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Mitterfels: Vortrag von Walter Schubach …

2026 02 25 Vortrag Schubach BWV MITT

Walter Schubach während seiner Ausführungen - Foto: Doris Metzger

… über den „Wald im Wandel“ stieß auf großes Interesse

Auf Einladung des Bayerischen Wald-Vereins, Sektion Mitterfels, hat der Forstdirektor a. D. Walter Schubach …

… vor Kurzem zum Thema „Wald im Wandel“ referiert, hierzu hatte sich ein großer Besucherkreis in der evangelischen Kirche in Mitterfels eingefunden.

Dieses Interesse zeigt, dass Waldbesitzer derzeit durch den Klimawandel und dadurch bedingte Trockenheit, Borkenkäfer, Sturmschäden und Waldbrände wirtschaftlich vor bedeutsamen Herausforderungen stehen. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Ein globales Waldsterben wird es durch den Klimawandel nicht geben, lediglich die Baumarten werden andere sein. Uneinigkeit besteht dabei über den einzuschlagenden Weg zur Anpassung des Waldes. Forstdirektor Walter Schubach hat diese Problematik in seinem Buch „Wald im Wandel“ aufgegriffen und in seinem Vortrag die Kernaussagen dazu dargestellt und dabei auch unbequeme Wahrheiten angesprochen.

Klimawandel nicht leugnen

Der Klimawandel sei nicht zu leugnen, so Schubach bei seinen Ausführungen, Schlechtwetter- und Umweltextreme allein der letzten fünf Jahre (Flutkatastrophen, Waldbrände, Dürren und damit verbundene Austrocknungen, Anstieg der globalen Temperaturen) seien ein Indiz hierfür. Im Hinblick auf die derzeitigen weltweiten politischen Entwicklungen sei es auch unwahrscheinlich, dass die getroffenen Maßnahmen für die Erderwärmung das 1,5-Grad-Ziel einhalten könnten. Es sei ein Irrtum zu glauben, dass der Wald sich von selbst dieser Klimaveränderung anpassen würde, ein Eingreifen für eine dauerhafte Nutzung der Wälder sei unerlässlich.

Walter Schubach findet hierfür Antworten und zeigt einen Weg auf, wie Wälder klimagerecht gestaltet werden können: mit richtigen Baumarten, durchdachten Mischungsformen und klaren Verjüngungszielen. Von der Fichte, die bisher als besonders strapazierfähig galt, müsse man sich wohl bei höheren Wärmegraden mit der Zeit verabschieden, dafür seien zum Beispiel Buchen, Weißtannen, Vogelkirsche, Linden und Eiben Hoffnungsträger. Eine waldgerechte Jagd sei ebenso für einen gelingenden Umbau unerlässlich, durch einen Verbiss durch das Rotwild sei die Entstehung von Mischwald nicht möglich.

Wünschenswert wäre es, die verschiedenen Interessenlagen, vor allem im Hinblick auf Abschusszahlen, zwischen Waldbesitzern, Jagdpächtern und Jägern zusammenzuführen. Besser regeln könne man dies im Rahmen der sogenannten Eigenbewirtschaftung, bei der der Besitzer selbst entscheiden kann, wie viel Wild erlegt werden soll.

Mut machen, nachzudenken

Zahlreiche Fotografien von Wäldern und Bäumen sowie Tabellen belegten die informativen Ausführungen von Walter Schubach eindrucksvoll. Mit seinem Buch und seinen Vorträgen möchte er Mut machen, nachzudenken und Verantwortung zu übernehmen für einen naturnahen Waldumbau, es sei ihm ein zentrales Anliegen, unsere Wälder für unsere Kinder und Enkelkinder klimastabil zu gestalten, schloss Walter Schubach.

Pressemitteilung Waldverein/Doris Metzger vom 25. Februar 2026

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