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Berufsfachschule Mitterfels. Zukunftschancen geschaffen

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An Ständen wurden die verschiedenen Bereiche vorgestellt. Foto: Raphael Hoffmann

Großer Andrang beim Informations- und Anmeldetag der Berufsfachschule mit Internat

Zahlreiche Besucher nutzten den Informations- und Anmeldetag der Berufsfachschulen in Mitterfels der Marianne-Rosenbaum-Schule, um ...

... sich über die Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Schon am Vormittag kamen über 50 Schülerinnen und Schüler aus Mitterfels, Ittling und von der Mittelschule St. Jakob zur Berufsorientierung. Die modernisierten Räumlichkeiten, das breit gefächerte Bildungsangebot und die praxisnahen Einblicke sorgten für große Begeisterung.

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An der Marianne-Rosenbaum-Berufsfachschule in Mitterfels fand ein Informations- und Anmeldetag statt. Foto: Michael Haaga

„Wir freuen uns sehr, dass heute so viele interessierte junge Menschen und Eltern gekommen sind“, betonte Schulleiterin Hermine Eckl. „Mit der Sanierung haben wir hervorragende Bedingungen geschaffen, um eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu ermöglichen.“ Der Landkreis hatte die Schule vor einem Jahr umfassend modernisiert. Entstanden sind neue Unterrichtsräume, moderne Fachräume sowie zeitgemäße Internatszimmer. Landrat Josef Laumer zeigte sich bei seinem Rundgang beeindruckt: „Hier wurde in die Zukunft unserer Region investiert. Gut ausgebildete Fachkräfte werden dringend gebraucht – und genau hier werden sie ausgebildet.“

Kinderpflege: Lernen mit Herz und Verstand

Im Fachbereich Kinderpflege erhielten die Gäste Einblicke in die zweijährige Ausbildung. An Mitmachstationen konnten sie Experimente zu Luft und Wasser ausprobieren. „Was schwimmt – und warum? Und wie erkläre ich das einem Vorschulkind?“ Neben Kinderyoga, Säuglingsbetreuung und Erzähltheater wurde deutlich, wie vielseitig der Beruf ist. „Wir verbinden Theorie und Praxis von Anfang an“, erklärte Außenstellenleiter Michael Haaga. „Unsere Schülerinnen und Schüler lernen, Kinder ganzheitlich zu fördern.“ Eine angehende Kinderpflegerin berichtete aus ihrem Praktikum: „Es ist ein schönes Gefühl, wenn man merkt, dass die Kinder Vertrauen fassen. Das gibt einem unglaublich viel zurück.“

Nach dem Abschluss arbeiten viele Absolventen in Krippen, Kindergärten oder Horten – Bereiche mit hoher Nachfrage.

Auch die Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung präsentierte ihre dreijährige Ausbildung. Im Mittelpunkt stand das Thema Nachhaltigkeit. Unter dem Motto „Essen für die Zukunft“ setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit Umwelt, Gesellschaft, Wirtschaft und Gesundheit auseinander. „Wir wollen zeigen, dass Ernährung mehr ist als Kochen“, erklärte eine Lehrkraft. „Es geht um Verantwortung – für die eigene Gesundheit und für unseren Planeten.“

Besucher konnten den Unterschied zwischen selbst zubereiteten Speisen und Convenience-Produkten testen, Transportwege von Lebensmitteln nachvollziehen oder sich über eine pflanzenbetonte Mischkost informieren. „Klimaschutz beginnt schon beim Frühstück“, meinte eine Schülerin und zeigte auf regionale Produkte aus der Umgebung.

Die Ausbildung eröffnet vielfältige Perspektiven – von Tätigkeiten in Wohnheimen, Gastronomiebetrieben, Tagungszentren oder als Fachlehrkraft. Wer die „Mittlere Reife“ mitbringt, kann auf Wunsch die Ausbildung um ein Jahr verkürzen und bereits nach einem Schuljahr den als Berufsausbildung auch von weiterführenden Schulen anerkannten Abschluss als staatlich geprüfte „Helferin für Ernährung und Versorgung“ ablegen.

„Ob Mittelschulabschluss, mittlerer Abschluss, Berufsabschluss oder sogar ein späteres Studium – wir eröffnen individuelle Wege“, so die Schulleitung. Besonders hervorgehoben wurde auch der Schulversuch Berufsfachschule inklusiv. „Inklusion ist für uns kein Schlagwort, sondern gelebte Praxis“, betonte Herr Haaga. „Wir möchten allen jungen Menschen eine faire Chance geben.“

An der Berufsfachschule in Straubing werden Sozialpflegerinnen und Sozialpfleger ausgebildet, die später in der Alten- und Behindertenhilfe arbeiten. Besucher konnten selbst aktiv werden: Blutdruck messen, den Herzschlag abhören oder einen Rollstuhlparcours absolvieren. „Jetzt weiß ich erst, wie schwierig einfache Wege im Rollstuhl sein können“, sagte ein Besucher nach dem Parcours nachdenklich. Auch Übungen mit Blindenbrille oder das einhändige Ankleiden vermittelten eindrucksvoll, welche Herausforderungen Menschen mit Einschränkungen täglich meistern. „Unsere Schüler übernehmen Verantwortung für andere Menschen“, erklärte eine Lehrkraft. „Das ist eine Aufgabe mit Sinn und besten Zukunftsaussichten.“

Schüler-Bistro war Publikumsmagnet

Ein besonderer Publikumsmagnet war das von Abschlussschülern organisierte Bistro. Von der Planung über den Einkauf bis zur Umsetzung bewiesen die Schüler stolz ihr Können. Die Besucher zeigten sich begeistert von Qualität und Organisation. Interessierte können sich noch bis zum Ende des Schuljahres für freie Ausbildungsplätze bewerben. „Wer eine Ausbildung mit Herz, Verantwortung und Perspektive sucht, ist bei uns genau richtig“, fasste Schulleiterin Hermine Eckl zusammen.

Pressemitteilung der Berufsfachschule/StD Michael Haaga vom 4. März 2026

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