odysse eines Denkmals

denkmal_ja_bd_2_detailOdysse eines Denkmals

Das „Siebziger-Denkmal“ hat eine wahre „Odysse“ hinter sich, nachdem es von seinem ursprünglichen Platz vor dem früheren Schulhaus in der Burgstraße (Postkarte links) weichen muss­te. ...

 

Postkarte aus der Sammlung Christl Jakob

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Mitterfelser Kalenderblatt - 20. November: Max Lachner (1. Mitterfelser Chronik) 101-jährig am 20.11.2000 gestorben

chronikAm 20. November 2000 ist Studiendirektor i. R. Max Lachner, der Verfasser der 1. Mitterfelser Chronik, 101-jährig in München gestorben. [...] Er widmete sich schon früh der Volkskunde und Heimatgeschichte. Als ihn Bürgermeister Uekermann bat, „800 Jahre Geschichte um Mitterfels” zu schreiben, da übernahm Lachner gerne diese umfangreiche Aufgabe ...

Wir veröffentlichen hier zwei seiner heimatgeschichtlichen Aufsätze:


 

Der Blutstuhl von Höfling [Klick auf weiterlesen]

Von Schindern und Henkern [... mehr hier]

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800 Jahre Geschichte - Dr. Spießl stellte Film über Markt Mitterfels vor

alt-mitterfels mit burganlageedle_ritterAuch wenn er, wie er be­fürchtet, von Einheimischen noch nicht als echter Mitterfelser aner­kannt wird, obwohl er mit seiner Familie seit 40 Jahre hier wohnt, liebt Dr. Günter Spießl seinen Hei­matort und hat zur 800-Jahrfeier der Marktgemeinde im August 1995 einen ersten Film über den historischen Festzug gedreht.

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Mitterfels vor 60 Jahren (1951 - 1953) - In alten Gemeindeboten geblättert

 

woergetter2_wMitterfels vor 60 Jahren (1953): Ortsstraßenbau und andere Themen

Wie ein roter Faden zieht sich der Ausbau der Ortsstraße (heute Burgstraße, Lindenstraße) durch fast alle Ausgaben des Mitterfelser Gemeindeboten 1953. ... Die engste Stelle der alten Dorfstraße befand sich zwischen dem Wörgetterhaus und dem massiv gebauten Zaun des ehe­maligen Rentamtes (Haus Dr. Müller). Um diese Eng­stelle zu beseitigen, wird es bald klar, dass ein Abbruch dieses Hauses erforderlich ist. ..

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Mitterfelser Kalenderblatt - 13. August: die letzte Hinrichtung in Mitterfels im Jahr 1847

schi06 hahn geschichteGeschichte der Mordtat, wegen welcher Dominikus Hahn von Konzell zum Tode verurteilt, und am 13. August 1847 in Mitterfels hingerichtet wurde.

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Geheimnisvoller Münzfund

muenzfund_4aMitterfels. Einen Exkurs in die Geschichte von Mitterfels machten kürzlich Schüler mit Lehrer Otto Wintermeier: Auf Einladung von Sigurd Gall im Ortsteil Uttendorf wurden die Münzfunde besichtigt, die sein Vater, Josef Gall, als Gymnasiast auf dem heimatlichen Anwesen gefunden hatte. ....

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Das Gelöbnis weiter tragen

geloebnisprozessionMit Andacht und Prozession erfüllen Gläubige Gelübde (Bericht SR Tagblatt - erö)

Als am Ende des 2. Weltkrieges im April 1945 die Amerikaner auch kurz vor Mitter­fels standen, wandte sich Bürger­meister Schmatz, begleitet von Schlossermeister Stapf, an die Sie­ger und verbürgte sich mit seinem Leben für eine kampflose Übergabe des Ortes.

Weiter bei <mitterfels-online>.

Mehr über den geschichtlichen Hintergrund können Sie im nachfolgenden Beitrag lesen.

Der historische Film über Mitterfels - jetzt auf DVD

alt-mitterfels800 Jahre Mitterfels

Im  Rahmen der 800-Jahr-Feier der Marktgemeinde Mitterfels entstand 1995/96 unter aktiver Mitwirkung von Rektor i. R. Franz Wartner ein historischer Film über die Geschichte von Mitterfels seit der Gründung der Burg vor rund 800 Jahren bis zur Neuzeit. ...  

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Rückblick 800-Jahr-Feier Mitterfels

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Mit Fotos in mehreren Alben erinnern wir an die "Historischen Tage" vom 4. - 6. August 1995.

Fotos im Besitz der Marktgemeinde Mitterfels - Fotograf: L. Eiglsperger und andere

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