1000 Jahre Geschichte um Mitterfels (28)

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Um 1750: Einzige Darstellung des alten Pfarrsitzes Kreuzkirchen.  Aufschlussreich auch die Situation um Burg znd Dorf Mitterfels. Gemälde im Pfarrhof Oberalteich. Datierung zwischen 1734 (Bau von St. Georg) und 1791 (Bau der Steinbrücke zur Burg). Vergrößern durch Klick in Abbildung!

Vor gut 830 Jahren tauchte der Name Mitterfels das erste Mal in einer Urkunde auf; Gschwendt im Kinsachtal kann auf 900 Jahre zurückblicken; vor 960 Jahren übernahmen die Grafen von Bogen den östlichen Donaugau von den Babenbergern; Metten, im Jahre 766 gegründet, rodete zu Füßen der schützenden Bergkette zwischen Vogelsang und Hirschenstein . . . über 1000 Jahre interessante Geschichte, in die wir in halbmonatlich wechselnden Kapiteln eintauchen.

Zu den vorhergehenden Kapitelbeiträgen können Sie sich im Menue rechts in der Grafik „1000 Jahre Geschichte um Mitterfels“ durchklicken.

28 Kirchenbau zu Kreuzkirchen (1735)

Zum Verständnis der Gründe für eine Kirchenerweiterung 1735 brauchen wir eine Vorstellung der vorausgegangenen und früheren Verhältnisse.

Von der ersten, romanischen Kirche stand nichts mehr. Von ihr nochmals die wichtigsten Daten: erste Erwähnung 1186, Schenkung an das Kloster Oberaltaich 1194, als Pfarrkirche bezeichnet 1224.

1442 erfolgten Abbruch dieser ersten Kirche und der Neubau einer größeren. Unter Abt Johannes Asperger, genannt Pauernpeck, wurde „eine neue Mauer von Grund samt einem neuen Altar gegen Mittag aufgeführt, dann anno 1447 am Dienstag in octavia translationis SS Patris nostri Benedicti gemelte Kirch mit den Altären de novo consecrieret“. In fünf Jahren war sicherlich ein stattlicher Bau entstanden, mit hohem Satteldach und einem wuchtigen quadratischen Turm mit Satteldach und Treppengiebel nach gotischer Art.

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Bis in die Anfänge des Dreißigjährigen Kriegs hinein, bevor die Schweden und die Pest das Land heimsuchten, waren Kirche und Pfarrei Kreuzkirchen in guter Ordnung und auch gut fundiert. Immer wieder hatte es „Wohltäter“ gegeben, die im Matrikelbuch standen und derer an den Quatembertagen (nach dem 3. Adventssonntag, nach dem Fastensonntag, in der Pfingstwoche, nach Kreuzerhöhung 14. September) in der Kirche gedacht wurde. Von den 31 Namen nur einige: Adelheid von Runding, der Pfleger Georg Viktor Stöckl, der Gerichtsschreiber Georg Widmann, der Mitterfelser Hofwirt Georg Schmaz, der Mitterfelser Schmied Reitl.

Die Kirchenrenovierung von 1632 zeigt die erfreuliche Einnahme von 916 Gulden gegenüber nur 45 Gulden Jahresausgaben. Man hatte Geld ausgeliehen und bekam dafür 30 Gulden Zinsen, 65 Gulden kamen aus dem Opferstock, die Haupteinnahmen kamen aus Pfenniggilten, Schenkungen, Pachtgeldern für ausgegebene Grundstücke, wie die große Neundlingwiese. Zu den Ausgaben zählten die Beträge für Pfarrer und Mesner, für Kirchenwäsche und gesonderte Mesnergänge, für 17 Pfund Leinöl für das Ewige Licht, für Schreibgebühren und die Deputate für Pfleger und Gerichtsschreiber, das Baumöl für die Glocken und die Kleinausgaben für Weihrauch, Seife, Stecknadeln, Ausgaben auch für den Kranzbinder, die Fahnenträger, die Buchbinder und für 6 Pfund Kerzenwachs.

Für die Beheizung des Absteigstübls für den Pfarrer waren zwei Klafter Holz angesetzt, der Taglöhner bekam für die Zubereitung 30 Kreuzer. Auch an die Kirchenbesucher mit weiten Wegen war gedacht und für sie ein „Brotstandl“ errichtet, bei dem man etwas essen und trinken konnte.

Die Finanzlage erlaubte auch die nötigen Neuanschaffungen, wie Opferkännchen, Weihwedel, Speisbecher, ein neues Kruzifix, eine Konsole für ein Marienbild.

Dann kamen im November 1633 die Schweden nach Straubing und Oberalteich und suchten auch Kreuzkirchen heim. Alles Verwertbare nahmen sie mit, nur eine Zinnbüchse für das heilige Öl, eine messinge Kommunionschüssel, ein vergoldeter Silberkelch und ein Missale waren ihnen entgangen. Was sonst zurückblieb, war alt und zerrissen wie die fünf Messgewänder, die Hemden, der Chorrock und die Altartücher. So war die Lage noch 1640.

Ärmlich war das Bild auch unmittelbar nach dem Krieg (1650): Vorhanden waren 1 Albe, 1 Chorrock, 4 Messgewänder, ein Ciborium aus übergoldetem Kupfer, ein Weihkessel aus Zinn, ein kupferner Taufkessel (den 1635 der Talmüller Wolfgang Aumeier gespendet hatte) und 4 Messingleuchter, von denen 2 zerbrochen waren. Ebenso spärlich lief das Geld: Nur 53 Gulden betrugen die Jahreseinnahmen, während die Ausgaben bei sparsamstem Wirtschaften 29 Gulden betrugen: 10 für den Pfarrer, 8 für den Mesner, 1 Gulden 30 Kreuzer für die Fahnenträger, dann die Kosten für Messwein, Oblaten, Wäsche, Wachs und Öl. Gefeiert wurde immer noch das Patrozinium am Margarethentag (20. Juli) und zu Martini (11. November) und am Fest des hl. Rupert (27. März), und am Sonntag darauf ging ein Pestbittgang auf den Bogenberg. Immer wieder gab es auch Spenden: Vom Straßbauern Johann Straßmayer kamen 1643 3 Gulden für das Richten der Glocken und 1684 60 Gulden für einen Ewigen Jahrtag; der Pfleger Karl Wilhelm zum Acker gab 1669 eine silberne Chrisambüchse; Frauen gaben Stoffe, Tücher und Altarschmuck; aus dem Nachlass des 1675 verstorbenen berühmten Simon Höller gab es einen Kelch, 40 Gulden wert.

Eine gute Vorstellung über die Kirche und deren Ausstattung geben die Kirchenbeschreibung des Pfarrvikars P. Ambrosius Pyhler von 1662 und eine Skizze des Kircheninnern von 1664, die im Zusammenhang mit dem Streit um die Kirchenstühle (vgl. Kap. 24) dem Ordinariat in Regensburg vorgelegt wurde. Die Kirche hatte damals 3 Altäre, die schon barocke Zierformen zeigten. Den Hauptaltar zierten die Statuen der Kirchenpatrone St. Margarethe und St. Martin. Pyhler erwähnt, dass der Hauptaltar „eigentlich entweiht“ sei - dumtaxat est profanatum -, vielleicht noch von der Schwedenzeit her. Auf dem linken Seitenaltar waren die Statuen von Johannes dem Täufer und von St. Stephan, auf dem rechten die Figuren von Maria, St. Katharina und St. Barbara. (Diese beiden Altäre kamen nach der Säkularisation nach Viechtach.) Ein weiterer Altar in der Beinkapelle war von der Kriegszeit her noch immer zerstört.

In der Kirche waren 3 Reihen Bänke, ferner die Kirchenstühle für den Pfleger und seinen Oberschreiber. Der einzige Zugang befand sich hinten auf der Epistelseite.

Zu umfassenden Baumaßnahmen im nachfolgenden Jahrhundert zwangen zum einen der immer schlechter gewordene Bauzustand, zum andern auch, dass die Kirche einfach zu klein wurde. Anfang 1718 berichtete der Pflegkommissär Jakob Gabriel Ertl zum ersten Mal, dass die Pfarrkirche dringend repariert werden müsse; er nannte auch schon die Voranschläge. Von der Regierung in Straubing kam indes keine Antwort, und im März nächsten Jahres starb Ertl.

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Nun nahm sich Johann Thomas Überle der Kirche an. Am 17. März 1728 schrieb er in seinem Gesuch nach Straubing: Manche Viehställe sind sauberer als die Gotteshäuser. Es ist so klein, dass viele der Kirchgänger bei Schneetreiben, Wind und Regen draußen vor der Kirchentür bleiben müssen, so dass viele bei schlechtem Wetter überhaupt nicht kommen. Während des Gottesdienstes herrscht ein fürchterliches Gedränge. Die hinten Stehenden können sich nicht einmal am Opfergang beteiligen. Der Bretterboden über der Menschenmenge ist halb verfault und schwitzt so, dass oft große Tropfen auf die Männer und Frauen herabfallen, was Unruhe und Gelächter hervorruft und die Andacht stört. Diese Holzdecke kann überdies jederzeit herabstürzen und Menschen töten, mindestens aber die Statuen und die Kirchengeräte zerstören. Die Luft in dem Raum ist so dämpfig und dünstend“, dass die Holzbildwerke und die Paramente vermodern und verfaulen. Jetzt in der Frühlingszeit, da die Bauern Zeit haben, sollte man die alten Kirchenmauern niederreißen, dort, wo der Bau erweitert werden muss. Der von Straubing eingeholte Voranschlag belief sich auf nur 670 Gulden. Ein Wohltäter habe sich schon gemeldet, der bei Baubeginn sofort 100 Gulden zuschießen wolle. Bruchsteine und Holz brächten die Pfarrkinder unentgeltlich herbei, vom Herrn Prälaten in Oberalteich bekäme man alle Ziegelsteine, die Dachziegel und das Pflaster im Ziegelofen des Klosters gebrannt. Überle erinnerte daran, dass im Zechschrein der Kirche zur Zeit zwar nur 80 Gulden lägen, dass aber Kreuzkirchen an viele Orte Kapitalien ausgeliehen hätte, die man jetzt hereinholen könnte.

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Appiankarte von 1560 - Vergrößern durch Klick in Abbildung!

Schuldner waren die Kirchen in Kößnach (200 Gulden) und auf dem Gallner (100 Gulden), Kirchen in Straubing und Deggendorf, die nach der Meinung des Pflegkommissärs ohnehin sehr wohlhabend waren. Die Regierung von Straubing gab diesmal eine Antwort. Sie bat um neue Voranschläge, da die von 1718 sich nicht mehr vorfanden. Sie bezweifelte allerdings, ob sich die genannten Gotteshäuser auch zu ihrer Schuld bekennen würden, und forderte Überle auf, Abschriften der Schuldobligationen einzusenden.

Das bereitete dem Pflegkommissär natürlich Schwierigkeiten, da seine Registratur in völliger Unordnung war. Nur die Quittungen von Ascha und Loitzendorf lagen vor, die anderen fand man nicht mehr. Als die Schuldner angeschrieben wurden, bekannten sich das Kollegiatstift Straubing nicht zur Schuld, St. Mang, Mintraching, Schierling u. a. erklärten sich außerstande, etwas zu bezahlen; Deggendorf kam mit Ausflüchten. Die Zeiten waren eben schlecht, kurz nach dem kostspieligen Krieg.

In einem zweiten Gesuch vom 6. Juni 1729 wurde der Planriss für das Bauvorhaben eingesandt; am 2. Mai wurden die neuen Voranschläge, im Januar 1730 der endgültige Kostenplan eingereicht: Die neue Kirche sollte länger und höher werden, außerdem eine neue Decke bekommen. Der Hofmaurermeister Johann Soher von Straubing forderte 579 Gulden, der Straubinger Hofzimmerermeister Paulus Kienberger 163 Gulden, für den Hofschlosser Franz Pruckmayr wurden 50 Gulden und für die sieben Kirchenfenster von der Wittib des Glasers Friedrich Spaney in Straubing 47 Gulden angesetzt. Das waren im ganzen 835 Gulden, denen eine Barschaft von 128 Gulden gegenüberstand. Um die Lücke zu füllen, wurde ein Konkurrenzbeitrag der Kirchen Mariaposching, Konzell, des Gallnerkirchleins, von Rettenbach, Kößnach und Pilgramsberg vorgeschlagen. Es war damals üblich, dass Kirchen, die derzeit keine „Baufälle“ hatten, an arme Pfarreien, bei denen ein Neubau nötig wurde, ihre Zechschreine zur Verfügung stellen mussten. Als z. B. 1718 die Klosterkirche in Windberg sich neu ausstattete, mussten die Landgerichte Winzer, Zwiesel und Mitterfels Zwangslehen aufnehmen und die Gelder innerhalb von acht Tagen bei Vermeidung der Exekution“ einsenden. In der Zwischenzeit war die Kirche in Mitterfels gebaut worden, und Überle wandte sich wegen Kreuzkirchen erst wieder 1735 an die Regierung. Die hatte bis jetzt noch gezögert. Nun wollte der Prälat von Oberaltaich, Abt Dominikus Perger, den fehlenden Betrag aus eigener Tasche beisteuern. Das Landgericht sollte nur die Barschaft von Kreuzkirchen (197 Gulden) und die Außenstände der Kirche (132 Gulden) freigeben. Das geschah. Am 22. März 1735 wurden diese 329 Gulden bewilligt, und die Arbeit konnte unter der Leitung von Oberaltaich beginnen.

Wie es scheint, kamen aber die vom Landgericht zugesagten Gelder unpünktlich. Am 13.0ktober 1735 beschwerte sich deswegen der Prälat; es waren bis jetzt anstatt 329 Gulden nur 249 eingebracht worden. Er monierte die fehlenden 80 Gulden und verwies an einem Wochenende die Handwerksleute wegen ihrer Löhne an den Herrn Landrichter. Bei dem kamen sie aber schlecht an: Wenn heute kein Sonntag wäre, ließe ich euch alle für die Bezahlung in den Stock schlagen; lasst euch von dem bezahlen, der euch bestellt hat. Nun wollten aber die Arbeiter um diese „eiserne Münz“, wie sie sich ausdrückten, nicht mehr weiterarbeiten. Der Prälat wies die Mitterfelser Grobheiten energisch zurück und drohte, den Bau einzustellen. Er schrieb der Straubinger Regierung, der Pflegekommissär möge streng verwiesen werden, und er solle auch die 80 Gulden geben. Schon am 27. Oktober erhielt Überle einen Verweis und die Auflage, die 80 Gulden sofort zu liefern.

Die Kirche wurde dann schnell fertig. Sie hatte nun sieben Fenster, jedes 10 Schuh hoch und 3 breit, und 2 Kirchentüren. Das neue Gotteshaus war um 15 Schuh länger und um 6 Schuh höher als das alte und war nach der Rückseite zu erweitert worden; das alte Chorgewölbe mitsamt dem Chorbogen wurde aufgebrochen und erhöht, ein neuer Rohrboden und eine neue Decke eingezogen, auch das Kirchenpflaster ausgebessert und das Dach neu gedeckt. Der Kostenvoranschlag des Maurermeisters mit 579 Gulden wurde genau eingehalten; 324 Gulden ergaben sich als reine Arbeitslöhne; für die Pfarrkinder, die das Baumaterial gratis herangefahren hatten, waren an „Brotzeiten“ 20 Gulden eingesetzt.

Auch die Zimmerer konnten ihren Voranschlag von 163 Gulden einhalten. Sie hatten 20 große Stämme aus dem Kirchenholz verarbeitet, die von den Bauern umsonst angefahren wurden. Das Zimmerwerk maß 45 Werkschuh in der Länge und 30 in der Breite. Jeder von den 300 Tageslöhnen wurde zu 22 Kreuzer gerechnet, das übrige Geld war nötig für die Gerüstbretter, Latten, Schlagschindel, für das Eisen zum Dachstuhl, für Klammern, Silbergelöt, Leinöl usw. ... Ob die Kirche auch gleich diesmal ausgemalt wurde, wissen wir aus den Rechnungen nicht; es ist aber anzunehmen, da in Oberaltaich gerade in jenem ersten Drittel des Jahrhunderts wegen der bevorstehenden Säkularfeier des Klosters (1731) viel für die Kunst getan wurde. (Schon 1723 hatte Josef Anton März das große Theater für die Klosterkirche angefertigt, das an allen Fastensonntagen zu Passionsvorstellungen diente. Und von 1727 bis 1730 wurde von demselben Meister und seinem Bruder Andreas die Kirche selbst mit den herrlichen Fresken geschmückt.)

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Die Freude über das gelungene Bauwerk war groß. (Ausschnitt aus dem oben beschriebenen Gemälde.) - Vergrößern durch Klick in Abbildung!

Die Freude über das gelungene Bauwerk in Kreuzkirchen war groß. Der Prälat des Klosters schenkte sofort zwei neue Messgewänder, eines aus blauem Samt, das andere rot. 1737 schenkte ein Wohltäter zwei Offiziale und fünf Ministrantenröcke; die Frau des Mitterfelser Archigrammaticus Paur, Maria Barbara, fügte zwei Ellen roter feinster Seide hinzu; ihr Eheherr stiftete zwei Jahre darauf ein „Ciboriumröckel“ und eine dazu passende Bekrönung, die auf 6 Gulden und 20 Kreuzer zu stehen kam.

Auch die Pfarrvikare von Kreuzkirchen sorgten immer wieder für die Ausschmückung ihrer Kirche. P. Cajetan Fridl stellte 1751 eine neue Marienstatue auf; 1763 konnte P. Franz Hartmannsgruber aus Beiträgen von Gläubigen der Pfarreien Kreuzkirchen, Parkstetten, Steinach und Oberaltaich einen neuen Hochaltar aufstellen. In den Turm kam gleichzeitig eine neue Glocke. P. Andreas Gaibinger stellte 1774 die Statue des hl. Martin auf und ließ die Sebastianstatue renovieren; die Kosten für beide Werke trug P. Herrmann Scholliner, der berühmte Historiker. 1781 ließ P. Albert Gföll einen neuen Herz-Jesu-Altar errichten, auf den 1800 eine schöngeschnitzte Christusfigur gestellt wurde. P. Frobenius Schönberger hatte zwischen 1791 und 1796 die Kirchenpatronin auf dem Hochaltar erneuern lassen und vier Leuchter und einen Marienaltar angeschafft; schließlich erwarb P. Detrus Damian Krinner 1797 noch Ablässe für die Kreuzkirchner Herz-Jesu-Bruderschaft.

Die Kirche stand finanziell ganz gut da; die Kirchenrechnung von 1764 hatte an Einnahmen 1894 Gulden und nur 162 Gulden Ausgaben. Ein Glücksfall ist es, dass wir mit einem Ölgemälde zur Oberaltaicher Geschichte auch eine Abbildung der beiden Kirchen von Kreuzkirchen und St. Georg-Neu besitzen. Kreuzkirchen zeigt das neue, hohe und steile Dach; von den erwähnten 7 Fenstern sind 3 auf der Südseite, der Eingang ist (im Bild verdeckt) an der Kirchenrückseite. Ein zweigeschossiger Anbau auf der Nordseite mag unten die Sakristei, oben das Pfarrstübl beherbergen. Der kapellenartige Anbau an die Friedhofmauer könnte das „Seelhaus“ gewesen sein. An sonstigen Bauten gab es die Wohnung des Schullehrers und Mesners mit einem Schulraum und die Baulichkeiten des „Krizzenhofbauern“. Sehr schön kommt das hohe Kreuz auf dem nach Süd abfallenden Kirchenhügel zur Geltung, weil dorthin eine mit Hecken begrenzte Stiege führt.

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Kloster Oberaltaich um 1700, Stich von Wening - Vergrößern durch Klick in Abbildung!

Fassen wir zusammen, dass die Kirche erst 1735 baulich völlig instandgesetzt und erweitert wurde, und dass auch die Einrichtung in allem entsprach, wird man die 70 Jahre später erfolgte rigorose Beseitigung Kreuzkirchens kaum verstehen können (vgl. Kap. 35).

 

 

 

 

 

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