Der historische Ortskern des Klosterdorfes Sossau

 

 Beispiel einer weltlichen Entwicklung nach Klosteraufhebung von 1803

titelblatt_sossau_wEdda Fendl, Gründungsmitglied des AK Heimatgeschichte Mitterfels e.V., hat in einer akribischen Forschungsarbeit den „historischen Ortskern des Klosterdorfes Sossau“ „rekonstruiert“. Zu ihrer im Mai 2010 erschienen Publikation schreibt sie im Vorwort:

„Wenn man in Sossau von der Hauptstraße Straubing - Kirchroth nach links abbiegt, führt der Weg an der Nepomukstatue vorbei und mündet in den Sossauer Platz. Er gibt den Blick frei auf Kirche, Wirtshaus und Wohngebäude ringsum, alles Bestandteile des alten Ortskerns von Sossau. Er hat sich seit den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts durch rege Bautätigkeit und Umstellung im Erwerbsleben stark verändert. Wir haben versucht, seinen ursprünglichen Bestand herauszuschälen und mit Leben zu erfüllen.

Die Bevölkerung Sossaus war nach der Klosteraufhebung von 1803 von Armut, Kinderreichtum und Fleiß gekennzeichnet. Das Leben vollzog sich mehr auf der Schatten- denn auf der Sonnenseite. Heiraten durfte nur, wer ausreichend Vermögen nachweisen konnte, damit seine Familie nicht der Gemeinde zur Last fiel; uneheliche Geburt wurde aber als Makel gebranntmarkt. Der Staat hatte noch kein soziales Netz ausgespannt und Arbeitsplätze waren bis zur Industrialisierung rar. Die Landwirtschaft war zunächst das einzige Fundament für den Lebensunterhalt. Die einzelnen Personen agierten mit allen Charakterzügen der menschlichen Natur, mit aufbauenden und zerstörerischen wie andernorts auch.“

Autorin: Edda Fendl mit Unterstützung von Heidrun Kuchler

Herausgeber: Arbeitskreis Heimatgeschichte Mitterfels e.V.

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