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Ascha. Hilfe für die, die es brauchen

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Archivbild von 2016 – Foto: I. Haberl

Tradition der Brotspende wird fortgeführt

Am Sonntag, 22. Februar, findet nach dem Gottesdienst um 9.30 Uhr wieder die traditionelle Brotspende statt.

100 Laibe von Josef Aumüller, einem Aschinger Sozialdemokraten, selbst gebackenes Brot, werden an die Kirchgänger vor der Kirchentür in Ascha verkauft. Der Reinerlös kommt Menschen zugute, die es dringend brauchen. So waren dies in den letzten Jahren wiederholt Straßenkinder in Nepal.

Historisch geht die „Brotspende von Ascha“ auf das Jahr 1699 zurück, als die Baronin Anna von Weichs vier Tage vor ihrem Tod testamentarisch die „Brotspende“ bestimmte. Im Laufe der Zeit lockerten sich die von ihr festgelegten Regelungen, sodass Quellen davon sprechen, dass 1812 nur noch Gewohnheiten übriggeblieben waren. Infolge der Mildtätigkeit der Familie von Weichs wurde in der Pfarrkirche zu Ascha in der Seelenoktav, also im November, ein Gottesdienst abgehalten, und der Schlossherr von Falkenfels war verpflichtet, nach dem Amt Sechspfünder aus drei Schäffel Korn an die Armen austeilen zu lassen.

Die Brotspende wurde 1804 aufgelöst und dafür ein an den Schrannenpreis in Straubing angepasster Gegenwert in den Lokalarmenfonds eingebracht, der allerdings wegen eines Schlossbrandes von 1807 bis 1810 eingestellt werden musste. Jedoch kamen 1810 der Pfarrer von Ascha und der Freiherr von Buchstetten überein, die Spendenaktion wieder aufleben zu lassen, und ließen in der Folge den Geldbetrag für Brotspenden zur Hälfte als Armenfonds den Hofmarken Falkenfels, Ascha, Rißmannsdorf, Loitzendorf und Rattiszell zukommen und zur Hälfte den Schulen der beiden Hofmarken Falkenfels und Ascha.

Ab 1829 übernahm der Staat im Zuge des Ankaufs sämtlicher Herrschaftsansprüche des Lorenz von Lang die Brotspende in Ascha. Erfreut zeigten sich die Organisatoren darüber, dass 2012 sogar der Bayerische Rundfunk über die „Aschinger Brotspende“ berichtete.

Pressemitteilung Veranstalter vom 19. Februar 2026

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