Das "Mitterfelser Magazin 21/2015" ist ausgeliefert - Vorschau

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Die 21. Ausgabe des Mitterfelser Magazins, eine Publikation des AK Heimatgeschichte Mitterfels, befindet sich im Druck.

Wie seit dem 2. Band Tradition wird es beim kath. Pfarrfest in Mitterfels (5. Juli 2015) zum ersten Mal erhältlich sein und danach im Schreibwarengeschäft Stolz und in den Mitterfelser und Falkenfelser Banken und Sparkassen zum Verkauf angeboten. Das neue MM präsentiert 45 Beiträge von 26 Autoren mit 453 meist farbigen Fotografien und Abbildungen auf 176 Seiten.

Wir möchten Sie neugierig machen und lassen Sie deswegen schon ein wenig in das neue MM hineinschauen, ohne zu viel zu verraten. Die Vorschau wird in unregelmäßigen Abständen ergänzt.


 

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Aus aktuellem Anlass platzieren wir dieses Thema auf die ersten Seiten des neuen Mitterfelser Magazins. Vor 70 Jahren endete offiziell der Zweite Weltkrieg mit der Unterzeichnung einer Kapitulationsurkunde. Vor 70 Jahren trieben SS-Schergen Häftlinge aus Flossenbürg auf dem so genannten „Todesmarsch“ durch unsere Dörfer, kurz bevor die US-Army einrückte.

 

Alois Bernkopf: „Von der Republik zur Diktatur“

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Der Autor beschäftigt sich in diesem MM-Beitrag mit dem Vorfeld des Zweiten Weltkriegs, der größten, politisch verursachten Katastrophe Deutschlands seit dem Dreißigjährigen Krieg. Die Weichen für diese Katastrophe wurden nicht erst mit Beginn des Zweiten Weltkriegs 1939 gestellt, sondern bereits am 23. März 1933 mit der Zustimmung der Mehrheit des Reichstages zum sog. „Ermächtigungsgesetz“. Bernkopf beleuchtet die sich wandelnde politische Situation am Ende der Weimarer Republik, die sich in den Ergebnissen der fünf (!) Reichstagswahlen von 1928 bis 1933 widerspiegelt. Dabei vergleicht er die Ergebnisse der Reichstagswahlen im gesamten Reichsgebiet mit bayerischen und lokalen Besonderheiten.

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Erstaunliche 47 % fuhr der Mitterfelser Bauernbündler Johann Wartner bei der Reichstagswahl 1930 in Mitterfels ein, im Bezirk Bogen immerhin noch fast 34 %, während die NSDAP mit 3,4 bzw. 4,2 % eine marginale Rolle spielte.

 

Sigurd Gall: „Kriegsende vor 70 Jahren“

Dass wir uns in unserer Publikation nicht auf die Aufarbeitung globaler Geschichtszusammenhänge einlassen, versteht sich von selbst. Damit haben sich Historiker in großer Zahl beschäftigt. Unsere Mitarbeiter am MM schildern die familiäre Betroffenheit.

So Sigurd Gall in seinem Beitrag „Kriegsende vor 70 Jahren“, in dem er von Erlebnissen berichtet, die sich ihm, dem damals Zehnjährigen, tief eingeprägt haben.Sein Bericht ist aufgehängt am zufällig gleichzeitigen Fronturlaub seines Vaters und dessen drei Brüdern - und an deren Gesprächen, die sich um die verschiedenen Frontabschnitte drehten.

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Wir erfahren von Fronteinsätzen, Verwundungen, von Nachrichten via „Geheimsprache“, aber auch von den persönlichen Erlebnissen des Autors in den letzten Kriegstagen und in der anschließenden Besatzungszeit, z. B. beim verbotenen Transport von Lebensmitteln mit dem Rad vom Opa in Uttendorf nach Straubing – mit der Erschwernis zweier gesprengter Brücken, der Bogener Eisenbahnbrücke und der Brücke in Straubing.

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Henner Wehn: „Vergangenheit hört nicht auf, sie überprüft uns in der Gegenwart“

Auch Henner Wehns Beitrag zum MM 21 stammt aus familiärer und persönlicher Betroffenheit. Seit 2004 hält er die Ansprachen zum Volkstrauertag in Mitterfels, der vorliegende Beitrag ist die umgearbeitete Ansprache von 2014. Henner Wehn war zur Zeit seiner Pensionierung Kommandeur der einzigen deutschen Pionierbrigade 100 in Minden, in seiner aktiven Zeit war er u. a. sechs Monate stellvertretender Brigadekommandeur der multinationalen Brigade Süd in PRIZREN/KOSOVO. Sein Zugang zum Leid der Kriegsjahre des Ersten und Zweiten Weltkrieges, um die es in seinem Beitrag geht, sind die Tagebücher seines Großvaters und seines Vaters. Vor fast 100 Jahren überlebte sein Großvater, 20-jährig, nur flüchtig an den Waffen ausgebildet, die zum Mythos gewordene Schlacht bei LANGEMARCK in Flandern schwer verwundet. Vor 73 Jahren wurde Henner Wehns Vater in der eiskalten Winterschlacht 1941-1942 auf den WALDAI-Höhen in Russland durch einen Artillerietreffer schwer verwundet. Nach langer Leidenszeit in einem Lazarett musste ihm ein Bein amputiert werden.

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Aber es waren nicht nur Soldaten, die Leib und Leben in dieser Zeit verloren. Henner Wehns Mutter musste wenige Monate nach seiner Geburt zu Fuß, im tiefen Winter bei - 20°, aus der von den Russen belagerten Stadt BRESLAU fliehen. Diese Flucht wurde in den Geschichtsbüchern als „Der Todesmarsch der Breslauer Mütter“ beschrieben.

Der Autor blickt aber nicht nur zurück in die leidvolle Geschichte. „Und heute? Die Vergangenheit hört nicht auf, sie überprüft uns in der Gegenwart.“ So seine Frage, für die er nach Antworten sucht.

 

Franz Riepl: „… ersuche um Zusendung von Taback“

Bereits in Kriegen in der Antike wurden Nachrichten zwischen den zu Hause Verbleibenden und den kämpfenden Angehörigen befördert, doch im Ersten Weltkrieg erlangte die Kommunikation zwischen Front und Heimat eine neue Dimension. Schätzungsweise 16 Millionen Postsachen wurden in den Jahren 1914 bis 1918 täglich über die dafür eingerichteten Ämter bewegt. Franz Riepl nimmt eine Feldpostkarte aus der Sammlung Klaus Gruber mit einer eher kurios anmutenden Bestellung „… ersuche um Zusendung von Taback“ zum Anlass, das Schicksal des Absenders nachzuverfolgen. Er fand den Namen auf dem Gedenkstein für die Gefallenen auf dem Haibacher Friedhof.

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Kreisarchäologe Dr. Ludwig Husty: Der Bogenberg im Lichte aktueller Forschungen. Neue archäologische Erkenntnisse am Heiligen Berg Niederbayerns

Der Bogenberg zog schon seit Beginn des 19. Jahrhunderts das archäologische Interesse auf sich. Erste systematische Grabungen moderner Art wurden 1950 durchgeführt. Im Zuge des Baus einer Heizungszentrale und des Abrisses des alten und Bau eines neuen Pfarrheims wurde 2011/2012 eine bauvorgreifende Maßnahme notwändig. Zwei Grabungsflächen waren äußerst dicht mit archäologischen Objekten bestückt. Insgesamt konnten 250 archäologische Befunde untersucht werden. Über das chronologische Spektrum und die Art der Fundstücke soll hier dem interessierten Leser nichts vorweg verraten werden. Einen Hinweis, wie interessant diese Grabungen für den Kreisarchäologen und Autor dieses Beitrages und natürlich für alle geschichtlich Interessierten waren, geben wir mit je einer Bildcollage (Skizzen bzw. Fotos) der beiden Grabungsflächen.

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Ob die Grabungen Hinweise auf eine Burg der Grafen von Bogen oder auf das bisher nicht lokalisierbare Urkloster „Berg im Donaugau“ erbrachten, wird hier ebenfalls nicht verraten.

 

 

 

Elisabeth Vogl: Ein mittelalterlicher Münzschatz. Dickpfennige von 1190 bis 1270 - Zur Entdeckung des Münzfundes bei Ascha von 2013

 

Christian Döring und sein Vater hatten 2013 auf einem Grundstück in Ascha, wo sie bereits früher Tonscherben entdeckt hatten, einen zerbrochenen umgestülpten Keramiktopf mit insgesamt 2338 ineinander verklumpte Münzen gefunden. Sie wandten sich an Otto Karl, einem ehemaligen Mitarbeiter des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, der Kontakt zum Landesamt für Denkmalpflege herstellte. Elisabeth Vogl, selbst Archäologin, beschäftigt sich in ihrem Beitrag fachgerecht mit diesem Fund und mit dem Ergebnis der Bestimmung der Münzen durch Mitarbeiter der Staatlichen Münzsammlung in München.

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Elisabeth Vogl: „... nachhaltiger Gewinn für die niederbayerische Denkmallandschaft“. Zur Verleihung des Denkmalpreises des Bezirks Niederbayern an den Förderverein Freundeskreis Historische Hien-Sölde Mitterfels

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Nach langen Jahren der Verhandlung, Vorbereitung und anschließender Sanierung konnte die historische Hien-Sölde in Mitterfels – ab 2010 aufwändig und liebevoll saniert und restauriert - am 22. November 2013 wieder eingeweiht werden. Für den Besitzer dieses für Niederbayern und darüber hinaus einzigartigen Baudenkmals aus dem Jahr 1436, den Förderverein Freundeskreis Historische Hien-Sölde Mitterfels e. V., bedeutete es eine ganz besondere Anerkennung, als der Bezirk Niederbayern ihm am 9. Oktober 2014 den Denkmalpreis des Jahres 2014 verlieh. Elisabeth Vogl, die selbst für die Hien-Sölde enorm viel Arbeitskraft aufgebracht hat, fasst diesen „Feiertag der Verleihung“ in einem Bericht zusammen.

 


 

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Pretiosen in vier verschiedenen Sprachen (allerdings nur in den Überschriften), in Prosa und lyrischer Form, mit Witz und Humor, mit tiefgründiger, besser: tiefgründender Ironie und in echtem, nicht dem Schicki-Micki-Bairisch: Vier Stücke von (der kundige Leser weiß es schon) … Josef Fendl.

Der Inhalt des ersten Stückes Missing Link (Das fehlende Bruchstück) hat nun gar nichts mit wissenschaftlicher Archäologie zu tun, sondern damit, was herauskommt, wenn sich ein besessener, aber unbedarfter Laie ans Werk macht. Josef Fendls Stück ist auch keine wissenschaftliche Abhandlung sondern mit Humor gewürzte Literatur.

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Terra incognita ist da schon eher Realsatire:

Z Regnschburg hat er a Haus,

owa kenna tuat er fast jedn

Wasserhandler vo Marrakesch

alle Massai-Häuptling

in dö Steppn am oberen Nil,

und im brasilianischn Urwald

…………….

Spätestens hier fragen sich mit mir, dem Schreiber dieser Rezension, manche Leser: Meint Josef Fendl da mich? Will er mir meine „Weltläufigkeit“ vorwerfen? Wo will er hinaus? Die letzten Zeilen verraten es:

Owa im hintern Boarischn Wojd,

da lassts aus. Af m Groußn Arber

is er no nia gwen. Erst recht net

…………………

Da bin ich – Gott sei Dank – wieder mit mir im Reinen.

Über die beiden anderen uns zur Verfügung gestellten Pretiosen verraten wir erst dem etwas, der sich das neue MM zulegt.

 


 

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Wolfgang Hammer: Heiligung des Raums und Lebens. Wegkreuze in und um Mitterfels

Das Wegkreuz, das der Autor tagtäglich von seinem Haus aus sieht, hat es ihm angetan: das Wegkreuz an der Pröllerstraße, 1953 im Rahmen der Pfarrmission errichtet, am Poppweg, einem alten Kirchweg und dem Weg zum Bahnhof gelegen. Zur Zeit der Errichtung stand es inmitten freier Flur. Die Christusfigur wurde von Alois Betz aus Herrnberg geschnitzt.

Zwischenzeitlich war sie einfach einmal geweißelt worden. Eine Restaurierung war dringendst nötig geworden, auch um ihrem Wert gerecht zu werden. Wolfgang Hammer gewann Mithelfer dafür in der Straße, beim Waldverein, bei Firmen, bei der Gemeinde. Ein renommierter Bildhauer aus Oberammergau, Tobias Haseidl, konservierte die Figur. Die Segnung im Rahmen einer Maiandacht wurde zu einem Ortsteilfest.

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Wolfgang Hammer hat dies in Text und Bild festgehalten – bei den Fotos stand ihm Anton Frank zur Seite, aber sein Beitrag wurde eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit dem Sinn und der Bedeutung von Wegkreuzen, auch mit der Haltung des Vorbeigehenden gegenüber dem heiligen Symbol. Er geht darüber hinaus an Beispielen in Mitterfels den unterschiedlichen künstlerischen Gestaltungsformen der Handhaltung Christi am Kreuz nach und liefert eine Systematisierung der in Mitterfels anzutreffenden Wegkreuzen.

Quasi als Betonung der Heiligung der Natur durch Wegkreuze ist ein kleiner Beitrag angehängt: Überlegungen zu einem Roman Waldschmidts, Die Fischerrosl von St. Heinrich, in dem sich die Heilsgeschichte um die Figur der Fischerrosl drapiert.

 

 

Edda Fendl/Alois Bernkopf: Drei Friedhofskreuze wachen über den Toten von Mitterfels

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In jedem Abschnitt des Mitterfelser Friedhofs erhebt sich ein Friedhofskreuz über den Gräbern: Das Pfarrer-Thanner-Kreuz im alten Friedhofsteil, das Missionskreuz im mittleren, das Dinterkreuz im hinteren. Edda Fendl geht der Geschichte der ersten beiden Kreuze nach, v. a. auch der Vita des Pfarrers Thanner, Alois Bernkopf beschäftigt sich mit dem Dinterkreuz, das in dem Teil steht, in dem v. a. später Zugezogene beerdigt sind, so auch die Familie Dinter. Das aus Blech geschnittene Dinterkreuz stand ursprünglich auf einem Hofgelände, eines von dreien dieser Art in Mitterfels, mit der sich der Autor abschließend in seinem Beitrag befasst.

 

 

Theo Breu: Ein Dorf im Wegkreuzfieber

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Wegkreuze, Marterl und Bildstöcke begegnen uns noch recht häufig in unserer niederbayerischen Heimat. Diese meist aus Gusseisen und Stein gefertigten Flurdenkmäler haben aufgrund ihres Materials die Zeiten überdauert, diesen Kleindenkmälern werden aber wegen ihres oft desolaten Aussehens und auch aufgrund unserer modernen Lebenseinstellung nicht mehr die gebührende Aufmerksamkeit geschenkt. Karl-Horst Klee, Neubürger in Falkenfels, konnte den Historischen Verein Falkenfels gewinnen, das Projekt Wegkreuzrestaurierung in die Agenda des Vereins aufzunehmen. Da die Restaurierung aller 27 aufgefundenen Wegkreuze auf einmal das Arbeitsteam überfordert hätte, konzentrierte man sich zunächst auf vier Kreuze. Man konnte aber Besitzer und Bevölkerung überzeugen. Und damit begann in Falkenfels ein „Wegkreuzfieber“, das Theo Breu bereits öfters auch journalistisch dokumentierte – und jetzt im neuen MM zusammenschauend in Text und Bild beleuchtet, eine Reihe von Fotos hat Willi Buck beigesteuert.

 


 

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Günter Spießl: Die Richtfunk- und Mobilfunkanlage beim Mitterfelser Friedhof

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Der Untertitel des MM gestern – heute – morgen ist uns Programm. So hat das angesprochene Thema ganz klar seinen berechtigten Platz im MM.

Weltweit mobile Kommunikation ist selbstverständlich und nahezu jeder Bürger würde Handy oder Smartphone arg vermissen … Alle Anzeichen von Suchtcharakter lassen sich da konstatieren. Alle Anzeichen von Schizophrenie aber auch, wenn wir gleichzeitig die Errichtung von Mobilfunkanlagen mit Bürgerbegehren zu verhindern suchen, weil uns Ängste um unsere Gesundheit umtreiben.

Der Richtfunkmast neben dem Friedhof in Mitterfels wurde permanent mit zusätzlichen Mobilfunkantennen verschiedener Netzanbieter ausgebaut, zur Übertragung einer ungeahnten Datenflut: eine von weit über 50.000 Basisstationen in Deutschland.

Der Autor hat sich mit der Technik und über die Intensität der Strahlung lange intensivst beschäftigt, Betreiber und Behörden konsultiert, sich in wissenschaftliche Veröffentlichungen vertieft. Herausgekommen ist eine umfassende Arbeit über die Geschichte dieser Technik (gestern), geprägt nicht von Emotionalität sondern von Seriosität in der Beurteilung (heute) und über das, was uns noch erwartet (morgen).

 


 

 

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Birgit Mühlbauer: Wer kennt sie noch, die kleinen Läden? – Leise richtet die Zeit

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In einer Zeit der Gigaliner, Mega-Märkte und der Welt der Einkaufscenter mit ihrem Karussell der Angebotsflut, der Preiskämpfe und des Wettbewerbs singt Birgit Mühlbauer das Hohelied der Tante-Emma-Laden respektive Edeka-Hagn, bei dem mit der klingelnden Ladentür die Alltagshektik abfällt und sich etwas Gemächlichkeit zwischen Postkartenständer, Lottokasse und vollbepackten Regalen einnistet. „Wos kochst heut ..., wia geht‘s dir ..., mei host scho g‘hört ..., ja do schau her!“

Birgit Mühlbauer schätzt das Marginale, die kleinen Kostbarkeiten in der Natur und im Dorf, die „kleinen“, unbedeutenden, aber doch so interessanten Leute. "Ein paar Zwetschgen in der Westentasche, den Haselnussstecken in den rauen Händen, das Faustdicke hinter den Ohren … ich kann sie noch heute über die holprigen Gredplatten zur Bank unterm altehrwürdigen Nussbaum am Herrnberg schlendern sehen, die Krieger Anni. 

 

Sigurd Gall: Moagn wird bacha

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Für den heutigen Menschen, der sich täglich seine frischen Semmeln und reschen Bretzen besorgt, kaum vorstellbar, dass früher bei den Bauern meist nur einmal im Monat Brot bacha woarn is. Ein besonderer Tag immer für den kleinen Sigurd Gall, der sich erinnert: an ‘s Ura setzen, an Doag (der geknetet werden und gehen musste), an Broadbreda, mit denen die Laibe eigschossn woarn san, a de Bohwied und dann auch noch an die Schoanbladl und an Zejtn, quasi „Abfallprodukte“ beim Broadbacha. (Fotos zeigen Frau Zimmermann, Edt, beim Backen.)

 

 

Liesl Wacker: Erinnerungen an die Kindheit

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Ein kleines Bauernhaus mit etwas Grund, eine Kuh und Kleinvieh, der Vater musste – als die Tochter 10 war, an die Front, die Mutter, in der Großstadt groß geworden, hatte keine Ahnung von der Landwirtschaft. Da kam auf das Betzdeandl viel Verantwortung zu.

Eine für die Familie schlimme Situation steht im Mittelpunkt der Erzählung: Die Ackerl sollten für die Saat vorbereitet werden. Man brauchte dringendst Hilfe. Weil die Mutter nicht tätig wurde, sah sich die Liesl in der Pflicht und suchte den Ortsbauernführer auf, mit der Bitte ein Gespann zu besorgen.

Nun verrate ich nicht mehr von den Erinnerungen einer damals Zehnjährigen und von einer Zeit, in der Überheblichkeit, aber auch Hilfsbereitschaft im Dorf noch mehr ins Gewicht fielen als heute.

 

 

Franz Riepl (Idee) und Alois Bernkopf: Wiedersehn mit Mitterfels – Heimattreffen der früheren Mitterfelser Pfingsten 1955

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Albert Dietl jun. wurde in der ungeheuer schwierigen Nachkriegszeit 1947 als jüngster Bürgermeister Bayerns zum Mitterfelser Gemeindeoberhaupt gewählt. Der ideenreiche und zielstrebige Albert Dietl jun. packte auch sofort die großen Mitterfelser Problemfelder an wie Wohnungsnot, Eingliederung der Flüchtlinge, Wasserversorgung, Straßenbau und -sanierung - um nur einige zu nennen. Dass in einer Gemeinde aber neben der Lösung wirtschaftlicher Probleme auch das Wachsen von Gemeinschaftssinn oder die Identifizierung mit dem Heimatort einen hohen Stellenwert haben muss, wurde zur Triebfeder gemeinschaftsstiftender Projekte. Noch bevor so moderne Begriffe wie „Corporate Identity/Communication“ für Betriebe oder soziale Systeme überhaupt Mode wurden, handelte Albert Dietl jun. danach. Dazu zählt auch ein Mitterfelser Projekt vor 60 Jahren, an Pfingsten 1955: Ein Treffen früherer Mitterfelser. Albert Dietl gab im Vorfeld eine 16-seitige Broschüre heraus, die er als Festgabe an die Teilnehmer verteilte. Mit ihr beschäftigt sich dieser Beitrag. Die Idee stammt von Franz Riepl.

Alois Bernkopf berichtet über die für die damalige logistische Meisterleistung, 500 Gäste unterzubringen und für 1000 Teilnehmer Tagungsstätten und Verpflegung etc. zu organisieren – und natürlich geht es auch um das Treffen selbst.

 

 

Norbert Kühnel: Im Zigeunerlager, beim Karneval von Venedig, im Spukschloss … in Mitterfels bei den TSV-Bällen

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Norbert Kühnel ist Ballexperte, nicht Fußball- sondern Faschingsballexperte: Nicht nur, weil er ein Ball-Archiv mit Abbildungen interessanter Plakate und Fotos besitzt, sondern auch, weil er als Frontmann des Dekorationsteams der Bälle von 1979 bis 1993 und wieder ab 2004 mit einer Mischung von High-tech und künstlerischem Ambiente für die besondere TSV-Ball-Atmosphäre sorgte. Diese Aufgabe hätte er wahrscheinlich nicht übernommen, wäre er nicht bei seinem ersten Ballbesuch bereits vom Pfeil Amors getroffen worden. So ist sein Beitrag über die TSV-Bälle auch ein Stück Autobiographie. Norbert Kühnel hängt seinen Bericht an den mit viel zeichnerischem Talent gestalteten Plakaten Franz Wartners auf, wir erfahren über die dem jeweiligen Motto entsprungene Saaldekoration, lesen von phantasievollen Einlagen … Faschingsballkultur, wie sie es heute nicht mehr gibt.

 

 

Rosemarie Vielreicher/Ulli Scharrer: „Mitterfelser Sommernachtstraum“ entführt Zuschauer Schritt für Schritt in eine kuriose Elfenwelt

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Shakespeares Sommernachtstraum an sich ist auf den großen Bühnen schon zur Genüge gespielt worden - z. Zt. läuft er beim Landestheater Niederbayern - und daher ist es umso schwieriger für ein Laientheater, diesen Traum neu zu beleben.

Doch genau das ist Regisseur Sepp Fischer und dem Burgtheaterverein in Mitterfels gelungen. Wie? Mit der Inszenierung als Stationentheater vor einer wahrlich traumhaften Naturkulisse beim Wenzlhof im Weingraben. Das Publikum verharrte die rund drei Stunden nicht starr vor einer Bühne, sondern wurde auf drei Stationen mitgenommen auf den Weg in die Elfenwelt. Rosemarie Vielreicher und Ulli Scharrer hatten die nicht leichte Aufgabe, dem Leser das Ineinandergleiten von Traum und Realität, vom Theater im Theater an den Stationen nachempfindbar zu machen – und das gelang dem Team mit dem nuancenreichen Text (R. Vielreicher) und den fantastischen Fotos (Ulli Scharrer) wahrlich hervorragend. Wir danken beiden, dass sie uns ihr Gemeinschaftswerk zur Verfügung stellten.


 

 

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Johann Schmuck: Der „unermüdbare“ Johann Nepomuk Straßmaier aus Hagnberg

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In der damals zur Gmde Gaishausen, heute zu Mitterfels gehörenden Einöde Hagnberg 1846 geboren, Besuch des Gymnasiums in Metten, in dem mit Latein, Griechisch, Französisch, Hebräisch Grundlagen seiner Sprachkenntnis gelegt wurden, danach im Priesterseminar der Diözese und schließlich Eintritt ins Noviziat der Jesuiten: Es ist von Johann Nepomuk Straßmaier SJ die Rede.

Dr. Johann Schmuck, selbst aus der Nachbargemeinde Straßmaiers stammend, hat für das MM eine Abhandlung über den „unermüdbaren“ Johann Nepomuk Straßmaier aus der kleinen Einöde geschrieben. Straßmaier, der aufgrund des gesetzlichen Verbots des Jesuitenordens über einige Zwischenstationen nach England kam. London und das Britische Museum, dessen assyriologische Abteilung sich immer mehr Ansehen in der Welt verschaffte, wurden seine zweite Heimat. Heute noch genießt Straßmaier – wie Johann Schmuck feststellen konnte – in der angelsächsischen Welt als Koryphäe der Assyriologie und Keilschriftforschung und als Sprachengenie allerhöchste Anerkennung, über 20, meist orientalische Sprachen, beherrschte er. Weiter möchte ich dem Autor nicht vorgreifen.

 

 

Edda Fendl: Anna Maria Franziska von Weichs an der Glonn – Schlossherrin und Wohltäterin in Falkenfels und Umgebung

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Adelige Schlossherren sind uns nicht unbedingt als Wohltäter in ihrem Herrschaftbereich untergekommen. Anna Maria Franziska von Weichs an der Glonn – Schlossherrin in Falkenfels – hat aber auch heute noch, mehr als 300 Jahre nach ihrem Tod, das Image einer Wohltäterin in Falkenfels/Ascha. In ihrem Testament 1699 verfügte sie mehrere fromme Stiftungen, u. a. die auch heute noch – symbolisch nachempfundene – Brotspende in Ascha.

Zitat aus Edda Fendls Aufsatz: In der Seelenoktav wurde für die Baron von Weichssche Familie in der Pfarrkirche zu Ascha ein Gottesdienst gehalten. Der Schlossherr von Falkenfels war verpflichtet, nach dem Amt Brot an die Armen austeilen zu lassen. Dazu wurden jährlich aus drei Schäffel Korn lauter sechspfündige Laib Brot gebacken. … Die acht Schlossehehalten mussten das Brot backen und nach Ascha fahren. Als Entgelt dafür durften sie sich je 1 Laib Brot nehmen.

Natürlich ist die Spende längst aufgelöst, aber Pfarrangehörige von Ascha haben die Brotspende in veränderter Form wieder aufleben lassen. Sie verkaufen an einem Sonntag im Herbst selbstgebackenes Brot an die Kirchgänger und führen den Erlös mildtätigen Zwecken zu. Soweit ein Detail aus der von Edda Fendl wieder einmal mit viel Akribie erforschten Vita einer Falkenfelser Schlossherrin.

 

 

Konrad Tyrakowski: Geographische Kenntnis und Logistik: Notwendiges Wissen zum Schleusen. Zwei neue Kartenskizzen mit Schleuserwegen des Bayern Joh. Kaspar von Thürriegel von 1766/67 für Auswanderer zwischen Mitteleuropa und Spanien

Johann Kaspar von Thürriegel aus Gossersdorf, in der Gerichtsschreiberei in Mitterfels tätig, dann Freikorpsführer, gefürchteter Chef der französischen Spionage, in Spanien zum Oberst avanciert, hatte dort beim spanischen König ein Anwerbeprojekt von Kolonisten angezettelt – dieser bayerische Abenteurer ist unseren Lesern kein Unbekannter. S. Michael Westerholz hat 2001 für das MM7 einen längeren Aufsatz geschrieben.

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Dr. Konrad Tyrakowski, Professor für Geographie an der Universität Eichstätt-Ingolstadt, beschäftigt sich seit 1982 mit den Gegebenheiten um Johann Kaspar von Thürriegel. Er ist Korrespondierendes Mitglied der Real Sociedad Geografica (RSG) von Madrid und besuchte mehrmals die Sierra Morena, das Gebiet in Andalusien, in dem die von Thürriegel angeworbenen Kolonisten siedelten. 2014 erfuhr der Autor von zwei bis dato noch nicht bekannten, wohl von Thürriegel selbst gezeichneten Kartenskizzen aus dem Archiv von Simancas mit Wegen, auf denen Thürriegel die Kolonisten heimlich in Richtung Sierra Morena schleusen wollte, auch offensichtlich eine Neuigkeit an seiner bisherigen Planung. Wir bedanken uns bei Prof. Tyrakowski, der uns seine Forschungsarbeit zur Verfügung stellte, bei der er nicht nur die Skizzen erläutert, sondern auch sehr interessante Details über die geheime Emigration beschreibt.

 

Herwig Hoinkes: Bilder aus dem Leben von Dr. Rainer Leitelt. Von 1946 bis 1955 letzter Mitterfelser Benefiziat

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Würde man die Mitterfelser fragen, ob sie sich unter einem Kuratbenefizium oder einem Benefiziaten etwa vorstellen könnten, würden wohl viele passen. Herwig Hoinkes griff dieses Thema auf, weil er eine Bildersammlung der Familie Leitelt übernehmen durfte und Dr. Rainer Leitelt, der Onkel seiner Frau, der letzte Mitterfelser Benefiziat war. Dr. Leitelt war in den zehn Jahren seines Wirkens am Ort eine bekannte Mitterfelser Persönlichkeit und als Mitglied eines Kreisausschusses durchaus auch über den Ort hinaus bekannt. Der Autor beschäftigt sich mit der Vita des Benefiziaten anhand interessanter Fotos, darüber hinaus aber auch mit dem Amt und den Aufgaben dieser Kircheneinrichtung, somit mit einem Mosaiksteinchen Mitterfelser Geschichte.

 


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Edda Fendl: Fundgrube Poesiealbum. Eintrag von Emerenz Meier

Edda Fendl hat anscheinend ein Gespür für kleine Kostbarkeiten entwickelt, die sie aus Zufällen herausfiltert. Ein hübsches Poesiealbum aus einem Nachlass ist ihr untergekommen. Wenn man es aufschlägt, eröffnet sich ein reicher Schatz an sinnigen Gedichten in gestochen scharfer deutscher Schrift, gepaart mit feinen Bleistiftzeichnungen.

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Doch der Blick bleibt hängen an einem Eintrag der Bayerwalddichterin Emerenz Meier für die Albumbesitzerein, geschrieben am 29. August 1895, zwei Jahre nach ihren ersten Veröffentlichungen. Wir haben damit die Ehre der Erstveröffentlichung eines Emerenz-Meier-Gedichts.

 

 

Elisabeth Vogl: Bilder erinnern an das alte Haselbach

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Immer wieder tauchen Bilder aus vergangenen Zeiten auf, die den Ort Haselbach zeigen, an bedeutende Ereignisse, die hier stattgefunden haben, erinnern oder Familiengeschichten erzählen. Elisabeth Vogl dokumentiert in einer neu begonnenen Reihe anhand von jeweils alten und aktuellen Fotos, was sich alles im Ort verändert hat. An einem Beispiel zeigen wir diese erstaunlichen Veränderungen, ob zum Schöneren muss der Leser selbst entscheiden:

Direkt vor der Kirche stand die sogenannte Mesnerhüttn, das spätere Kramerhaus des Josef Anker, das um 1841 auch ein „arm geengtes und wenig gelichtetes Schulzimmer“ beherbergte. Seit alten Zeiten besaß das angrenzende Gebäude eine „Reale Branntweinschänke“. Das aktuelle Foto zeigt den Blick auf den 1958 geschaffenen Neubau, in dem heute das Haselbacher Rathaus und Büroräume untergebracht sind.

 

 

Günter Spießl: War Mitterfels schon 1887 ein Heil-Badeort?

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Günter Spießl hat sich in früheren MM mit der Gefahr, die von Radon ausgeht, aber auch mit radioaktivem Heilwasser beschäftigt. In einer kleinen Notiz des Straubinger Tagblatts von 1887 fand er eine etwas verwirrende Meldung von einer neu entdeckten Mineralquelle, aus der kräftiges Stahlwasser floss. Ein kurzer Nachtrag zu seinen früheren Aufsätzen.

 

 

S. Michael Westerholz: Drechsler Nömeier

Im Bayerischen Wald war die Drechslerei ein uraltes Dorfhandwerk. So wars an der Zeit, dass es im MM thematisiert wurde. S. Michael Westerholz, der immer wieder - auf der Suche nach besonderen Menschen – auch das besondere Gespür für sie zeigt, hat mit Günther Nömeier aus Mitterfels einen Drechsler in den Mittelpunkt seiner Arbeit gestellt, der keines dieser in Souvenirläden häufig angebotenen 08-15-Massen-Werkstücke macht, er probiert immer wieder Neues aus.

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Und so lesen wir etwa von Kugeln aus Perückenstrauch-Maserwurzeln, von Naturrandkelchen aus Robinie oder von einem filigranen Schreibset aus gestockter Buche. S. Michael Westerholz lässt aber auch die Geschichte der Drechslerei einfließen, die er mit reichem Bildmaterial aus aus unterschiedlichen Archivquellen anschaulich anreichert. Dabei geht er v.a. auch auf die lokalen Entwicklungen wie die Zwangszünfte ein.

 

Herbert Becker: Das Wasser des Lebens aus dem großen Wald

Bayern, des samma mia – Bayern und das bayerische Bier singt Haindling und Herbert Becker hat es im letzten MM an den Anfang seines Beitrags über die Geschichte und Bedeutung des Biers in Bayern gestellt. Wer aber hätte gedacht, dass aus fast den gleichen Ingredienzien Wasser, Gerste – und dann noch Hefe - in Bayern, und gar nicht weit weg von uns: beim Liebl in Bad Kötzting, feinster Single Malt Whisky hergestellt wird, der den gälischen Namen Coillmór – Großer Wald – trägt und den Namen auch in die Werbung einfließen lässt: Das Wasser des Lebens aus dem Großen Wald – ausm Woid halt!

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Grund für den Autor, den Faden hinüber nach Irland und Schottland zu spinnen, zur Kunst des Destillierens und der Geschichte dieses edlen Getränks.

 

Gertrud Graf: Der Baierwein

Sie lesen im neuen MM von einem weiteren edlen Getränk, das zumindest bis zum Ausgang des Mittelalters sehr viel mehr bei uns getrunken wurde als Bier: Wein, wesentlicher Bestandteil des kulturellen, sozialen und kommunikativen Lebens. Orts- oder Flurnamen, die auf den Weinanbau zurückgehen, gibt es ja auch in unserer Gemeinde, aber keine Erinnerung an einen tatsächlichen Anbau.

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Das Donau-Weinanbaugebiet bei Kruckenberg und Bach vor den Toren von Regensburg aber eine lange Tradition, die Bezeichnung Baierwein ist erstmals 1271 erwähnt. Dies und vieles mehr zur Geschichte des Baierweins, von Rebsorten, aber auch von Problemen in dem kleinsten Weinanbaugebiet Deutschlands berichtet Gertrud Graf. Aber natürlich liefert sie auch eine Reihe von Rezepten mit Weiß- und Rotwein als kulinarische Abrundung.

 


 

 

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Sepp Obermeier: Giggal-Stiggal und Giggal-Maggal im Auswärts

Dialekt is koa Manko, sondern eine Bereicherung. Originalton Sepp Obermeier, der auf vielen Feldern Mundart sät und inzwischen auch schon reiche Ernte einfährt. Eine Methode, mit der er auch noch Überzeugungsarbeit betreibt, ist die Realsatire oder die Glosse, bei der meist die Kunstfigur Quirin den Originalton vom Sepp treffend und trefflich als geistige Waffe benutzt.

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„Ja Hermann, sog amoi, warum hosdn Du bloß oan Stegga?“

„Ja, des seijbe hammand me grod de fünf junga feschn Nordic-Walking-Weibaleid, de Stegga-Weiwa do hintn, aa gfragt. - ‚Mia feijhts hoid no ned soweit weij enk!‘ …“

Die Klärung der Titelbegriffe Giggal-Stiggal und Giggal-Maggal überlassen wir aber Quirin alias Sepp Obermeier selber in seinem Beitrag.

 

 

Sigurd Gall: Bairisch zwiefotzad und hinterfotzig

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Bairisch zwiefotzads gibt’s auch in diesem MM wieder von Sigurd Gall - und hinterfotzig testet er unsere Bairisch-Kenntnisse mit Begriffen wie dappige Moin oder hoaglig.

 

Sepp Obermeier: Stefan Dettl Träger der „Bairischen Sprachwurzel 2014“

Der Bund Bairische Sprache vergab seinen Sprachpreis zum zehnten Mal.

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Blitzlichtgewitter durch die Pressefotografen gabs bei der 10. Verleihung der Bairischen Sprachwurzel beim letztjährigen Gäubodenvolksfest u. a. auch deswegen, weil Stefan Dettl, der Preisträger, Chef der Kultband LaBrassBanda, nicht barfuß, sondern in Haferlschuhen und Wadlstrümpfen erschienen war. Sepp Obermeier machte bei der Preisverleihung als Vereinsvorsitzender und Erfinder der Bairischen Sprachwurzel deutlich, warum Stefan Dettl eine Bereicherung für das bisherige prominente „Sprachwurzelgeflecht“ darstellte. Sollten Sie die vorherigen Preisverleihungen nicht so verfolgt haben: Sepp Obermeier sieht in der symbolträchtigen Glasskulptur einen strategischen Preis. Von den Preisträgern erhofft er sich eine Vorbildfunktion und einen Multiplikationseffekt bei der Wiedergabe der Dialekte an den Nachwuchs.

 


 

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Claus-Bernhardt Weber: Es gibt immer noch Schwalben

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Es gibt zwar immer noch Schwalben, diese eleganten, pfeilschnellen Kunstflieger, aber die Ergebnisse der in jedem Frühjahr vom LBV durchgeführten Stunde der Gartenvögel unterstreichen den schleichenden Rückgang der Schwalbenbestände in der Agrarlandschaft. C.-B. Weber geht den Ursachen nach und hat einen Maßnahmenkatalog parat, er beschreibt die hier vorkommenden Arten und ihr Leben auf zwei Kontinenten.

 

 

Martin Graf: Das Wetter im Jahr 2014 – aufgezeichnet in Rogendorf, 424 m ü. NN

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Komprimiert, prägnant und einprägsam sind Martin Grafs Beobachtungen des letztjährigen Wetters formuliert, etwa: 16 Gewitter waren zu verzeichnen, das erste am 14. April, das letzte am 15. Oktober – keines hatte unwetterartigen Charakter. Eine Statistik der monatlichen Durchschnittstemperatur und der Niederschläge ergänzen die Rückschau – und als Zuckerl die prächtigen Wetteraussagen in Bildform.

 

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… in eigener Sache: Otto Wartner, Gründungsmitglied des AK Heimatgeschichte, unser heimatkundliches Gedächtnis noch im fortgeschrittenen Alter, langjähriger erster Vorsitzender nach der Selbständigwerdung des Waldvereins, Bürgermedaillenträger der Marktgemeinde Mitterfels, verstarb im Dezember, 95-jährig. Wir erinnern uns und an ihn.

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Weiter erinnern wir an unsere Publikationen und mit ein paar Fotos an Veranstaltungen des AK Heimatgeschichte im letzten Arbeitsjahr.

 

 

 

 

 

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