Wetter-Monatsrückblick Dezember 2020 und Wetterjahr 2020

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Blick von Schuhchristleger über Bogenberg (rechts im Bild) auf die Alpen - 8. Dezember 2020 - Foto: ft (Vergrößern durch Anklicken!)

Mess- und Beobachtungsort Mitterfels-Scheibelsgrub, Auf der Höhe 24

geografische Lage: 425 m über Normal Null (NN), Südhang

Mit dem 1. Dezember begann wieder der meteorologische Winter. Die Wetterlage: „Ein Tiefausläufer hat auf die Region übergegriffen. Er bringt zumindest vorübergehend den ersten
Schnee." Straubinger Tagblatt, 01.12.2020. Der Luftdruck fiel innerhalb von 24 Stunden deutlich und es „roch“ nach Schnee am Morgen. In den ersten vier Tagen fielen die nächtlichen Temperaturen jeweils unter die Null-Grad-Grenze, am 04.12. bis auf -4,1 °C. Am Wochenende 05./06.12. teils starke Bewölkung, trocken und frisch. Noch kein Schneefall bei uns, dafür in den Alpen, im Süden der Schweiz und in Oberitalien reichlich.

Kaum Schnee in Sicht: „Weniger weiß war der Wochenstart in Ostbayern als von Experten erwartet. Auch Glätteunfälle gab es am Montagmorgen nach Angaben der Polizeipräsidien in
Bayern nur vereinzelt. Voraussichtlich werde es auch in den nächsten Tagen nur in höheren Lagen schneien“, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Straubinger
Tagblatt, 08.12.2020. Wetterlage für das Wochenende 12./13.12.: „Von Westen her nähert sich ein Tiefausläufer, der zum Wochenende eine zögernde Milderung bringt.“ Straubinger
Tagblatt, 12.12.2020.

Pandemielage: Am Freitag, den 11.12., war der bisherige Höchststand mit knapp 30.000 Neuinfektionen und 598 Toten innerhalb von 24 Stunden erreicht worden. „Harter Lockdown am Mittwoch, Kanzlerin und Ministerpräsidenten fahren Deutschland mit offenem Ende herunter. Bund und Länder ziehen die Notbremse, ohne zu wissen, wann sie wieder gelockert werden kann. Ab Mittwoch werden auch Kindergärten, Schulen und die meisten Geschäfte geschlossen, um das Coronavirus wieder in den Griff zu bekommen. (…) Das Christfest und Silvester dürfen in diesem Jahr nur im engsten Familienkreis gefeiert werden.“ Straubinger Tagblatt, 14.12.2020.

Mit etwas weniger Regen als prognostiziert und steigenden Temperaturen ist das dritte Adventswochenende in Bayern ausgeklungen. Die neue Woche begann neblig-trüb mit Temperaturen um 5 °C.

Erfolg in der Bekämpfung der Corona-Pandemie: „Impfung in Deutschland rückt näher“, dies war die Schlagzeile des Straubinger Tagblatts vom 16.12.2020. „Zu Beginn des verschärften Lockdowns in Deutschland wächst die Hoffnung, dass der EU noch vor Weihnachten ein Impfstoff gegen Corona zur Verfügung steht. (…) Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sprach in Berlin von einer ‚guten Nachricht für die Europäische Union‘.“ Merkel warnt vor unvorsichtigem Verhalten: „Ungeachtet dessen müssen sich die Deutschen von diesem Mittwoch (16.12.) an auf deutlich strengere Einschränkungen einstellen. Unvorsichtiges Verhalten in dieser Phase sei ‚verheerend‘.“

„Neuer Rekord bei Corona-Todesfällen; (…) Die Gesundheitsämter übermittelten dem Robert-Koch-Institut am Mittwoch, den 16.12., 952 weitere Todesfälle und 27.728 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. (…) ‚Für die Bundesländer ergibt sich daraus der 27.12. als Starttermin für die Impfungen gegen das neuartige Corona-Virus Sars-CoV-2. Insbesondere soll mit der Impfung in den Pflegeheimen begonnen werden.‘“ Straubinger Tagblatt, 17.12.

Eine interessante Neuigkeit kam am 18.12. vom Deutschen Wetterdienst (DWD): „Der Deutsche Wetterdienst hat seinen Hitzerekord wegen Unstimmigkeiten annulliert. Die bisher
höchste Temperatur (42,6 °C) war am 25. Juli 2019 in Lingen im Emsland gemessen worden. Dieser Rekordwert wurde aus dem DWD-Klimaarchiv gestrichen. (…) Der neue Rekord
liegt laut Meteorologen nun bei 41,2 Grad, der ebenfalls am 25. Juli 2019 in den Wetterstationen Duisburg-Baerl und Tönisforst gemessen worden war.“

Am vierten Adventswochenende, 19./20.12., blieb es neblig-trüb, bodennahe feuchte Kaltluft bestimmte das Wetter in unserer Region. Am 21.12., 16:59 MEZ, war Wintersonnwende, auf der Südhalbkugel begann der Sommer, die Temperaturen bei uns: Maximum 4,8 °C, Minimum 1,3 °C. Der Wetterbericht der Abendnachrichten an diesem Tag sagte eine Milderung für die nächsten zwei Tage voraus, die besagten Weihnachtszyklonen (Weihnachtstauwetter); durch diese südwestliche Strömung stiegen die Temperaturen bis auf einen niederen zweistelligen Wert von 10,3 °C am 22.12.

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Wetterlage: „In einer Westströmung werden wiederholt Tiefausläufer über Deutschland gelenkt. Sie bringen milde Luft.“ Straubinger Tagblatt, 23.12.2020. Noch etwas höher stieg das Maximum am Mittwoch, den 23.12., 11,3 °C wurden gemessen.

Heilig Abend: Am Abend bedeckt, trüb und regnerisch; auch nachmittags unbeständig mit Niederschlagsneigung, Maximum 8,3 °C. Durch den Schneefall in Berglagen am ersten Weihnachtsmorgen war es dort weiß geworden; bei uns war die Landschaft grün und schneelos. Am zweiten Weihnachtsfeiertag gerieten die Temperaturen in den frühen Nachtstunden leicht in den Minusbereich, um 24 Uhr zeigte das Thermometer -0,8 °C an, am Sonntagmorgen, den 27.12., waren es -3,4 °C. Der Luftdruck fiel stark bis auf 978 hPa, ein Niedrigstwert vor Ort seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Die Schlagzeile des Straubinger Tagblatts vom Montag, den 28.12.: „Das große Impfen hat begonnen. (…) Mit den ersten Impfungen in Deutschland und weiteren EU-Staaten keimt Hoffnung im Kampf gegen das Corona-Virus auf, die Oberhand zu gewinnen. ‚Wir können 2021 mit Optimismus beginnen, es gibt Licht am Ende des Tunnels‘“, EU-Gesundheitsministerin Stella Kyriakides.

Am Abend des 28.12. setzte bei uns der erste Schneefall des Winters 2020/21 ein. Bis zum Morgen war es nur eine dünne, weiße Schicht, die Frau Holle während der Nachtarbeit geschafft hatte, für ein winterliches Landschaftsbild reichte es vorübergehend aus.
Wetterlage: „Die Ausläufer eines umfangreichen Tiefs über der Nordsee führten erwärmte Meeresluft in unseren Raum.“ Straubinger Tagblatt, 30.12.2020. Das Tief „Julia“ über dem
Ostatlantik war an Silvester wetterbestimmend. Ruhiges und sonniges Wetter herrschte am letzten Tag des Jahres, in Zahlen ausgedrückt: Maximum 3,8 °C, Minimum 1,0 °C. Mit drastischen Einschränkungen ging es in den Altjahresabend, es war deutlich ruhiger und besinnlicher als sonst.

Sei behütet!

Niederschlagsmenge: 59,8 l/m² (private Wetterstation Martin Bohmann, Eggerszell, 490 m über NN)

Maximum des Monats: 11,3 °C, 23.12.
Minimum des Monats: -4,1 °C, 04.12.
Mittelwert des Maximums: 4,5 °C
Mittelwert des Minimums: 1,2 °C

Fazit

Der Monat Dezember begann kalt mit Nachtfrösten; die niedrigste Temperatur in der ersten Dekade betrug -4,1 °C, zu nennenswerten Niederschlägen kam es bei uns nicht. Schneefall war auch am Wochenende 12./13.12. nicht angesagt. Auf dem Großen Arber betrug die Schneehöhe am 14.12. minimale 5 cm. Die Tage danach waren bei Temperaturen zwischen 2,5 °C und 5 °C nebelig, trüb und trocken. Das Wetter rückte wegen der Zuspitzung der Corona-Pandemie etwas in den Hintergrund. Vierter Adventssonntag: Minimum 0,4 °C, Maximum 1,7 °C, neblig-trüb. Deutlich anders gestalteten sich die Temperaturen durch die einsetzende Milderung, am 23.12. betrug der Maximalwert 11,3 °C. Am Heilig Abend war es bei einem Höchstwert von 8,3 °C trüb, unbeständig und regnerisch. Einen weißen Überzug gab es in Berglagen durch den Schneefall am Weihnachtsmorgen.

Nach den Weihnachtsfeiertagen gerieten die Nachttemperaturen leicht in den Minusbereich, am 27.12. waren es -3,4 °C. In der Nacht zum 29.12. kam es zum ersten Schneefall des Winters 2020/21, er war bei uns noch überschaubar. An Silvester war das Wetter sonnig, aber frisch.

 

Das Wetterjahr 2020, eine Zusammenschau

„Wie schon in den Vorjahren ist es auch 2020 in Deutschland deutlich zu warm gewesen. Mit 10,4 Grad Durchschnittstemperatur liege das zu Ende gehende Jahr auf Platz zwei der bis
ins vorletzte Jahrhundert zurückreichenden Statistik, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen am Mittwoch in Offenbach mit. (…)

Bayern ist 2020 nach ersten Ergebnissen das mit Abstand kühlste Bundesland gewesen – obwohl das Jahr in Deutschland das zweitwärmste der Aufzeichnungen war. Die Durchschnittstemperatur lag im Freistaat bei 9,5 Grad Celsius, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. (…)

‚Es gibt deutliche Indizien, dass wir uns auf den Umgang mit der Trockenheit einstellen müssen; rund 710 Liter pro Quadratmeter wurden 2020 erreicht, das Soll ist 789 Liter‘, sagte
Tobias Fuchs, DWD. (…)

‚Klimaschutz ist das Gebot der Stunde. Wir müssen jetzt handeln.“ Straubinger Tagblatt, 31. Dezember 2020.

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