Unser "Bayerwald-Bockerl" erlebte seinen 100. Geburtstag nicht

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Endlich war es so weit

„Stück um Stück” - so Franz Wartner in der „Chronik Markt Mitterfels” - „fraß sich der „Eiserne Hund”, wie der Waldprophet „Mühlhiasl” ihn angekündigt hatte, herein in den Wald. Als er am 8. Dezember 1895 zum ersten Mal über die neue Donaubrücke fuhr und zur festlichen Eröffnung Bogen anlief, standen die Kinder Spalier, und Ehrengäste, Behörden, Bürgermeister waren erschienen.” 8)

bahn15Manch Mitterfelser mag dieses Ereignis neugierig miterlebt haben, mancher Amtsvorstand diensthalber. Die nächste Teilstrecke von Bogen nach Steinburg wurde am 16. Mai 1896 feierlich eingeweiht. Nun konnten die Mitterfelser den angesagten Eröffnungstermin der letzten Teilstrecke nach Konzell-Süd am 5. Dezember des gleichen Jahres gar nicht mehr erwarten. Am 24. August richteten sie eine Bitte um vorzeitige Teileröffnung der Strecke bis Mitterfels an die „Hohe, Koenigliche General-Direktion der kgl. bayr. Staats-Eisenbahnen”: „Die Teilstrecke der Eisenbahnlinie Straubing-Konzell von Steinburg bis zur Höllmühle bei Mitterfels ist seit bereits 14 Tagen fertig gestellt, indem tagtäglich bis dorthin der Materialzug verkehrt. Seit dieser Zeit wird an der Überbrückung mit der Eisenkonstruktion auf die fertigen Pfeiler über die Menach gearbeitet und ist aller Wahrscheinlichkeit und Berechnung Sachkundiger nach in 3 längstens 4 Wochen der Brückenbau vollendet. Da von der Menachbrücke an bis zum ca. 4 - 500 m entlegenen Stationsgebäude Mitterfels der Bahnkörper nunmehr auch fertiggestellt ist und die Schienenlage auf dieser kurzen Strecke kaum mehr als 1 Tag Zeit erfordert, so könnte in längstens 4 Wochen die Strecke Steinburg - Mitterfels eröffnet werden...” 9)  Dies wurde schnell abgelehnt. Der reguläre Bahnverkehr würde behindert.

Foto: Am 5. Dezember 1896 war es dann soweit. Das "Bayerwald-Bockerl" fuhr erstmals über die neue Perlbachtal-Brücke. Mit Pfeifen kündigte sich der Zug kurz vor dem Bahnhof Mitterfels an.

Am 5. Dezember 1896 war es dann soweit. Seltsam, dass im Straubinger Tagblatt keine Meldung über eine feierliche Eröffnung dieser letzten Teilstrecke zu finden ist. Vielleicht war die „General-Direktion” der ständigen Einweihungsfeiern müde. Lassen wir deswegen das Straubinger Tagblatt über die Einweihungsfeier in Steinburg berichten. 10) (Unter den Fotos der Haltestelle Haselbach)

 

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Haltestelle Haselbach

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Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass man - kaum war die Bahn bis Konzell eröffnet - den Weiterbau bis Miltach forderte, um eine direkte Anbindung von Cham und Kötzting nach Straubing herzustellen. Diese Strecke war am 1. Juni 1905 fertig.

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