Renovierung der Herrnfehlburger Kirche startet an Ostern

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Die Kirche und das Schloss Herrnfehlburg sind eine außergewöhnliche bauliche Einheit … Foto: Franz Tosch – Vergrößern durch Anklicken!

Das Kirchendach muss erneuert werden, und auch weitere Arbeiten stehen an.

Für die Pfarreiengemeinschaft ist das eine große Herausforderung.

Eine lang ersehnte Renovierung steht der Kirche in Herrnfehlburg (Gemeinde Rattiszell) bevor, einem Ort in traumhafter Lage, der für seine Geschichte und sein kulturelles Erbe bekannt ist.

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… mit wunderbarem Ausblick. Foto: Barbara Jacob  – Vergrößern durch Anklicken!

Doch die Jahre haben ihre Spuren hinterlassen, insbesondere auf dem Dach, das mit Holzschindeln gedeckt ist. 1985 zuletzt erneuert, haben Wind und Wetter die Schindeln so stark beschädigt, dass eine Reparatur unumgänglich geworden ist, um zu verhindern, dass das Dach undicht wird. Diese Renovierungsarbeiten sind ein Herzensanliegen von Pfarrer Pater Dominik Daschner von den Windberger Prämonstratensern, der die besondere Atmosphäre in der Kirche schätzt und sich daher unermüdlich für den Erhalt des historischen Juwels einsetzt.

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Pfarrer Pater Dominik Daschner freut sich auf die Sanierung des Kirchleins, das dem heiligen Thomas geweiht ist. Foto: Barbara Jacob  – Vergrößern durch Anklicken!

Doch die Herausforderungen, denen sich das Renovierungsteam gegenübersieht, sind vielfältig. Bei der Überprüfung des zum Teil mittelalterlichen Dachgestühls wurde Käferbefall festgestellt, was den Austausch von Teilen der Balken erforderlich macht und die Kosten erheblich erhöht. Ebenso gestalte sich das Errichten des Gerüsts als schwierige Aufgabe, die unerwartet hohe finanzielle Ressourcen erfordert, wie Pater Dominik erläutert.

Dennoch gebe es auch erfreuliche Nachrichten. Neben der dringend benötigten Reparatur des Dachs erhält die Kirche einen neuen Anstrich, der eigentlich erst in einigen Jahren fällig gewesen wäre, verbunden mit Ausbesserungen am Kirchenputz. Dank des dann bereits aufgestellten Gerüsts wird diese Maßnahme vorzeitig durchgeführt, was Kosten spart und zudem dem langfristigen Schutz der Bausubstanz dient.

Die Kosten für die Renovierung werden auf über 700.000 Euro geschätzt. Finanzielle Unterstützung kommt von der Bischöflichen Finanzkammer in Regensburg, ungefähr die Hälfte muss jedoch von der lokalen Kirchenstiftung St. Thomas aufgebracht werden. Diese hofft, dass zahlreiche Spenden – auch aus der Pfarreiengemeinschaft mit Mitterfels und Haselbach – zur Deckung der Kosten beitragen werden. In einer Zeit, in der Kirchen aufgrund sinkender Gläubigenzahlen geschlossen und verkauft werden müssen, ist die Erhaltung eines solchen besonderen architektonischen Erbes eine große Herausforderung. Dabei sieht Pater Dominik die Renovierung des Gotteshauses nicht nur als eine Investition in ein Baudenkmal, sondern in die Zukunft von Herrnfehlburg. Ein Kern von Menschen kümmere sich dort teils über Generationen um Glaubensleben und Traditionspflege – mit der kleinen Kirche als Zentrum.

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Am Dachreiter mit Glockenturm zeigen sich die Schäden an den Dachschindeln besonders deutlich. Foto: Barbara Jacob  – Vergrößern durch Anklicken!

Die Geschichte von Herrnfehlburg reicht bis ins Mittelalter zurück, als das Geschlecht der Velberger erstmals im 12. Jahrhundert in schriftlichen Dokumenten erwähnt wurde – damals noch als Gefolgsleute der Grafen von Bogen. Im Laufe der Jahrhunderte erlebte Herrnfehlburg eine Vielzahl von Veränderungen, von politischen Umstrukturierungen bis hin zu baulichen Entwicklungen. Vor allem die vielen Eigentümerwechsel ab dem späten Mittelalter bergen einige Überraschungen – so findet sich beispielsweise auch der bekannte Straubinger Ratsherr und Bürgermeister Simon Höller unter den ehemaligen Besitzern. Seit 1806 jedoch ist das Schloss konstant im Eigentum der Familie Ettl.

Einzigartiges Baudenkmal

Die Kapelle, die einst Teil des Schlosses war, wurde im Laufe der Jahre zu einer eigenständigen Kirche ausgebaut und mit einem barocken Chor und einer Sakristei erweitert. Das daraus entstandene bauliche Ensemble aus Schloss, einer integrierten (mittlerweile geschlossenen) Gastwirtschaft und Kirche ist wohl ein einzigartiges Baudenkmal.

Pressemitteilung Pfarreiengemeinschaft/Dr. Barbara Jacob vom 14. März 2024

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