Historische Hien-Sölde Mitterfels. Auch Skeptiker sind jetzt beeindruckt

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Der teils neu besetzte Vorstand der Hien-Sölde mit Vorsitzender Birkeneder (Vierte von rechts), Bürgermeister Stenzel (Vierter von links) und dem scheidenden Schatzmeister Hartlehnert (rechts).

Versammlung des Freundeskreises der Hien-Sölde - Birkeneder als Vorsitzende bestätigt

 

Große Genugtuung herrschte bei der Jahresversammlung des Fördervereins Freundeskreis Historische Hien-Sölde Mitterfels im Reiterhof Gürster, konnte man doch auf die erfolgreich abgeschlossene Sanierung und Einweihung des historischen Hauses im November zurückblicken. Auch die Nutzung ist gesichert: Mit der Volksmusikberatungsstelle des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege und seinem Leiter, dem Kreismusikpfleger Franz Schötz, konnte ein Mieter für drei Räume gefunden werden.

Und noch etwas Erfreuliches: Laut Kassenbericht von Schatzmeister Georg Hartlehnert blieben die Kosten rund 100.000 Euro unter der veranschlagten Summe von 633.000 Euro.

So blickte die Vorsitzende Maria Birkeneder zufrieden auf das vergangene Jahr zurück, erinnerte an das erfreulich große Interesse der Öffentlichkeit an der Sanierung der alten Sölde, an die Vorstellung in Funk und Fernsehen, an Besuche von Vertretern des Landesamtes für Denkmalpflege und an die letzten Sanierungsarbeiten. "Inzwischen waren auch Skeptiker überzeugt und beeindruckt", betonte Birkeneder. Ende Juli wurden die Schlüssel an Franz Schötz übergeben, im Herbst beteiligte man sich mit Führungen am "Tag des offenen Denkmals" und an der Mitterfelser Marktmeile und wenig später feierte der AK Heimatgeschichte Mitterfels in der "Stubn" sein Erntedankfest. Mit dem zweiten Benefizkonzert des Vokalensembles "Exsultate", Initiatorin war Vorstandsmitglied Sigrid Hofmann, wurde die Kasse noch einmal aufgebessert. Im November konnte mit vielen Ehrengästen und der Blasmusik von den "Echtn Hoslbeckern" Einweihung gefeiert werden. Den Festvortrag hielten die Brüder Walter und Wolfgang Kirchner, die ehrenamtlich das Gebäude vermessen hatten, über die Geschichte des Hauses. Im Dezember fand eine adventliche Nachfeier von Vorstandschaft und Helfern statt. Mit kleineren Zusammenkünften des AK Heimatgeschichte, der Ödp-Kreistagsfraktion und einem Geburtstagskaffee wurde der "Winterschlaf" des Hauses unterbrochen und die Spendenkasse gefüllt.

Schatzmeister Georg Hartlehnert legte die Abrechnungen über letzte Zuschüsse, Ausgaben und Spenden vor. Die Handwerker seien überwiegend zeitnah bezahlt worden. Die Kasse konnte mit einem Plus abgeschlossen werden. Aus den regelmäßigen Einkünften durch Mieteinnahmen und Mitgliederbeiträgen sollten Rücklagen für den Erhalt des Hauses gebildet werden, empfahl Hartlehnert. In seinem Amt als Schatzmeister habe Hartlehnert sehr viel Nervenstärke bewiesen, meinte man bei der Vorstandschaft. "Ohne Sie wäre es nicht so gut ausgegangen". Mit einem Präsent wurde dem scheidenden Kassier und Pfarrer von Bogen, der demnächst eine neue Pfarrstelle antritt, gedankt. Er habe bei den vielen Posten nie den Überblick verloren, lobten die Kassenprüfer Gisela Diergardt und Uwe Teiwes und bescheinigten Hartlehnert eine hervorragende Kassenführung.
Die Neuwahlen wurden reibungslos abgewickelt. Einstimmig gewählt wurden Maria Birkeneder als erste Vorsitzende und Bürgermeister Heinrich Stenzel als Stellvertreter. Neue Schatzmeisterin ist Doris Metzger, Schriftführer sind Elisabeth Vogl und (neu) Bernhard Puls. Auch Beisitzer wurden teilweise neu gewählt: Volker Diergardt, Dr. Heidi Güldenhaupt, Willi Gürster, Martin Graf, Sigrid Hofmann, Otmar Kernbichl und Brigitte Schäfer. Als Kassenprüfer wurden Gisela Diergardt und Uwe Teiwes im Amt bestätigt.

Auch Bürgermeister Heinrich Stenzel würdigte die Arbeit der Vorstandschaft: Dank der Frauen-Power von Maria Birkeneder, Doris Metzger, Elisabeth Vogl und anderen Mitkämpfern, die Beharrlichkeit und Überzeugungskraft bewiesen und alle Schwierigkeiten überwunden hätten, sei das Werk gelungen. "Nicht auszudenken, wenn das Haus abgerissen worden wäre". Dass der Freundeskreis auch weiterhin nicht die Hände in den Schoß legen will, bewiesen Ideen für die künftige Nutzung: Am "Tag des offenen Denkmals" und zur Mitterfelser Marktmeile wird die Hien-Sölde ihre Türen öffnen; Führungen für Schulklassen sind angedacht, auch interessierte Gruppen sind willkommen. Vorgeschlagen wurde auch, als Zwischenlösung das Mitterfelser Gemeindearchiv im Dachgeschoss der Sölde unterzubringen. Inzwischen wurde die neue Einrichtung für die "Stube" geliefert: Eine umlaufende Bank und Stühle aus Fichte mit Sprossen aus Nussbaum sowie ein Tisch mit einer massiven Ahornplatte. Ein Küchenherd wird das Mobiliar vervollständigen.


 

Quelle: Elisabeth Röhn, in: SR-Tagblatt vom 14. März 2014, Seite 23

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