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Gschwendt. 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr

Ein Fest für die Geschichtsbücher - Kameradschaft gefeiert

Vier Tage lang hat Gschwendt ganz im Zeichen der Feuerwehr gestanden. Mit ihrem 150-jährigen Gründungsfest von Freitag bis Montag feierte die Freiwillige Feuerwehr Gschwendt unter dem Leitspruch „Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr“ ein Jubiläum, das den zahlreichen Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben dürfte. 96 Gastvereine, rund tausend Gäste sowie die gesamte Dorfgemeinschaft machten das Fest zu einem besonderen Ereignis.

Bereits Wochen vor dem Fest herrschte im Ort Ausnahmezustand. Unzählige Helfer schmückten das Dorf und bereiteten alles bis ins kleinste Detail vor. „Wir haben über drei Jahre auf dieses Fest hingearbeitet. Jetzt dürfen wir gemeinsam vier unvergessliche Tage feiern“, sagte Festleiter Florian Landstorfer zum Auftakt. Er hob besonders den Festausschuss, Schirmherrn David Groth, Festmutter Christina Landstorfer, die Festbraut Nina Schosser, die Festdamen sowie den Patenverein, die Freiwillige Feuerwehr Ascha, hervor.

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Eine kleine Erfrischung beim Festzug gab es für die Zuschauer von der Bärnzeller Handdruckspritze aus dem Jahre 1890

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O zapft is: Thomas Neidl, Florian Landstorfer, Christina Landstorfer, Nina Schosser, David Groth, Braumeister Thomas Eichenseher, Ehrenkommandant Michael Landstorfer und Altbürgermeister Wolfgang Zierngibl (von links)

Mit Böllerschützen und Standkonzert

Der Festauftakt begann mit den Böllerschützen Ascha und einem würdevollen Totengedenken. Kommandant Thomas Neidl erinnerte an die 19 verstorbenen Mitglieder seit dem 125-jährigen Jubiläum und legte einen Kranz in der Kirche nieder. Nach dem Standkonzert der Fels’nstoana Blaskapelle wurde ins Festzelt eingezogen. Anschließend eröffnete Schirmherr David Groth beim Bieranstich mit nur zwei Schlägen das Fest offiziell. Die Partyband „Die Hirsch’n“ sorgte anschließend für Stimmung.

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Christina Landstorfer, Nina Schosser, Marie Fuchs, Theresa Laumer, Anna Dindaß und Regina Hecht mit Begleiterkindern am Sonntag auf dem Weg zum Gottesdienst - Foto: Marion Wagner

 

Der Höhepunkt des Jubiläums war der Festsonntag. Nach dem Kirchenzug feierte Pfarrer Christof Hagedorn den Festgottesdienst am alten Wirtshaus, dem neu gestalteten Dorfmittelpunkt. Dabei segnete er die restaurierte Vereinsfahne sowie die neuen Fahnenbänder und würdigte den unverzichtbaren Dienst der Feuerwehr für die Gesellschaft.

Im Anschluss folgte die feierliche Bänderverleihung, die Festleiter Florian Landstorfer moderierte. Mit persönlichen und teils emotionalen Prologen überreichten die Bandträgerinnen nacheinander die einzelnen Fahnenbänder. Den Auftakt machten Festmutter Christina Landstorfer und Festbraut Nina Schosser mit der Übergabe ihrer Bänder. Es folgten Marie Fuchs mit dem Schirmherrenband, Theresa Laumer mit dem Trauerband, Anna Dindaß mit dem Patenband sowie Regina Hecht mit dem Festausschussband. Den Abschluss bildete Patenbraut Eva-Maria Bauer, die das Fahnenband des Patenvereins, der Freiwilligen Feuerwehr Ascha, überreichte.

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Der Kirchenzug wurde angeführt von Thomas Laumer.

 

Auch historische Fahrzeuge waren mit dabei

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Taferlbua Max Winter beim Einzug ins Festzelt - Fotos: Markus Scheuerer

 

Beim anschließenden Festzug boten 96 Gastvereine, Musikkapellen, historische Fahrzeuge und festlich geschmückte Gespanne ein beeindruckendes Bild. Zahlreiche Zuschauer säumten die Straßen und belohnten die Teilnehmer mit lang anhaltendem Applaus.

Auch der Festausklang am Montag mit dem Tag der Gemeinden, Behörden und Betriebe war gut besucht. Im Festzelt, am Weißbierschwammerl und an der Bar herrschte an allen vier Tagen ausgelassene Stimmung.

Zum Abschluss zog Festleiter Florian Landstorfer eine durchweg positive Bilanz. Er betonte das Engagement der Helfer und der gesamten Dorfgemeinschaft. „Ganz Gschwendt war auf den Beinen. Dieser Zusammenhalt hat unser Jubiläum zu einem unvergesslichen Fest gemacht“, betonte Landstorfer. Das 150-jährige Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Gschwendt dürfte als eindrucksvoller Beweis für gelebtes Ehrenamt, starke Kameradschaft und eine außergewöhnliche Dorfgemeinschaft in Erinnerung bleiben.

Ahe/BOG Zeitung vom 16. Juli 2026 (Gen. der Lokalredaktion)

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