Kreativ in der Krise: Mitterfelser Basarteam organisiert ersten WhatsApp-Kinderbasar

Basar Turnhalle w

Der beliebte Basar in der Turnhalle in Mitterfels kann heuer nicht stattfinden. Das Basarteam hat sich deshalb eine Alternative überlegt, die sehr gut ankommt. Foto: Johanna Wasner

Gute Zeiten für Schnäppchenjäger

Wer als Elternteil derzeit an günstige gebrauchte Kleidung oder Spielsachen kommen möchte, hat es schwer. Denn ...

... fast überall im Landkreis Straubing-Bogen sind die beliebten Kinderbasare abgesagt. Das Basarteam in Mitterfels jedoch ist kreativ geworden und hat einen WhatsApp-Basar ins Leben gerufen. Der Erfolg ist überwältigend.

Sie stehen normal dick und fett im Terminkalender vieler Eltern: die Basare, bei denen man alles rund um Kind und Schwangerschaft kaufen und verkaufen kann. Doch wie schon im letzten Jahr macht auch heuer die Corona-Krise den ehrenamtlichen Organisatoren dieser Veranstaltungen einen Strich durch die Rechnung. Doch besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen.

Das dachten sich auch Johanna Wasner und ihre Kolleginnen vom Basarteam in Mitterfels. Denn nachdem im vergangenen Jahr sowohl der Frühjahr-Sommer-Basar als auch der Herbst-Winter-Basar abgesagt werden mussten, wollten sie heuer unbedingt allen Eltern, die nicht immer alles sofort neu kaufen möchten, eine Alternative anbieten. „Als sich im Januar abgezeichnet hat, dass unser beliebter Basar auch heuer wohl wieder nicht stattfinden kann, haben wir lange hin und her überlegt, was wir machen könnten“, erzählt Organisatorin Johanna Wasner. Durch Zufall sei sie dann auf ein Münchner Basarteam gestoßen, das diese Basar-Alternative bereits anbietet.

Unkompliziertes Konzept hat gleich überzeugt

„Da meine Mutter in München wohnt, habe ich mich dort angemeldet und den WhatsApp-Basar ausprobiert“, erzählt Wasner, die selbst Mutter dreier Kinder ist. Das unkomplizierte Konzept habe sie gleich überzeugt, sodass sie die Idee auch ihren Kolleginnen vom Mitterfelser Basarteam vorgestellt hat. Schnell sei klar gewesen, dass man das auch in der Gemeinde ausprobieren möchte.

Das Prinzip ist einfach: Wer beispielsweise auf der Suche nach Spielzeug, Büchern, Schuhen und natürlich Kleidung für Kinder vom Baby- bis hin zum Grundschulalter ist oder selbst etwas zum Verkauf anbieten möchte, meldet sich per WhatsApp bei Johanna Wasner. Das Basarteam hat sieben verschiedene WhatsApp-Gruppen zu unterschiedlichen Verkaufsthemen eingerichtet und wer möchte, bekommt von ihr einen Link zugeschickt und kann so den gewünschten Gruppen beitreten.

Der Einstieg ist noch für jedermann möglich

„Wer Mitglied einer Gruppe ist, kann dort Fotos von Sachen, die er verkaufen möchte, einstellen“, erklärt Johanna Wasner. Dazu müssen unter anderem Größe, Preis und auch der Standort, wo der Artikel abgeholt werden kann, angegeben werden. Findet sich ein potenzieller Käufer, meldet dieser sich direkt beim Verkäufer und die beiden regeln alles Weitere unter sich.

Am 13. März wurden die verschiedenen WhatsApp-Gruppen geöffnet und seitdem wird „wie verrückt gekauft und verkauft“, berichtet die Organisatorin und erzählt weiter: „An einem Tag waren in einer Gruppe schon 257 Käufer und Verkäufer und das Feedback aller Teilnehmer ist bislang nur positiv. Wir freuen uns total, dass das Angebot so gut angenommen wird.“ Noch bis 6. April sind die Gruppen geöffnet und ein Einstieg ist auch für alle Interessierten jederzeit noch möglich.

Dennoch bleibt das Bedauern

Trotz des tollen Erfolgs ist das Mitterfelser Basarteam aber dennoch etwas wehmütig, dass auch in diesem Jahr kein Frühling-Sommer-Basar in der Turnhalle der Grund- und Mittelschule stattfinden kann. „Natürlich kommen die Mütter und Väter zu den Basaren, weil sie schöne Sachen zu einem guten Preis finden möchten, aber es geht dabei ja auch um das Gesellschaftliche“, sagt Johanna Wasner. Die Basare hätten sich über die Jahre zu einem richtigen Treffpunkt entwickelt, an dem nach meist erfolgreichem Einkauf bei Kaffee und Kuchen viel gelacht und geratscht werde. Nicht vergessen werden dürfe außerdem der Aspekt, dass nun auch in diesem Jahr die Einnahmen, die sonst immer an soziale Projekte in der Gemeinde gespendet werden, wegfallen. „Aber vielleicht spendet ja der ein oder andere Käufer oder Verkäufer heuer trotzdem, sodass wir dieses Geld weitergeben können“, hofft Johanna Wasner. -rev-

Mehr Informationen zum Mitterfelser WhatsApp-Kinderbasar gibt es im Internet unter www.basar-mitterfels.de. Außerdem kann jeder, der selber mitmachen möchte, sich per WhatsApp unter der Telefonnummer 0151/15270891 bei Johanna Wasner melden.

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