Kartoffelsterz und Hollerkoch. Das Notzeiten-Kochbuch

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Die beiden Bäuerinnen Maria Schober und Maria Geiß kochten fürs Fernsehen im Freilichtmuseum Finsterau.

„Notzeitenrezepte“ wieder modern

Gekocht wird heutzutage auf allen Fernsehkanälen, doch Gerichte aus Not- und Kriegszeiten sind schon etwas Ungewöhnliches. Oder haben Sie schon mal Kuheuter, Kartoffelsterz oder Brotsuppe selbst gemacht?

Bei genauerer Betrachtung sind die "Notzeitenrezepte" fast schon wieder modern, notgedrungen war die Küche fett- und fleischarm, heute ist das wieder im Trend.

Ein Kochbuch, das spannende Alltagsgeschichte erzählt

Kartoffelsterz kochbuchGerichte aus einer Zeit, in der Lebensmittel kostbarer waren als Gold.

Mit seinem "Notzeitenkochbuch" wollte Rupert Berndl, Heimatpfleger aus Waldkirchen im Landkreis Freyung-Grafenau, nicht nur interessante Bayerwald-Rezepte aus der Vergangenheit wiederbeleben. Er wollte auch über das Essen an den Alltag der Menschen während der Kriegszeiten erinnern und die Leistung der Frauen ehren, die oft von den Geschichtsbüchern vergessen werden. Alleingelassen mit Kindern, Alten und Flüchtlingen, sicherten sie mutig und einfallsreich das Überleben.

Immer weniger können noch aus eigener Erfahrung berichten

Rupert Berndl hat kuriose Entdeckungen in den Archiven gemacht, aber auch mit vielen Augenzeugen gesprochen, auf Höfen und in Altersheimen. Doch es wird immer schwieriger noch echte Augenzeugen zu finden.

Auch Berndl, geboren in Passau 1940, hat den Krieg als Kind noch selbst erlebt, genauso wie die beiden Bäuerinnen Maria Schober und Maria Geiß, die dem Heimatpfleger die handgeschriebenen "Notzeitenkochbücher" ihrer Mütter und Großmütter zur Verfügung gestellt haben. Maria Schober besitzt immer noch die Ohrringe die sie als Kind von "Hamsterern" aus Passau, geschenkt bekommen hat, weil sie auf dem Hof zu essen bekommen haben.

Große Unterschiede zwischen Land und Stadt

Kartoffelsterz BerndlHeimatpfleger Rupert Berndl

In Kriegs- und Nachkriegszeiten, war die Hungersnot in den Städten besonders groß, die Landbevölkerung litt weniger. Die hungrigen Städter machten Hamsterfahrten aufs Land und marschierten oft kilometerlang zu entlegenen Höfen um etwas Eßbares zu ergattern.

Quelle: BR-Info zum Video

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