Frühlingskonzert des Musikvereins

Fruehjahrskonzert MuVerein 2018

Untere Reihe links: Die geehrten Mitglieder des Musikvereins Jürgen Malterer, Heinrich Stenzel und Daniel Preiß (2., 3. und 4. von rechts) mit Josef Irber (rechts) und Anna Bielmeier vom Musikbund sowie dem Vorsitzenden Dominik Drechsler (links).

Untere Reihe rechts: Jugendmitglied Elijah überreichte Dirigent Jürgen Malterer ein Vereins-T-Shirt.

Mit­ter­fels: Jür­gen Mal­te­rer lei­tet seit 20 Jah­ren die Blas­ka­pel­le

Was gibt es Schöneres als das Frühlingskonzert der Musikvereins an einem warmen Sommerabend! Die Doppelturnhalle wurde zum Konzertsaal, der guten Akustik und Platzverhältnisse wegen, wie Vorsitzender Dominik Drechsler erklärte, und vorher und in der Pause traf man sich im Freien zu einem kühlen Trunk und Plauderei. Gleichsam im Plauderton, verlief das Konzert, die Musiker führten durch das Programm, das mit Dirigent Jürgen Malterer und viel Sorgfalt abwechslungsreich zusammengestellt worden war. Da gab es zuerst einen „klassischen“ Teil mit Blasmusik vom Allerfeinsten, mit Walzer und viel Goldener Böhmischer Polka, mit Marsch, und gleich zu Beginn einem feierlichen Hymnus zur Begrüßung. Viele Ehrengäste konnte Drechsler begrüßen, befreundete Blaskapellen aus der Umgebung, Anna Bielmeier und Josef Irber vom Musikbund Ober-/Niederbayern MON, Bereich Donau-Wald, und den Bläserfreund Henry von der schweizerischen Blaskapelle aus Hasliberg. Ein musikalisches Porträt mit Melodien aus der West Side Story war geboten und ein festliches „Hofkonzert“ mit Werken der Komponistenfamilie Strauß, das die Zuhörer in die Zeit der KuK-Monarchie versetzte. Schmissig und leicht schwebend die Flügel- und Tenorhörner bei der Polka „Goldene Trompeten“, und vor der Pause der Marsch „Kaiserin Sisi“, der „Abräumer des Jahres 2017 mit Bass-Solo, schwierigen Passagen und stürmisch im Tempo“, wie es in der Anmoderation hieß. Auch die jüngsten Musiker präsentierten sich gekonnt, denn der Musikverein mit seinen sieben Jugendlichen ist in der glücklichen Lage, keinen Nachwuchsmangel zu haben.

Bigband-Charakter hatte der zweite Teil des Abends mit bekannten und beliebten Stücken aus Film und Fernsehen. „Anzüglich“ wurde die Anmoderation für den Soundtrack zum „König der Löwen“: als Jürgen Malterer vor 20 Jahren von Otto Kolmsse den Taktstock übernahm, habe er nicht nur mit Musikalität und Kompetenz überzeugt, sondern auch wie ein Löwe mit strengem Blick dirigiert. Zu diesem Jubiläum wurde ihm zum Dank von Elijah ein T-Shirt überreicht, für seine Mutter als „Mama der Blasmusik“ gab es Rosen. Die Faszination von Musik sei nicht leicht zu erklären, betonte Josef Irber vom Musikbund. Musik sei ein Spontanerlebnis mit Reifeprozess, abwechslungsreich und lasse Freundschaften entstehen. Irber überreichte die Ehrennadel des MON an Daniel Preiß für 25 Jahre Mitgliedschaft und als Jugendvertreter im Musikverein und Notenwart. Die goldene Ehrennadel erhielt Jürgen Malterer für seine 20-jährige Dirigentenschaft beim Musikverein. Er habe hier eine neue Ära eingeleitet, sagte Irber. Heinrich Stenzel, aktiver Flügelhornist und langjähriger Vorsitzender des Musikvereins sowie stellvertretender Vorsitzender im MON, wurde zum Ehrenmitglied im MON ernannt. Nach einer anspruchsvollen Auswahl von Liedern des Altstars Udo Jürgens überraschte der „Opernländler“ (Franz Sprenzinger) mit einer ungewöhnlichen Mischung von klassischer Oper und Volksmusik. So hatte den „Gefangenenchor“ aus Verdis „Nabucco“ wohl noch niemand gehört. Ganz ungewöhnlich für eine Blaskapelle auch der African Rock mit „Pata Pata“, dem Freiheitslied von Miriam Makeba. Den „Schlachtruf“ stimmte Malterer an, das Publikum war aufgefordert, einzustimmen. Zum Schluss ein zünftiger Böhmischer Marsch und ein kurzer Rückblick von Malterer auf 20 erfüllte Jahre mit 19 Konzerten in Mitterfels. Die erste Kennenlernphase nach Otto Kolmsee sei schlimm gewesen. Aber dann habe er sich auf die Aufgabe gefreut, sagte Malterer und dankte seinem Orchester. Als Zugabe wurde der Deutschmeister-Regimentsmarsch gespielt, das Publikum sang den „Refrain“ mit, und als Abschiedsgeschenk gab es wie immer Otto Kolmsees Lieblingsstück, den Bayerischen Defiliermarsch.

Quelle: Elisabeth Röhn/BOG Zeitung vom 25. April 2018 (Übernahme mit Genehmigung der Lokalredaktion)

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