Nationalpark Bayerischer Wald
Dr. Franz Leibl aus Parkstetten - neuer Leiter des Nationalparks Bayer. Wald
Dr. Franz Leibl (Parkstetten): Neuer Leiter des Nationalparks Bayer. Wald
Hier finden Sie 3 Verknüpfungen, 1 Terminhinweis und ein Interview zum Thema neuer Leiter des NP und zum NP Bayer. Wald:
>>> http://www.nationalpark-bayerischer-wald.de/
>>> Seit kurzem gibt es einen interessanten 3D-Film über den Nationalpark (als hochaufgelöste Regionskarte mit zahlreichen Informationen, Bildern und Videos zu diesem einzigartigen Stück Natur in Bayern). Dazu muss ein Software-Programm geladen werden. Bei folg. Seite werden Sie angeleitet, wie sie vorgehen müssen: [NP Bayrischer Wald in 3D]
>>> Interview in SR-Tagblatt (13.07.2011) von Monika Zieringer:
„Natur ist für mich Lebensphilosophie“
Dr. Franz Leibl, neuer Leiter des Nationalparks, über den Borkenkäfer und Diplomatie
Neuschönau. Seit zwei Monaten ist der neue Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl in Amt und Würden. Als Straubinger "mit Leib und Seele", wie er sich selbst bezeichnet, pendelt er zwischen dem Gäuboden und dem Nationalpark hin und her. Zuvor war er Leiter der höheren Naturschutzbehörde der Regierung von Niederbayern. Momentan befindet er sich noch in der "Findungsphase", sagt Leibl.
Leibl ist studierter Biologe und kennt den Nationalpark Bayerischer Wald bereits bestens seit seiner Promotion in den 80er-Jahren. Nach seinem Studium promovierte er dort zum Thema Biodiversität auf Windwurfflächen. "Der Aufgabenbereich ist sehr groß, auch die gesamte Verwaltungseinheit mit sehr vielen Mitarbeitern." Die rund 200 Mitarbeiter des Nationalparks, die sich auf verschiedene Dienststellen und Gebäude verteilen, nicht nur zu sehen, sondern wirklich kennenzulernen, wird wohl noch etwas Zeit in Anspruch nehmen.
Dass Leibl eines Tages Nationalparkchef sein würde, damit hat der 53-Jährige nicht gerechnet. Ein Wunsch sei es nicht gewesen. "Es hat sich ergeben und Nationalparkleiter zu sein, ist natürlich eine ganz besondere Aufgabe, die gibt es ja nur zweimal in Bayern", lacht er.
Dr. Franz Leibl bei seiner Antrittsrede (Foto: NP)
Borkenkäfer-Befall als ständiger Aufreger
Im ältesten Nationalpark Deutschlands gibt es keinen Stillstand. Alles lebt und ist ständig in Entwicklung. Was dort passiert, wird genau beobachtet, denn es ist meist eine Premiere in Deutschland für alle nachfolgenden Nationalparke. Der Umgang mit dem oft verpönten "Waldfeind Nummer 1", dem Borkenkäfer, ist so eine Entwicklung, die national verfolgt wird. Gerade als Dr. Leibl sein Amt Anfang Mai angetreten hat, sorgte der Borkenkäfer wieder einmal für Schlagzeilen.
Die Ankündigung des tschechischen Nationalparkleiters, im benachbarten Nationalpark Sumava wieder in die Borkenkäferbekämpfung einsteigen zu wollen, hat die Käferdiskussion auch hierzulande wieder heftig entfacht. "Es ist ein gesellschaftlicher Diskussionsprozess in Tschechien, der in meinen Augen auch noch nicht ausdiskutiert ist", so Leibl. So "dramatisch" wie die Situation in der Öffentlichkeit zugespitzt werde, stelle sie sich in der Realität nicht dar. "Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Sumava entwickelt sich so, wie wir es uns vorstellen und wie es gemeinsam in den Memoranden festgelegt ist. Beide Nationalparke haben ihre Naturzonen, in denen es gilt Natur Natur sein zu lassen, wo also keine Forstwirtschaft und kein Eingreifen des Menschen erfolgt", erklärt Leibl.
Niederbayerischer Naturschutz-Diplomat
Der massive Borkenkäferbefall und das dadurch ausgelöste Baumsterben sorgen seit Jahren für heftige Konflikte zwischen Nationalpark-Befürwortern und Gegnern. Um für Verständnis zu werben, braucht es auch diplomatisches Geschick, das der Niederbayer Leibl für diese Aufgabe mitbringt. "Akzeptanz entsteht durch Kommunikation und offenes transparentes Handeln der Nationalparkverwaltung", ist Leibl überzeugt.
Ziel: 75 Prozent der Fläche als Naturzone
Was die Entwicklung des Nationalparks anbelangt, ist der Weg der nächsten Jahre vorgegeben. "Er geht in Richtung Naturzonenausweisung bis zum Jahr 2027. Bis dahin wollen wir insgesamt 75 Prozent der Nationalpark-Fläche als Naturzone festgesetzt haben." Dass der gebürtige Straubinger als erster Niederbaver die Geschicke des Nationalparks leitet, sieht er nicht unbedingt als Vorteil. Sein gepflegtes Niederbayerisch macht es ihm allerdings doch ein wenig leichter, ins Gespräch zu kommen. "Die Leute merken schon, dass man den gleichen Humor hat und die Mentalität hier versteht", schmunzelt er.
"Das Kennenlernen des Nationalparks in der Fläche ist ein Problem im Moment", lacht er. "Ich komme aufgrund der Fülle der Termine viel zu selten raus." Wenn es klappt, erlebt Leibl gerne "wild-romantische Natur am Steig entlang der kleinen Ohe hoch zur Martinsklause oder auch der Hochlagensteig am Lusen. Das sind Orte, an denen man sehen kann, wie vital und schön Natur im Nationalpark sein kann." Schon in den 80er Jahren lernte Leibl den Park intensiv kennen und lieben. Vier Jahre lang arbeitete der Biologe fast jedes Wochenende an seiner Dissertation zum Thema Biodiversität auf Windwurfflächen. Natur ist für den 53-Jährigen "eine Lebensphilosophie und ein ethisch-moralischer Maßstab" zugleich. "Ohne Natur kann die Menschheit nicht leben und je mehr wir sie verstehen, desto mehr Respekt haben wir vor ihr und umso vernünftiger und bewusster gehen wir mit ihren Ressourcen um." Deswegen spielt auch das Thema Umweltbildung für ihn eine wichtige Rolle im Nationalpark. Nur was man kennt und liebt, auf das gibt man acht.
Potenzial im sanften Nationalpark-Tourismus
Entwicklungspotenzial sieht Leibl künftig auch im sanften Nationalpark-Tourismus. "Knapp eine Million Besucher muss der Nationalpark im Jahr verkraften." Das Wort '"verkraften" wählt Leibl ganz bewusst, denn "diese Massen an Besuchern muss man auf der Fläche auch unterbringen, ohne die Natur aus dem Gleichgewicht zu bringen." Es ist zum einen eine Entwicklung, die die Region stärkt, aber sie müsse auch in gelenkten Bahnen im Sinne der Umweltverträglichkeit laufen. Für die Zukunft wünscht sich Leibl, dass der Nationalpark „in ein ruhiges Fahrwasser kommt. Dass die Menschen hier noch mehr erkennen mögen, was der Nationalpark bedeutet. Und dass mancher noch mehr lernt, Natur zu verstehen. Von dem, was einen Schöpfungswald ausmacht, können wir nur lernen und darüber staunen."
Interview mit Dr. Franz Leibl im SR-Tagblatt vom 13. Juli 2011 (Monika Zieringer)
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