Der Abriel-Wirt von der "Friedenseiche"

Der Abriel-Wirt von der "Friedenseiche"

abriel2_wBerthold Abriel, 1885 - 1937, ist 1920 in der Mitterfelser „Friedenseiche” als Wirt aufgezogen. In der Wirtsstube hängt noch heute sein Bild, gemalt vom Nachbarn Hans Hausladen, der beruflich Kaufmann und Photograph war.  

Unser zweites Bild ist ein Geschenk, vorne mit einem 48-zeiligen „Klagelied” eines Wirts, auf der Rückseite eine Widmung, beginnend mit „Lieber Berthold Abriel - hantiger!” Dieser Zusatz trifft die Wirklichkeit: Er ist immer ein „Geradeheraus” gewesen, doch mehr rau in der Schale als im Kern.  

abriel1_wSo hat es auch jener verstanden, der, von einer Gerichtsverhandlung kommend, mit missmutigem Gesicht am Berthl vorbeigehen wollte ohne einzukehren. Darauf noch „grantiger” der Berthl: „Wennst scho nöt einagehst: Da!” und hat ihm ein Markstückl vor die Füße geworfen. „Damit kannst dir beim Kernbichl a Mass kaufa!”. Was der auch getan hat; ist aber dann für eine zweite Mass doch noch zum Berthl gegangen!

Woran denken die Alten aus jenen Zeiten? - An die Geselligkeit und an die vielen Theaterstückl im Abriel-Saal. Die Gesangsrollen übernahmen die Wirtstöchter Reserl und Lilly. Und als letztere selber Wirtin war, gab es kein Theater ohne ihr Dabeisein. Und das übertrug sich weiter auf ihre Söhne.

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Gasthof Abriel ("Friedenseiche") um 1923: Neuerungen unter Berthold Abriel: Eine zweite Tür für die Metzgerei, ein Holzschuppen und ein kleiner Stall für Gäuwagerl und Pferd. (Ansichtskarte aus der Sammlung von Elisabeth Aumer)

 

Autor: Franz Wartner - aus: Mitterfelser Magazin 2/1996

 

 

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