Gschwendt. „Eine Kapelle am Waldrand steht“

2021 10 04 Gedenkgottesdienst Gschwendt c

Bei der Kapelle in Gschwendt nahe der B 20 sollte eine Mülldeponie entstehen. Foto: Irene Haberl – Vergrößern durch Anklicken!

Gedenkgottesdienst in Erinnerung an den Kampf gegen die Mülldeponie

„Eine Kapelle am Waldesrand steht“, treffender könnte das vom Steinacher Liturgiechor am Ende des Gedenkgottesdienstes in Erinnerung an den Kampf gegen die ...

... in den 1990er-Jahren geplante Mülldeponie im Spitalwald bei Gschwendt (Gemeinde Ascha) gesungene Lied nicht passen. Alljährlich versammeln sich Mitstreiter der damaligen Zeit an der Gedenkkapelle am Waldrand nahe der B 20 Anfang Oktober seit 2000 in Erinnerung an die Einweihung der dem heiligen Franziskus geweihten Kapelle.

In ihrem mehrjährigen Kampf um den Erhalt der Natur im Spitalwald hatten sie Ende der 80er- und in den 90er-Jahren mit vereinten Kräften gegen die Errichtung einer Mülldeponie gekämpft. Als kleine Bürger waren sie gegen die große Politik angetreten, hatten sich Sachverstand angeeignet, konnten in der Folge öffentlich überzeugen und erreichten schließlich das Ziel, die unmittelbare Natur vor Umweltzerstörung zu schützen.

Siegesfeier im Mai 1997

Bei einer Siegesfeier im Mai 1997 beschloss man, eine Dankkapelle zu errichten, gründete zu diesem Zweck den „Förderverein Gedenkkapelle Spitalwald“, der heute zum „Kapellenwanderverein“ umbenannt ist und sich um sakrale Flurdenkmäler in der Umgebung von Ascha kümmert.

Steinachs Pfarrer Christof Hagedorn stellte in seinen Gottesdienst bei der Kapelle am Waldrand „Engel“ in den Mittelpunkt und fragte, ob man diese im Grunde brauche, ob sie nicht eher etwas für Kinder seien. Gerade die Tatsache, dass in der gegenwärtigen postsäkularen Welt immer noch „Engel an Schlüsselbunden baumeln“, beweise aber, dass die Sehnsucht nach Zuwendung, nach einem behütenden „Schutzengel“ trotzdem präsent sei. Am Ende des Gottesdienstes dankten der stellvertretende Bürgermeister David Groth und der Vorsitzende des Kapellenwandervereins, Josef Landstorfer, den Bürgern, die die Gemeinschaft im Kampf gegen die Zerstörung der Natur nicht vergessen haben.

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