Mitterfels
Attraktive, zeitgemäße Werbespots für Gottes Botschaft?
Predigt vom 14. Juli 2013 in der Pfarreiengemeinschaft Mitterfels-Haselbach – Pater Dominik Daschner OPraem
„Extra-Blatt, Extra-Blatt" – mit diesem Ruf liefen vor Jahrzehnten die Zeitungsverkäufer durch die Straßen der großen Städte, wenn es spektakuläre Nachrichten unters Volk zu bringen galt. Heute gibt es bei wichtigen Neuigkeiten einen ARD-Brennpunkt oder ein ZDF-spezial im Fernsehen. Das sind unsere modernen Wege, Nachrichten unter die Leute zu bringen. [...]
Gottes Botschaft, seine gute Nachricht vom Reich Gottes muss unter die Leute – so könnte man vielleicht über unser heutiges Evangelium schreiben. Das ist das Anliegen Jesu, wenn er seine Jünger aussendet. Und er liefert auch gleich die Methode mit, wie Gottes Wort unter die Leute gebracht werden soll.
Werbefachleute halten den Kirchen immer wieder vor: ihre Inhalte, die sie verkünden, die seien zwar gut, aber die Kirche müsse endlich auf moderne Methoden der Vermittlung setzen, wenn sie mit ihrer Botschaft in unserer modernen Welt Gehör finden wolle: Werbespots, poppige interaktive Internet-Homepages, über Chatrooms und soziale Netzwerke.
Jesus geht einen anderen Weg, um die Botschaft vom Reich Gottes unter die Leute zu bringen. Er sendet Menschen aus. Es sind keine Experten, die er ausschickt; keine studierten Schriftgelehrten, sondern Bauern, Fischer und Zöllner. Eine besondere Ausbildung für ihre Aufgabe scheinen sie nicht bekommen zu haben. Nur eines ist für sie wichtig: die persönliche Verbindung mit Jesus. Im Evangelium heißt es darum, bevor Jesus seine Jünger aussendet: Er rief die Zwölf zu sich. Wer in seinem Namen geht, muss zuerst bei ihm sein, den engen Kontakt mit ihm haben.
Auch besondere Vorkehrungen werden nicht getroffen, um Gottes Wort unter die Leute zu bringen. Seine Boten sollen keine besondere Ausrüstung mitnehmen: keine Vorratstasche, keine zweite Garnitur Kleidung, kein Geld. Nicht auf solche äußere Absicherungen sollen sie sich verlassen. Nicht menschliche Vorsorge und Methode macht es, dass sich Gottes Wort durchsetzt. Seine Boten sollen einfach sich selbst mitbringen und Gottes Botschaft ausstreuen. Dass die Saat aufgeht und wächst, das können wir nicht machen; nicht mit noch so guten menschlichen Hilfsmitteln und technischen Möglichkeiten. Wir können nur ausstreuen. Aber dass die ausgestreute Saat des Wortes Gottes aufgehen und wachsen wird, da ist Jesus ganz zuversichtlich.
Und auch auf eine besondere Strategie verzichtet Jesus. Da wird kein Werbefeldzug geplant, da werden keine Bezirke für Außendienstmitarbeiter eingeteilt. Sondern: Wo immer man euch aufnimmt, da sollt ihr Gottes Botschaft unter die Leute bringen, so trägt ihnen Jesus auf. Eine einzige Ausnahme gibt es, worin so etwas wie eine Strategie erkennbar wird: Jesus sendet seine Boten ganz bewusst zu zweit aus.
Das hat sicher damit zu tun, dass damals im Orient erst das übereinstimmende Zeugnis von zwei Männern eine Zeugenaussage glaubhaft gemacht hat. Und das sollen seine Jünger ja tun: glaubwürdig Zeugnis ablegen für Gottes Wort. Ich denke mir aber, dass hinter dieser Anwei¬sung noch mehr steckt. Wenn seine Boten zu zweit unterwegs sind, dann kann man an ihrem Umgang miteinander ablesen, ob Jesu Boten selber tun, wovon sie reden. Sie sollen eben nicht nur schöne Reden halten, sondern selber vorleben, was sie verkünden. Vielleicht leidet daran häufig das Zeugnis der Kirche: dass man an ihren Boten – an ihrem Tun und Lassen -, dass man an uns nicht immer wirklich ablesen kann, was wir verkünden; dass Reden und Tun auseinanderklaffen.
Der wirksamste "Werbespot": Der gelebte Glaube der Christen
Der gelebte Glaube der Christen, das ist die wirksamste Methode, den Glauben zu verbreiten, wirksamer als alle Werbestrategien, die manche den Kirchen heute empfehlen möchten.
Jesus nimmt Menschen in Dienst und macht sie zu seinen Boten – damit Gottes Botschaft unter die Leute kommt. Er gibt ihnen Anteil an seiner eigenen Sendung. Sie sollen das tun, was auch er selbst getan hat. Im Evangelium ist das schön abzulesen. Was berichtet wird von dem, was die von ihm ausgesandten Boten tun, das ist fast wortwörtlich identisch damit, wie auch Jesu eigenes Wirken beschrieben wird: das nahegekommene Reich Gottes ansagen und zur Umkehr aufzurufen, die bösen Geister austreiben und Kranken Heil zusprechen.
Liebe Schwestern und Brüder, heute sind wir die Botinnen und Boten, die Jesus ausschickt, damit Gottes Wort unter die Leute kommt. Jede und jeder von uns, egal mit welcher Aus¬bildung. Nur von ihm Ergriffene müssen wir sein; Menschen, die bei ihm verwurzelt sind. Nicht Expertentum ist gefragt, sondern das Zeugnis eines gelebten Glaubens. Die Bereit¬schaft, sich selbst einzu¬bringen, nicht irgendetwas zu geben, sondern sich selbst, mit dem, was ich mir bei Jesus ab¬geschaut habe, was ich von ihm gelernt habe. Und zwar ganz einfach da, wo ich bin, wo ich lebe, in den Häusern, in dem Ort, wo ich lebe und hinkomme.
So kommt auch heute Gottes Wort unter die Leute.
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