Siglbrunn – eine späte Siedlung

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Die Titelseite des heimatkundlichen Magazins über den Ortsteil Siglbrunn.

Fal­ken­fels. Ei­ne hei­mat­kund­li­che Neu­er­schei­nung von Ed­da Fendl

 

„Aller guten Dinge sind drei!“ An diesen Grundsatz scheint sich die unermüdliche Heimatforscherin Edda Fendl zu halten, die nun ihren heimatkundlichen Magazinen über Oberhof und Forst eine dritte Ausgabe folgen ließ über Siglbrunn, einen weiteren Ortsteil von Falkenfels, in nördlicher Richtung liegend auf halbem Weg nach Hirschberg. Die Besiedlung dieses Ortsteils ist im Wesentlichen einer einzigen Sippe zu verdanken und die Entwicklung steht im engen Zusammenhang mit dem tragischen Ende der Familie Lang auf Schloss Falkenfels, die ihren Besitz auf schicksalhafte Weise veräußern musste. Da die nachfolgenden Besitzer nur an den zugehörigen Wäldern interessiert waren, wurden der landwirtschaftliche Besitz und die Hofstellen weiterveräußert und zertrümmert. Durch weitere Ausbrüche wuchs die Siedlung zu einem ansehnlichen Weiler heran, wobei die Bewohner durch verwandtschaftliche Beziehungen eng verbunden blieben.

In akribischer Kleinarbeit hat die Autorin die genealogischen Zusammenhänge erforscht und festgehalten. In dem neuen Magazin kommt auch eine Zeitzeugin zu Wort, die aufgrund ihres Alters sich noch an die alten Zeiten erinnern konnte. Da ist die Rede von der schweren Arbeit in der Landwirtschaft, die damals in Handarbeit ohne den Einsatz von Maschinen geleistet wurde, von den schweren Zeiten im Krieg und dem bangen Warten auf die Rückkehr der Väter und von der Arbeit der Frauen, die die Hofstellen allein bewirtschaften mussten, da die Männer nicht mehr vom Krieg heimkamen, und dem entbehrungsreichen Leben und dem Flüchtlingselend in der Nachkriegszeit, vom Hopfenzupfen und Besenbinden und vielem mehr.

Die Autorin des Magazins, Edda Fendl aus Mitterfels, ist bekannt für ihre leidenschaftliche Forschungsarbeit im Bereich Heimatkunde und ihre akribische Recherche. Wie schon bei ihren früheren heimatkundlichen Magazinen hat sie auch bei dieser Arbeit unzählige Stunden an mühseliger Kleinarbeit und Detailsuche in Archiven und schriftlichen Quellen geleistet. Besonders ergiebige Fundgruben waren unter anderen das Liquidationsprotokoll von 1839, die Matrikel der Pfarrei Ascha und das Archiv der Gemeinde Falkenfels. Unabdingbar für die Entstehung des Magazins war auch die bereitwillige Mitarbeit der Bürger von Siglbrunn, die vertrauensvoll ihre Bilder und Dokumente aus ihren Familienarchiven zur Auswertung zur Verfügung stellten oder als Zeitzeugen mit ihren mündlichen Berichten wertvolle Informationen lieferten.

Besondere Verdienste bei der Entstehung dieser heimatkundlichen Arbeit hat sich wieder einmal Franz Tosch, ebenfalls aus Mitterfels, erworben, der in vielen ehrenamtlichen Stunden das Layout erstellt und in professioneller Manier die Broschüre bis zur Druckreife gestaltet hat. In viel ehrenamtlicher Arbeit ist somit ein reich und vielfach farbig bebildertes Magazin entstanden, das zahlreiche historische Informationen enthält und nicht nur bei den Bewohnern von Siglbrunn auf Interesse stoßen wird, sondern auch bei den Falkenfelsern und sicher auch bei den Neubürgern Gefallen finden wird. Es wird vom Arbeitskreis Heimatgeschichte Mitterfels herausgegeben.

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Sie alle freuten sich über eine weitere heimatkundliche Arbeit von Edda Fendl, die Mitglieder des Arbeitskreises Heimatgeschichte aus Mitterfels und die Mitglieder des Historischen Vereins Falkenfels sowie Bürgermeister Ludwig Ettl (Mitte). (Foto: tb)

Am Donnerstagnachmittag (9. November 2017) ist es im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Gemeindekanzlei erstmals einer kleinen Öffentlichkeit vorgestellt worden. Bürgermeister Ettl nutzte die Gelegenheit, um seine Freude über die heimatkundliche Neuerscheinung zum Ausdruck zu bringen und der Autorin Edda Fendl für ihr heimatkundliches Engagement zu danken. Das Magazin, das sich auch als ein günstiges und sinnvolles Weihnachtsgeschenk eignet, ist zu einem Preis von nur sechs Euro an verschiedenen Verkaufsstellen erhältlich, bei Schreibwaren Stolz in Mitterfels, in der Filiale der Raiffeisenbank in Falkenfels und bei Edeka Stöger in Oberhof.

Quelle: Theo Breu/BOG Zeitung vom 11. November 2017

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