1968 - 2013: 45 Jahre Markt Mitterfels

Am 4. August 1968 feierten die Mitterfelser die Markterhebung.

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Mitterfelser Wappen: Im roten Schildhaupt ist das Schwert: Symbol der fast 700-jährigen Hochgerichtsbarkeit; die weiß-blauen Rauten verweisen auf die Zugehörigkeit zur Grafschaft Bogen; die Tanne auf grünem Hügel ist ein Hinweis auf die Lage im Bayer. Wald. - Einladung zur Markterhebungsfeier.

>>> Ergänzt mit den Projekten von 2007 bis 2012

Mitterfels auf dem Weg vom Dorf zum Markt

Wenn man bedenkt, dass Mitterfels seit mehr als 700 Jahren Sitz zentraler Behörden und Ämter war, die man sonst nur in Kreis­städten findet, kann man sei­ne frühere Sonderstellung im nördlichen Land­kreis Bogen verstehen. Nicht zuletzt hatte es auch einen guten Ruf als Sommerfrische und Frem­­­den­verkehrsort.

So stellte der ehemalige Gemeinde­rat Loh­bauer schon im Jahre 1953 den Antrag, Mitterfels möge sich um den Titel „Markt" bewerben. Un­glück­li­cher­weise war gerade in den Jahren 1952/53 die Flut von Stadt- und Markt­­­erhebungen auf ihrem Höhe­punkt angelangt. Der größere Teil der Gemeinderäte mit dem damaligen Bür­germeister Dietl an der Spitze hielt deswegen den Zeitpunkt für ungüns­tig, und so beschloss der Gemeinde­rat Mitterfels etwa im Frühjahr 1953, diesem Antrag seine Zustimmung zu versagen. Man wollte, wie Bürger­meister Dietl es im Gemeindeboten darlegte, lieber „mehr sein als scheinen" und statt des Titels „Markt" die Bezeich­nung „staatlich anerkannter Luft­kurort" zu erreichen versuchen.

Dieses sicherlich lohnende Ziel wur­de 1957 erreicht: Mitterfels bekam vom Bayerischen Fachausschuss für Kur­orte, Erholungsorte und Heilbrun­nen das Prädikat „Luftkurort" zuerkannt. Dieser Erfolg gab Auftrieb für weiteres fruchtbares Schaffen. Eine ganze Reihe von Verbesserungen und Erneuerungen auf fast allen Gebieten des öffentlichen Lebens in den Jahren danach legt Zeugnis dafür ab.

1957 genehmigte das Bayer. Staats­ministerium des Innern auch ein Ge­meindewappen, das wiederum von Franz Lohbauer angeregt und von Amts­­­gerichtsrat Dr. Fischer entworfen worden war.

Im Jahre 1966 wurde der neue Ge­meinderat gewählt, zugleich ging aus der Wahl ein neuer Bürgermeister hervor. Sei es nun, dass die Rivalität zwischen den beiden fast gleichstarken „Fraktionen" zu neuen Anstrengungen beflügelte oder sei es, dass eine deutliche Verjüngung des Gemeinderates es bewirkte: Das politische, gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Leben in Mitterfels erhielt neue, starke Impulse. Aus all dem schälte sich nach einiger Zeit immer deutlicher bei beiden Richtungen im Ge­meinderat der Wunsch heraus, die An­regung aus dem Jahre 1953 nun doch in die Tat umzusetzen. Es bedurfte dann nur mehr einer knappen An­deu­tung durch Bürgermeister Ueker­mann, dass es am 13. 2. 1968 zu einem Be­schluss kam, Antrag auf Verleihung der Bezeichnung „Markt" zu stellen.1


Begründung des Antrags

· Ca. 800 Jahre Sitz eines Pflegege­richtes und damit Einfluss auf Kul­tur und Wirtschaft des Landkreises durch Jahrhunderte hindurch
· Sitz von Behörden und Ämtern (1968!) und alle für die Versorgung der Bevölkerung notwendigen Ge­schäf­te, Handelsbetriebe und Unter­nehmen
· anerkannter staatlicher Luftkurort, 25.000 Übernachtungen im Jahr
· Mitterfels mit rd. 1660 Einwoh­nern weist eine geschlossene Bau­weise auf
· Aufbauleistungen der letzten Jah­re: Neubauten: Volksschule mit Turn­­hal­le, Fern­meldedienstgebäude, Schlacht­­haus; Errichtung von ca. 50 neuen Wohn- und Geschäftshäusern in den letzten 5 Jahren
· Bau der Kanalisation seit 1967, Was­serversorgung, Ortsbeleuchtung
· sehr gepflegte Gaststätten und Cafés
· aktives Vereins- und Verbandsleben (TSV, Bayerwaldverein, Verkehrs- und Verschönerungsverein u.v.a. sind Vorbild im Landkreis.)
· Sitz einer Stützpunktfeuerwehr
· Mitterfels im Raumordnungsplan als zentraler Ort ausgewiesen mit gro­ßem Einzugsbereich im nördlichen Landkreis


Die Entscheidung in München fiel ganz überraschend schnell. Am 5. Juli 1968 wurde sie im Staats­anzeiger veröffentlicht (sh. Abb. Mit­ter­felser Gemeindebote weiter unten) und mit einer Urkunde öffentlich gemacht.

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