Kulturforum Oberalteich. „Typisch Landleben?“

2026 02 20 Typisch Landleben c 

Jakob Stettmer mit seinem dreirädrigen Benz bei Schwarzach, um 1910, Foto von Franz Stettmer, Schwarzach - Foto: Leihgabe Rudi und Barbara Stettmer

Vortrag von Museumsleiterin Barbara Michal am Donnerstag, 5. März, 19 Uhr

Einblicke in die Welt der Menschen im Landkreis früher

Kreismuseumsleiterin Barbara Michal gibt anhand von Fotos von 1900 bis in die 60er Jahre Einblicke in die Welt der Menschen im Landkreis.

Das erste Auto oder das letzte Pferd, modische Kleidung oder goldglänzende Trachten, der pflügende Bauer oder ein Ausflug mit einem modernen Kofferradio – was vom Landleben wird im Foto festgehalten und was nicht?

Am Beispiel mehrerer Fotografen, die seit 1900 Menschen in der Region Straubing-Bogen aufgenommen haben, geht Museumsleiterin Barbara Michal am Donnerstag, 5. März, 19 Uhr, im Kulturforum dieser Frage nach: Es geht um die Sprache der Bilder und um deren jeweiligen Entstehungs- und Gebrauchszusammenhang. Dazu eingeladen hat sie der Förderverein für Kultur und Forschung Bogen-Oberalteich. Den Abend begleiten die AH-Sänger aus Bogen unter der Leitung von Herbert Schedlbauer mit Liedern, die im Landkreis komponiert worden sind.

Gewerbliche Fotografen aus der Zeit um 1900, Franz Stettmer aus Schwarzach oder Ferdinand Pöschl aus Haimelkofen, fotografierten mit bürgerlichem Blick Menschen im Atelier oder Freiluft. „Modern“ dargestellt zu werden, war wichtig. Im Gegensatz dazu nahmen Fotografen seit den 1930er/40er-Jahren im Rahmen der neuen „Heimatfotografie“ häufig Traditionelles wahr: Trachtenumzüge, Bräuche, Menschen als „urige Typen“ bilden die Perspektive der immer wichtiger werdenden Fotodokumentationen. Erika Groth-Schmachtenberger aus München, Hanns Rohrmayr aus Straubing und auch Fany Bauer aus Bogen sind Vertreter dieser Richtung.

Als Beispiele für Amateurfotografie in den 1950er/60er-Jahren werden die Szenen des ländlichen Alltags von Edmund Faltl aus Stallwang den künstlerischen Momentaufnahmen des Straubinger Fotografen Bruno Moser gegenübergestellt. Der Vortrag zeigt die Vielfalt der Blickwinkel, die vorhandene Klischees des Landlebens thematisieren und die ein spannendes Stück regionaler Fotogeschichte sind. Der Eintritt hierzu ist frei.  

Pressemitteilung Förderverein/has vom 20. Februar 2026

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