Brief für einen Fleischhackergesellen

BOG Handwerksbrief1781 w

Das neue Exemplar des Gäubodenmuseums ist von ausgezeichneter Qualität und lässt deshalb auch zu, das Bild mit der ältesten Ansicht des Marktes Bogen genau zu beschreiben. – Der Hauptteil ist eindrucksvoll in verschieden großer Zierschrift über 11 Zeilen verteilt.

Der Bo­ge­ner Hand­werks­brief von 1781 – Äl­tes­te wirk­lich­keits­ge­treue Ab­bil­dung Bo­gens

Vor Kurzem konnte das Gäubodenmuseum Straubing eine Handwerkskundschaft (Handwerksbrief, Wanderbrief) mit der Ansicht des Marktes Bogen und des Bogenberges erwerben. Der Kupferstich (Plattengröße 42,3 mal 32 Zentimeter) wurde im Jahre 1781 als Formular angefertigt, als Arbeitszeitnachweis für wandernde Handwerksgesellen verwendet, von den Handwerksmeistern handschriftlich ausgefüllt und vom Magistrat des Marktes Bogen bestätigt. Bisher sind Exemplare der Bogener Kundschaft im Kreismuseum Bogenberg, in Augsburg, Mainz, München, Straubing und Uffenheim aufgetaucht, ausgestellt für Handwerksgesellen, die bei Bogener Gürtler-, Maurer-, Metzger- oder Fleischhauer- und Fronfischer- Meistern in den Jahren 1787 bis 1806 in Arbeit standen. Auf der Rückseite des Briefes für den Fleischhackergesellen Joseph Wolf aus Bogen vom 30. Dezember 1806 wurden auch die Stationen seiner Wanderung eingetragen: Kollerschlag, Engelhartszell, Neukirchen. Ergänzend zu den Literaturangaben können einige erläuternde Bestimmungen bayerischer Gesetze angeführt werden. Im Jahre 1762 gab es „sehr viele Handwerksburschen, die mit alten, teils mit falschen Kundschaften versehen waren“. Deshalb wurden die Handwerkszünfte und deren „Führer“ gegen Strafe angehalten, keine Kundschaften mehr „für sich alleinig auszustellen“, sondern „in Städten und Märkten allzeit durch die ordentliche Obrigkeit“. Handwerksmeister, die sich anders verhielten, wurden vom Handwerk ausgeschlossen, inländische Handwerksgesellen, welche ungültige Kundschaften vorzeigten, wurden „mit halbjähriger Arbeitshaus-Strafe“ belegt (Kurpfalz-Baierische Landesverordnung vom 18.12.1762, auch Churbaierisches Intelligenzblatt 1770, Seite 212 und Münchner Intelligenzblatt Nummer 34 vom 19.9.1778). Am 3. März 1780 verordnete Kurfürst Carl Theodor unter anderem, dass „alle Kundschaften ... ohne Ausnahme nicht nur von dem Meister, bey welchem der Gesell in Arbeit gestanden ..., sondern auch ...von dem amttirenden Burgermeister, und nebst diesem von dem Stadt- oder Marktschreiber jeden Orts unterschrieben und gefertigt werden sollen“. Im Jahre 1808 verkündete König Maximilian Joseph das Ende der bayerischen Handwerks-Kundschaften. Im Königlich-Baierischen Regierungsblatt verordnete er am 16. März 1808, „um den Gefährden und Missbräuchen abzuhelfen, welche bisher bei Ausstellung der Kundschaften statt gefunden haben ...“, dass „Anstatt der bisherigen Handwerks-Kundschaften den wandernden Handwerkern künftig ordentliche Wanderbücher, in welchen die Zeugnisse ihrer Arbeit und Aufführung einzutragen sind, ertheilet werden sollen“. Das neue Exemplar des Gäubodenmuseums ist von ausgezeichneter Qualität und lässt deshalb auch zu, das Bild mit der ältesten Ansicht des Marktes Bogen genau zu beschreiben.

Die Umrahmung

Der Handwerksbrief ist künstlerisch an allen vier Seiten mit Ranken, Blüten, Schnörkeln und Kartuschen eingefasst. Oben befinden sich von links nach rechts amtliche, lokale und bayerische Merkmale: Eine Stempelmarke – der erste Schutzpatron des Marktes Bogen Sankt Florian mit Fahne löscht den Brand eines Schlosses –, darüber ein Lorbeerkranz mit Zweig, das Wappen der bayerischen Kurfürsten mit den Bogener Rauten – das Bogenberger Gnadenbild in barocker Kleidung – das Wappen des Marktes Bogen mit Bogen und Stern – der zweite Schutzpatron der Heilige Sebastian mit Pestpfeilen und Lorbeerzweig – Initialen des bayerischen Kurfürsten Carl Theodor. Der Hauptteil ist eindrucksvoll in verschieden großer Zierschrift über elf Zeilen verteilt. Der Druck lässt an vielen Stellen den Platz frei für die handschriftlichen Eintragungen. Er lautet:

Wir verordnete Führer und Meister des Handwerks der Fronfischer in dem kurfürstlichen Bann-Marckt Bogen unterlands Bayren etc. bescheinen und urkunden hiemit, das gegenwärtiger Fischer-knecht namens Anton Schneider von Bogen Underlands Bajern gebürtig so 21 Jahr alt und von statur Groß auch schwarzen Haaren ist bey uns allhier ¾ Jahr - wochen in arbeit gestanden und sich solche Zeit über treu, fleißig, still, friedsam und ehrlich, wie es einem jeden Fischerknecht gebühret, verhalten, welches wir also attestiren und deßhalben unsere samentliche mit-meister denselben nach Handwerks-Gebrauch überall zuförderen geziemend ersuchen wollen. zu Urkund dessen haben wir gegenwärtige Attestation mit unserer Handschrift und Insigl gefertigter und von uns Führern eigenhändig unterschribener ihme er-theilen wollen. So geschehen zu Bogen, den 9ten Tag monaths xbr [= Dezember] im Jahr 1787. Gezeichnet Anton Ertl Ambts-Kammerer, Georg Kner Marktschreiber, Mathias Pruner sowie Joseph Amann beide Vorgeher Die im Attestat genannten Bogener Bürger können durch eine Bürgerschaftsliste aus dem Jahre 1780 näher bestimmt werden. Der 21-jährige Anton Schneider war Taglöhnerssohn und wollte das Handwerk eines Fischers erlernen. Er wurde neun Monate lang zum Gesellen von den Fischermeistern Mathias Pruner und Joseph Amann ausgebildet. Prunner war damals „Viertlmeister“ der Fischerzunft, deren Hauptlade sich in Straubing befand, und wohnte im Haus Nummer 78 in der Bachgasse. Sein Kollege Amann wohnte im Haus Nummer 66 in der Gasse, die vom Marktplatz zum Bogenbach führte. Die beiden „Vorgeher“ waren so genannte Fronfischer, d. h. sie standen in der Abhängigkeit des Klosters Oberaltaich, mussten dessen Fischgewässer beaufsichtigen und gewisse Kontingente an Fischen dorthin abliefern. Sie hatten den „Fischerknecht“ Schneider ausgebildet, der vermutlich nach Straubing weitergezogen ist. Amtskammerer, heute der erste Bürgermeister, war 1781 der Weißgerbermeister an der Bogenbachbrücke Anton Ertl, Marktschreiber Georg Kner erledigte schon seit längerer Zeit die Amtsgeschäfte im Rathaus. In den unteren Eckkartuschen links und rechts befinden sich üblicherweise Abkürzungen, die Namen der Künstler, die Formel für die Druckerlaubnis und die Jahreszahl des Druckes. All dies aber hat dieser Stecher aus der Vorlage des Zeichners undeutlich – man könnte auch sagen ohne Verständnis – in eine ziemlich rätselhafte Form gebracht, an deren Auflösung alle bisherigen Autoren gescheitert sind. Vielleicht spielt auch der Druckvorgang eine Rolle, wie die vorhandenen Abzüge vermuten lassen. Unter diesen Annahmen können aber wohl die meisten Buchstaben gedeutet werden. Links – auf diesem Blatt durch zwei Siegelmarken überklebt – steht I.A.L issav. er. C.P.F.P. sculpsit IV und rechts Vuterbier gug 17.81 In der linken Kartusche dürfte es heißen: „Joseph Anton [oder zwei andere Vornamen] Lissauer [aus Lissau?] hat mit Genehmigung (Cum Privilegio) des Kurfürsten (F. statt E. ergibt dann Electoralis Principis) [Maximilian IV.] dieses Blatt gestochen (sculpsit)“. Das Zahlzeichen IV hat der Stecher aus Platzgründen in die Schlusszeile versetzt. Die rechte Inschrift verweist auf einen unbekannten „Vuterbier“, der 1781 die Ansicht gezeichnet und gedruckt hat (gug 1781). Die beiden Eigennamen konnten bisher noch nicht identifiziert werden. Vermutlich handelte es sich um wandernde Kunsthandwerker, die ihr Geld in einer politisch unruhigen Zeit auf etwas krummen Wegen verdienten.

 

Äl­tes­te Orts­an­sicht des Mark­tes (2. Teil)

BOG Handwerksbrief 1Zeich­ner hielt 1781 die An­sich­ten des Mark­tes Bo­gen und Bo­gen­ber­ges de­tail­ge­treu fest

Diese Zeichnung zeigt die Bogenbachbrücke und die Gerbereien.

 

Die Handwerkskundschaft enthält die älteste Ortsansicht des Marktes Bogen und des Bogenberges. Der Zeichner hat im Jahre 1781 den Marktplatz, sämtliche Häuser, die Bachgasse, die Obere und Untere Bergstraße, den Pilgerweg, die Jakobskirche und das Priorat auf dem Bogenberg, den Bogenbach, die Donau detailgetreu erfasst. Drei besonders interessante Ausschnitte sollen im Folgenden beschrieben werde. Die heutige Bogenbachbrücke aus Eisen und Beton lässt nur schwer erahnen, welch großes Problem sie Jahrhunderte hindurch dargestellt hat. Erst 1937 und 1964 wurden die Brücke und ihre Zufahrten verbreitert. 1885 waren die beiden bestehenden Widerlager und die anstoßenden Flügelmauern völlig erneuert und die hölzerne Brückenbahn durch eine eiserne ausgewechselt worden. Im Jahre 1860 hatte man den beschädigten hölzernen Mittelpfeiler durch Steinquader ersetzt. Bis zu diesem Zeitpunkt, also auch 1781, bestand die Bogenbachbrücke aus Holz, lediglich das Widerlager auf der Marktplatzseite aus Mauerwerk. Die erkennbaren quergelegten Bohlen der Fahrbahn waren durch den schweren Fuhrwerksverkehr und bei Hochwasser ebenso gefährdet wie das Geländer. Die Bauamtsrechnungen des Marktes weisen fast jährlich hohe Reparaturausgaben für die Brücke aus, die deshalb manchmal auch Wochen und Monate lang gesperrt war.

Nepomukstatue von 1744

Links von der Brücke hat die Nepomukstatue von 1744 im Flussbett des Bogenbaches ihren ersten Standplatz gefunden. Sockel und Körper der steinernen Figur sind nur grob gestochen, aber durch ein Kreuz und durch die Nähe zur Brücke einwandfrei bestimmbar. An das Widerlager schließt sich am Ufer des Baches ein Doppelhaus an. Hier stand schon immer eine Weißgerberei mit Wohnhaus und Werkstatt. Gut erkennbar ist ein Zaun entlang des Bogenbachufers. Er sollte die Anwesen vor unerwünschtem Zutritt schützen und vor allem verhindern, dass einzelne Fremde, vor allem Vaganten und Hausierer ohne Erlaubnis in den Markt gelangen. Auf der anderen Flussseite stehen drei Gebäude, Wohnhaus, Trockenstadel und Werkstatt. Sie gehörten 1781 zur Rotgerberei des Lederers Andreas Resch. Diese Familie gehörte zu den einflussreichsten des Marktes Bogen. Einer davon war beispielsweise von 1695 bis 1704 als Benedikt II. Abt von Oberalteich. Die Lederei Resch musste eben in dieser Zeit ein riesiges Hochwasser überstehen, wie eine heute noch vorhandene Inschrifttafel von 1784 vermeldet. Die Gerbereien an beiden Seiten des Bogenbaches benötigten viel Wasser, ihre Lage an der Brücke war also ideal für die Herstellung und den Vertrieb der Lederwaren. Dennoch stellten die Weißgerberei um 1870 und die Rotgerberei um 1880 ihren Betrieb ein.

 

BOG Handwerksbrief 2Marktkirche, Brauerei und Rathaus sind hier zu sehen.

Marktprägende Gebäude

Die drei marktprägenden Gebäude befanden sich 1781 in enger Gemeinschaft. Die Florianikirche, 1486 erbaut, war beim Großbrand 1719 eingeäschert worden. Drei Jahre später gab man dem neuen Turm eine Zwiebelhaube, die nur ein gutes Jahrhundert überstand. Denn 1836 wurde der Turm bei einem Feuer in der gegenüber liegenden Häuserreihe wieder zerstört, wobei „die zwei Kuppeln und das Gebälk in Asche gelegt wurden“, wie es in einer authentischen Urkunde heißt. Beim Wiederaufbau entstand schließlich der heutige Spitzturm der Kirche. Am Kirchenschiff angebaut war ein kleines Mesnerhaus, das nach Umbauten im Jahre 1825 als erstes Bogener Schulhaus verwendet wurde. Gegenüber der Kirche präsentierte sich eines der vielen Brau- und Gasthäuser Bogens. Sie gehörte um diese Zeit Franz Mayr. Er war ein angesehener Mann, so dass er 1767 und 1786 zum Amtskammerer gewählt worden war. Sein Haus, das größte Gebäude des Marktplatzes, besaß einen dreifach geschwungenen Giebelaufbau, der in kleinerem Maßstab noch um 1950 an einigen Bürgerhäusern zu sehen war. Der große halbrunde Eingang führte zu den Gasträumen, der rechte in den Wirtschaftshof. Beim Großbrand von 1836 wurde das Brauanwesen vernichtet und beim Neubau entstand an Stelle des Giebelhauses das heutige Traufseithaus. Das älteste Bogener Rathaus, mit einem Erker und einem aufgesetzten Glockenturm, lag schräg gegenüber der Kirche an der Bergseite des Platzes. 1642 wurde es von Grund auf erneuert und bildete 200 Jahre lang den Mittelpunkt des Marktplatzes. Erst 1841 musste das Rathaus dem damals benötigten neuen Landgerichtsgebäude weichen. Wir besitzen mit dem Handwerksbrief die beste Darstellung dieses Hauses, Bauamtsrechnungen und Schulakten des Stadtarchivs geben zusätzlich nähere Auskünfte. Das unterkellerte Haus diente nicht nur als Versammlungsgebäude und als Unterkunft für den Marktschreiber und die Nachtwächter, sondern beherbergte auch das Schulzimmer des Bannmarktes. Im Erdgeschoss gab es eine kleine Ratsstube, ursprünglich auch das Schulzimmer, eine Küche, das Nachtwächterzimmer und ein Nebenzimmer. Im ersten Stockwerk befanden sich zwei größere Räumlichkeiten: Das Sitzungszimmer des Magistrats und der Tanzboden, der Festsaal des Marktes, der bei guten Ernten auch zur Aufnahme von Getreide Verwendung fand. Um 1680 verlegte man das Schulzimmer in den ersten Stock, wo dann bis 1825 unterrichtet wurde. Unter dem mit Schindeln gedeckten Dach lag der Heuboden. Im kuppelgedeckten Dachreiter ist sogar die Alarmglocke erkennbar, die bei Feuer und Hochwassergefahren zum Einsatz kam. Der Erker ermöglichte es den Magistratsräten, aus beiden Sälen den ganzen Marktplatz zu überblicken. Rechts führte ein Tor in den Hofraum und zum Rathausbrunnen. Daneben ist ein längliches Gebilde zu erkennen, das möglicherweise den Pranger darstellen sollte, der traditionell beim Rathaus stand und in Bogen bis 1809 in Gebrauch war. Den südlichen Abschluss des Marktplatzes bildete mindestens seit dem 15. Jahrhundert ein bewohnbares Tor, ausgebaut mit einem doppelten Walmdach. Besitzer war die Marktgemeinde, die verarmte Bürger, beispielsweise um 1800 den Bierbrauer Jakob Krieger gratis hier logieren ließ. Im Jahre 1812 verkaufte der Magistrat das Torhaus an den Kaminkehrer Johann Wagner. Nach einigen Hin und Her kaufte der Markt das Gebäude zurück, weil er beschlossen hatte, die enge Tordurchfahrt durch Abbruch zu beseitigen. Das geschah im Jahre 1842.

 

BOG Handwerksbrief 3Auf dieser Abbildung: Unteres Tor, Mauthaus, Flüsse und Marienstein.

Mautstätte für Donauschiffe

Neben dem Torhaus, auf dem Bild „unterhalb“, ist ein einzelnes hohes Gebäude mit einem großen Dachaufbau zu erkennen. Es handelt sich dabei um das Mauthaus, das an dieser Stelle seit dem frühen 14. Jahrhundert als Mautstätte für den Donauschiffsverkehr zeitweise eine große Rolle spielte. Der Mautner war ein angesehener Mann, stand er doch im Dienste des bayerischen Herzogs, beziehungsweise Kurfürsten. Er verfügte über berittene Knechte, die ihn bei seiner Arbeit, die sich zwischen der Lände an der Bogenbachmündung und dem Mauthaus abspielte, zu unterstützen hatten. Die im freien Feld liegenden länglichen Gebilde, die fünf kleineren daneben und die weiteren einzeln liegenden Gegenstände sind wohl als Güter zu deuten, die mit der Maut zu tun hatten. Die Namen der letzten Bogener Mautner finden sich auf dem Bogenberg. Johann Simon Parzinger starb 1728 und Elisabeth von Kremponn 1762. An der Bogener Mautstelle wurde kontrolliert, ob die Fracht in den größeren Mautstationen von Straubing und Deggendorf ordentlich verzollt worden war. Darüber hinaus werden wohl auch lokale Handelsgüter wie Bier und Wein, Leder und Tuchwaren abgefertigt worden sein. Da die Maut durch Zentralisierung und zunehmende Ausnahmeregelungen allmählich nichts mehr einbrachte, wurde sie in Bogen im Jahre 1784 als überflüssig aufgehoben. Etwas später erhielt das Mauthaus die Hausnummer 18 und neue private Eigentümer, darunter den zugewanderten Lederermeister Johann Evangelist Geist. 1874 entstand an dieser prominenten Stelle ein neues großes Wohnhaus mit fünf Gerberböden, das „Geistlederer-Haus“, das den Marktplatz wie früher das Torhaus und das Mauthaus abschloss. Aber auch dieses schöne Haus wurde 1899 abgebrochen, als der Markt ein Amtsgerichtsgebäude benötigte, das heutige Rathaus.

Mittendrin der Marienstein

Am südlichen Ortsende von Bogen fließen „bogen.Flus.“, „Altach-F.“ und „Dunav.F.“ zusammen. Mittendrin ist der Frauen- oder Marienstein zu sehen, an dem der Legende nach das Bogenberger Gnadenbild der heiligen Maria gelandet ist. Der Felsen liegt seit der Fertigstellung der Umgehungsstraße im Jahre 1971 am Ufer der alten Donau. Neuerdings führt ein kleiner Pfad zu dieser geschichtsträchtigen Stelle. Am Fuße des Bogenberges, an der Straße nach Deggendorf stehen noch ein paar Gebäude, ganz rechts das Spital des Marktes und daneben eine kleine Kapelle. Die Entstehung dieses Kirchleins hängt möglicherweise mit der Wallfahrt Bogenberg oder mit dem Spital zusammen. Im Jahre 1804 machte die Säkularisation der überlieferten „Marienkapelle“ ein Ende, sie wurde abgerissen.

Quelle: Hans Neueder/BOG Zeitung vom 21. und 26. September 2017 (Zeitversetzte Übernahme aufgrund einer 14-tägigen Sperrfrist)

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