Landarzt in schwierigen Zeiten

sommerfrische 1950

Ansichtskarte Mitterfels 1950, als Dr. Alois Riedl seine Praxis eröffnete (Foto: Eiglsperger - Sammlung: Christl Jakob)

 

Bei gelegentlichen gemütlichen Abenden in feucht-fröhlicher Runde gab ich mir Mühe, auch dieses oder jenes zur Unterhaltung beizutragen, wobei ich natürlich vielfach Begebenheiten, lustige, interessante, aber auch ernste aus meinem langen Praxisleben (1950 - 1990) als Arzt im Vorwald des Bayerischen Waldes zum Besten gab.

Dies führte schließlich dazu, dass man mich drängte, diese oft bemerkenswerten Dinge aufzuschreiben, um sie nicht der Vergessenheit anheimfallen zu lassen, und damit auch andere sie lesen und sich ein Bild von den Zuständen damals kurz nach dem „Zusammenbruch" machen könnten. Ernsthaft hatte ich das nie geplant, aber - wie es so schön heißt - steter Tropfen höhlt den Stein. Schließlich gab ich dem Drängen nach und fing an, mein Langzeitgedächtnis, mein Erinnerungsvermögen in Gang zu bringen.

In den schwierigen Zeitläuften meiner Jugend mit politischen Umwälzungen und Krieg wäre es vermessen gewesen zu glauben, dass der Weg in meinen späteren Beruf als Arzt geradlinig und problemlos verlaufen würde. Es gab da genug Unwägsamkeiten, Zufälle, viel Glück schon von Anfang an. Zum Beispiel, dass mein verehrter Heimatpfarrer, dem ich vier Jahre als Ministrant gedient hatte, es fertig brachte, mich zum Studium und schließlich zum Abitur zu bringen.

Es war auch seltsam genug, dass man mich bei Kriegsbeginn als Soldat in die Lüneburger Heide schickte, in die Heide, die mir fast schon so vertraut war wie der Bayerwald. Hermann Löns, der Dichter und Schriftsteller, der die Heide so liebevoll geschildert und besungen hatte, die Tierwelt dort, die blühende Heide, die Menschen, die Heidjer genannt wurden und so karg lebten wie die Waldler im Bayerwald, hatte mir die Heide nahegebracht. Seine Heidebücher kannte ich alle und damit seine Streifzüge als Heidejäger. Trotz des militärischen Dienstes hatte ich Gelegenheit genug, die Heide zu durchstreifen, Land und Leute kennen zu lernen, die Heide im Herbst blühen zu sehen und mit den Schäfern über ihre Heidschnuckenherden sprechen zu können.

Seltsamerweise waren die Heidjer nicht gesprächig, wenn ich etwas über Hermann Löns wisssen wollte. Er sei Jäger gewesen, aber auch ein von den Bauern gefürchteter Schürzenjäger, was schließlich dazu führte, dass er sich 1916, als ihm Vaterschaftsprozesse, familiäre Schwierigkeiten, wirtschaftliche Engpässe, Unzufriedenheit in seinem Beruf als Lehrer in Hannover über den Kopf wuchsen, freiwillig zum Fronteinsatz nach Frankreich meldete, wo er auch bald fiel.

Nachdem ich den Heideboden buchstäblich hunderte Male geküsst, denselben auf allen Vieren kilometerweise durchrobbt hatte, dirigierte man mich in die nördliche Heide zum militärischen Einsatz als Funker. Wieder war es wie ein Wunder, als ich als Abiturient zu einer Studentenkompanie zwecks Medizinstudium nach Hamburg abgestellt wurde. Die großen Verluste an Sanitätsoffizieren (Ärzten) in Russland waren der Grund für diese Maßnahmen. Studium, Fronteinsatz in Russland und Polen, furchtbare Bombennächte in Hamburg ... Bald nach Kriegsende konnte ich als fertiger Arzt Hamburg in Richtung Heimat, d. h. Bayerischer Wald, verlassen, ohne meine Familie, die nachkommen sollte, sobald ich in Straubing ein Nest für sie bereitet hätte.

Die Ausbildung in Hamburg und später in Straubing war so umfassend und gründlich gewesen, dass ich mir eine eigene Praxisführung zutraute. Jungärzte konnten damals nur auf dem Lande eine Praxis ausüben. Die älteren Kollegen konnten in den Städten praktizieren, sie sollten durch Konkurrenz von Seiten der jungen Ärzte nicht beunruhigt werden. Meine Frau und unser Sohn Stefan, bereits über ein Jahr alt, waren nachgekommen nach Straubing und hatten sich dort sehr wohl gefühlt; denn in Hamburg hatte es viel Trümmer, Schmutz und Staub gegeben. Es wurde uns Mitterfels im Vorwald als Arztsitz zugewiesen. Das war 1950, ein paar Jahre nach dem Krieg. Da gab es für meine Frau und mich viel vorzubereiten, viel zu bedenken und viel zu organisieren. Für meine Frau als Stadtkind war es schwer, sich an den Gedanken zu gewöhnen, nunmehr auf einem Dorf zu leben.
Der Anfang fügte sich allerdings sehr angenehm, ja glücklich. Wir bekamen eine große, schöne Wohnung mit Praxisräumen in einem geistlichen Haus, im Haus des Benefiziaten, damals war das Dr. Leitelt, aus den Sudeten vertrieben. Er nahm uns in das Haus auf, so dass wir hinfort Nachbarn waren.

Der Aufbruch aus Straubing nach Mitterfels erfolgte Ende Juni 1950 mit unserem neuerworbenen, gebrauchten VW-Käfer. Als dieser ausgerechnet auf der Mitte der Schlossbrücke, damals Behelfsbrücke, stehen blieb, sagten wir uns beide: „Das fängt ja gut an." Grund: Benzinmangel, schmaler Geldbeutel damals. Ein Schulkamerad aus der Dorfschule in Haibach war beim Umzug ein treuer Helfer bei allen Schwierigkeiten. Er schob auch den Wagen über die Brücke, ich lenkte, meine Frau genierte sich.

Der geistliche Herr segnete unseren Einzug in die neue Wohnung. Da sagten wir uns gegenseitig: „Das fängt ja wirklich gut an."

Der Glücklichste von uns war bestimmt unser Sprössling, jetzt bereits zwischen 4 und 5 Jahre alt; er explodierte förmlich in dieser großen Freiheit rings um ihn herum, zumal sich ganz schnell ein Freund aus der Nachbarschaft einstellte; sie blieben Freunde und hielten zusammen in allen Lebenslagen. Es war ein großer Vorteil für unsere junge Praxis, dass die ausgewiesenen Flüchtlinge, die in großer Zahl noch in Mitterfels und Umgebung waren, vielfach unsere Praxis aufsuchten, als Nachbarn sozusagen eines ebenfalls aus dem Sudetenland Ausgewiesenen.

Meine Frau verwand die Veränderung zu meinem Leidwesen nur schwer, stand oft am großen Fenster zur Dorfstraße hinaus, mit Tränen in den Augen, schon froh über den Anblick eines Pferde- oder Ochsengespanns, mit Mist oder Heu beladen. - Aber das wurde bald besser. Die Pflichten im Haushalt, in der Praxis - als meine einzige Hilfe, die Erziehung des Kindes, der Telefondienst Tag und Nacht lenkten sie genügend ab. Auch die Mutter und später der Vater tauchten aus Hamburg auf.

Es ist uns ein Herzensbedürfnis, an Dr. Leitelt, den Benefiziaten in Mitterfels, der uns ohne Umstände in das Haus aufnahm und den Aufenthalt von Anfang an so angenehm machte, zu erinnern. Er war geistreich, hoch gebildet, täglich konnten wir zum Ausgleich gute Gespräche führen, die uns wie ihm wohl taten. Er ist leider schon seit mehreren Jahren tot, nachdem er noch mehrere Jahre in Tübingen als Stadtpfarrer wirken konnte, wo wir ihn ein paarmal aufsuchten.

Die Umstände von damals und das Leben, fünf Jahre nur nach dem alles umwälzenden Krieg, vor allem im grenznahen Bayerischen Wald sind für die Menschen von heute fast nicht glaubhaft und nachvollziehbar. Es gab in dem Bereich, den ich als Arzt übersehen konnte, ein wahres Völkergemisch; denn alles drängte in den Raum Bayern. Wer wollte schon im Sowjetsektor oder in Österreich, wo auch die Russen das Sagen hatten, bleiben.
Viele sprachen Deutsch oder radebrechten es, viele konnten nur ihre Muttersprache. Aus Polen, aus Russland waren sie, aus verschiedenen Balkanländern, aus Ungarn, Rumänien. Es war sicher interessant für den Landarzt, aber man benötigte oft viel Geduld. Für diese oft schwergeprüften Menschen war es wichtig, angehört zu werden, sich beim Arzt gut aufgehoben zu fühlen, was uns auch öfters bestätigt wurde.

Es war im 1. oder 2. Jahr hier, da wurde ich nachts so um 1 Uhr nach Gaishausen gerufen zu einem Gehöft, das ich kannte. Meine Frau hatte mich resolut aus dem Schlaf gerüttelt, der Bauer B dort sei angeschossen worden. - Da war auch ein Lichtlein im Fenster, als ich hinkam. Ich fiel buchstäblich mit der Tür ins Haus, konnte jedoch vor einem niedersausenden blitzenden Beil nach rückwärts ausweichen, sehr knapp nur.
„Der Doktor ist's", rief ich noch. Der Landwirt schlotterte, ich vielleicht auch. Das Beil hing ihm wie ein Schwert zur Rechten hinunter. Die Erklärung: Bei ihm war eingebrochen worden, er hatte die Diebe gestört und sie verfolgt (ein Fehler!), sie hatten zurückgeschossen. Anscheinend waren sie dann in Panik geraten und hatten einen Arzt angerufen. Das war ich. Der Bauer lauerte mit dem Beil hinter der Tür im Falle einer Rückkehr der Diebe, stattdessen kam der Doktor.

Meine Frau meinte, so wie der alte Fritz, der Preußenkönig zu sagen pflegte, er brauche Offiziere mit Fortune (Glück): „Du hattest eigentlich immer Fortune. Mit Hilfe deines guten Dorfpfarrers konntest du als einziger nach Straubing zum Studium und zum Abitur kommen. Du hast deine geliebte Heide kennengelernt, bist in Polen und Russland nicht totgeschossen worden wie deine Brüder, konntest Medizin studieren und Arzt werden, hast mit mir und meinen Eltern zusammen drei Nächte das Bombeninferno in Hamburg in einem leichten Keller unseres Hauses unter vier darüber liegenden Stockwerken überlebt, konntest in Hamburg und Straubing eine vorzügliche medizinische Ausbildung absolvieren, eine Familie gründen mit inzwischen drei Personen. Jetzt hast du bereits eine ganz ordentliche Praxis, den nettesten Hausherrn und hast wieder, wie durch ein Wunder, überlebt."
Ich warf ein: „Weil ich in Russland und Polen gelernt hatte, nur mit Geistesgegenwart und Schnelligkeit meine Haut zu retten."

Dieser Vorfall in Gaishausen war ohne Zweifel eine gefährliche Begebenheit gewesen. Das folgende Ereignis auch in dieser Zeit war eine durchaus ernste Angelegenheit. Der Sohn einer schwerkranken, hochbetagten Frau, hinderte mich daran, seiner Mutter eine Spritze zu geben, indem er sie mir aus der Hand schlug, dass sie am Boden zerschellte, und meinte, es sei jetzt genug. Er warte mit Ungeduld auf Übergabe des Anwesens. Es war während meiner Laufbahn als Arzt die erste Erfahrung einer massiven Behinderung der ärztlichen Hilfe.

Dr. Leitelt, unser Hausherr, ein Gerechtigkeitsfanatiker, durchwegs auf Seiten der Schwachen, meinte, es müsse die Justiz eingeschaltet werden. Der Ortspfarrer, ein älterer, erfahrener Herr, riet mir, die Angelegenheit gütlich zu regeln. Die Bauern hielten zusammen, Polizei sei schlecht für den Anfang meiner ärztlichen Tätigkeit. Schließlich raufte man sich wieder zusammen!

Übrigens, besagter Ortspfarrer gab bei seinem letzten Gottesdienst in der Pfarrkirche bekannt, dass er auf Grund seines Alters die Pfarrstelle verlassen werde. Er sei als Kanonikus nach Altötting berufen worden, worauf sich eine Gruppe von älteren Frauen vor dem Pfarrhaus einfand. Sie weinten und protestierten, dass der alte Herr jetzt auch noch zu den Kanonen müsse.

In den ersten Jahren passierten allerlei seltsame Dinge in der Praxis, vor allem auch auf Praxisfahrten. Die Verkehrsmittel, aber auch das Geld waren rar, so dass der Arzt täglich unterwegs war. Mein Wagen, einer der wenigen, ein kaffeebrauner VW, war bald überall im Praxisbereich bekannt.

In Irschenbach am Gallnerfuß war es. Auf der Dorfstraße stand ein Mann und fuchtelte wild mit den Armen. Ich hielt. „Ja", sagte ich, „das ist ja der Hans!"(Einer aus der Schule Haibach, aus meiner Klasse.) Für ein Gespräch war er momentan nicht zu haben, er deutete nur mit dem Zeigefinger der rechten Hand aufgeregt auf einen der oberen Schneidezähne. Der wackelte, schmerzte arg und musste schnellstens raus. Ich wollte ihn später behandeln, da ein dringender Besuch anstand. Das gelang mir aber nicht. - Ich muss einflechten, dass man auf der Uni in Hamburg auch Zahnheilkunde belegen konnte, ich hatte auch alles dafür im Wagen parat für alle Fälle. - Es ging jetzt alles sehr schnell, der Hans musste den Kopf in den Wagen hereinstecken, ich drehte in Ermangelung einer Hilfskraft die Seitenschlitze hoch bis unter sein Kinn, er knurrte noch: „Sakra!", ich: „Mund auf!", die Zange hatte ich griffbereit, schon war's geschehen! Er nochmal: „Sakra!" Er war dankbar für die schnelle Bedienung. Ich glaube nicht, dass ähnliche Zahnbehandlungen häufig sind.

Es war bereits die Rede davon, dass man nicht selten Schwierigkeiten hatte, sich auf die oft sehr unterschiedlichen Charaktere und Temperamente dieser Menschen aus aller Herren Länder einzustellen. Zwei Fälle sind mir gut in der Erinnerung, in denen ich mich nicht durchsetzen konnte, alles jedoch ein gutes Ende nahm. Ein Mann, ein befehlsgewohnter, sehr resoluter aus Schlesien - ich kannte ihn schon gut, er hatte nach der Flucht von der sog. Siedlung wieder einen stattlichen Hof bekommen - wurde eines Tages von seinem Sohn in einem sehr kleinen Auto vor meine Praxis gefahren. Eine Sense war von oben auf seinen Kopf gefallen und hatte die Kopfhaut von der Stirn bis zum Hinterhaupt aufgeschlitzt. Immense Blutung! Ein Fall für die Klinik. Als er mir, trotz Protestes meiner Frau, so ungefähr den Befehl gab, da oben zuzunähen, blieb für lange Diskussionen keine Zeit mehr. Das Blut sprudelte weiter. Schließlich nach unendlicher Näherei Kopfverband und hinaus ins Freie in den Schatten! Dort kollabierte er, Wiederbelebung mit Erfolg, dann bald danach rein in das kleine Auto und nach Hause! Er war ein so harter Brocken, dass ich ihn, blass zwar, schon nach einigen Tagen wieder auf seinem Hof herumwerkeln sah.

Noch im gleichen Jahr im Winter: Unfall im Wald, Ort und Weg waren mir bekannt. Ein Windbruchbaum war von einer Böhmerwaldfamilie gefällt worden. Der gefrorene Wurzelstock war ins Loch zurückgefallen, ein Fuß des Sohnes war unter der zentnerschweren Erdplatte eingeklemmt worden. Bis ich hinkam, hatte man mit vereinten Kräften den Fuß herausgerissen, mit der Folge, dass das Sprunggelenk zur Hälfte aufgerissen war, man konnte die Gelenkknorpel gut sehen. „Krankenhaus!" war meine Entscheidung. Diese lehnte die Familie strikt ab. Das Zunähen könne ich auch, meinten sie. Meine Frau warnte mich wieder, die anderen blieben siegreich. Nach unendlicher Näharbeit, mit Gipsverband, strikter Ruhe, viel Penicillin ­ und mit einer harten Konstitution heilte der Fuß so gut, dass man später keinerlei Folgen bemerkte.

Die Wegeverhältnisse von damals waren ein Kapitel für sich und spotteten jeder Beschreibung. Wurde doch der Bayerische Wald in der Nazizeit als gerade gut genug für eine Schafweide deklariert. Es geschah weder im Krieg noch lange Zeit nach dem Krieg Wesentliches. Sogar die Hauptverbindung über Konzell - Mitterfels - Agendorf war lange Zeit noch Sandstraße. Die schneereichen Winter oder die Regen im Frühjahr und Herbst machten den Ärzten und Tierärzten arg zu schaffen. Oft genug versank man im Schlamm bzw. Schnee, man musste das Auto stehen lassen und oft große Wegstrecken zu Fuß zurücklegen. Das war kräftezehrend in dieser bergigen Gegend. Ein Glück war es, wenn sich in der Nähe ein Gehöft befand, wo man um Vorspann nachsuchen konnte. Passieste das nachts, und das war nicht selten, und weitab von einer Siedlung, dann war man „von Gott verlassen". Wohin sollte man sich wenden? Sollte man im Auto die restliche Nacht verbringen bis zum Morgen?

In Elisabethszell war stets Endstation, außer bei trockenem Sommerwetter. Sonst ging es eben zu Fuß weiter nach Riedelswald oder Hiening oder in Richtung Grün oder auch nach Ober- und Unternebling sowie Pillersberg und Vornwald.

Es war ein Winter mit reichlich Schnee und schon dunkel. Da kam ein Hilferuf aus Maibrunn, Richtung Grün. Nach einer Stunde Fußmarsch war ich dort. Das Gehöft und die Leute kannte ich. Die Frau, Mutter von bereits sechs oder sieben Kindern, war hochfieberhaft, zudem hochschwanger. Blinddarm! Eile, große Eile war geboten. Es lag einzig und allein an mir, zu organisieren. Meine Frage an den Bauern: „Ham's an Bauernschlitten?"„Ja!" „Und Ochsen?" „Ja!" „Und Strohbündel?" „Ja!" Der Mann war immer sehr ruhig und sehr folgsam. Nachdem der Schlitten bereit war, die Strohbündel befestigt, die ältere Tochter mit 12 Jahren angewiesen, auf die Jüngeren aufzupassen, wurde die Frau, ziemlich gewichtig, von uns beiden Männern auf den Schlitten verfrachtet, festgebunden, und ab gings mit den beiden Öchslein ins Dorf hinunter. Ich übernahm die Sorge um die kranke Frau, der Mann führte die Tiere und bremste rechtzeitig auf dem steilen Weg. Ich lief voraus, um einen Sanitätswagen anzufordern, nachdem das Gefährt auf etwas besserem Weg war. Bergab konnte ich laufen, bergauf musste ich keuchen. Es ging alles gut, der Sanitätswagen kam schnell ins Dorf. Die größte Sorge - und das war immer so - war, dass die kleinen Kinder ihre Mutter wiedersahen.

(... wird fortgesetzt.)

Quelle: Dr. Alois Riedl, in: Mitterfelser Magazin 5/1999 und 6/2000

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