Hexenprozesse im Pfleggericht Mitterfels

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Prozess der Margaretha Würthin zu Mitterfels 1724

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Deckblatt zum Prozessakt der Margaretha Würthin von 1724 (Staatsarchiv Landshut, Pfleggericht Mitterfels, A163).  „Malefiz- Act. Von No. 1 bis 62 inclusive. Die allhier zu Mitterfels in puncto furti, infanticidii et commixtionis cum diabolo verhafft gewesste und den 15 ten Dezember 1724 mit dem Schwerdt von Leben zum Todt hingerichte und sovolgents zu Aschen verprendt wordene Margaretha Würthin von Pumbhofen betreffend. Dises soll ein Scheidter hauffen sein.“ (Abdruck mit Genehmigung des Staatsarchivs Landshut)

Die sogleich als mögliche Ersatzüberlieferung für die vernichteten Akten erkannten Mitterfelser Gerichtsrechnungen erwiesen sich in ihren Aussagen über die dortigen Hexenprozesse als überraschend ergiebig. Keine der ursprünglichen drei parallelen Rechnungsserien (die beim Pfleggericht und außerdem zur Rechnungsprüfung jeweils noch beim Rentmeister zu Straubing und bei der Münchner Hofkammer hinterlegt waren) ist heute noch vollständig vorhanden. Doch die Rechnungen beginnen mit dem Jahrgang 1584 und reichen (mit zwei größeren Lücken in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts) fast geschlossen herauf bis zum Ende der Hexenverfolgungen um die Mitte des 18. Jahrhunderts. Sie enthalten unter den Ausgaben jeweils eine Rubrik „Ausgaben auf Atzung“, unter der (zu fiskalischen Zwecken) die Kosten für die Verpflegung, aber auch allenfalls für die Folterung und Hinrichtung der in den Eisenfronfesten (Kriminalgefängnissen) Mitterfels und Bogen inhaftierten Delinquenten so genau aufgeführt werden, dass daraus wesentliche Aussagen über die Prozesse zu gewinnen sind.

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