50 Jahre Haselbacher Faschingszug

Fasching ursprung1

Mit einem Faschingszug der Schulkinder und einem Gespann mit Ochs und Esel begann 1969 die Geschichte des Haselbacher Gaudiwurms.

„Zieht euch halt was Lustiges an“ - … mit Links zu früheren Faschingszügen 

Es ist kaum zu glauben: Was 1969 als Schulkinderfasching in Haselbach begann, hat sich in den vergangenen 50 Jahren zu einer festen Einrichtung entwickelt, und inzwischen ist Haselbach zu einer Faschingshochburg mit vielen Besuchern geworden.

Noch immer finden sich Frauen und Männer, die mit großem Engagement einen Gaudiwurm organisieren, an dem sich viele Vereine aus der Nachbarschaft beteiligen. Seit 1970 zieht es am Faschingsdienstag viele Besucher nach Haselbach und am Faschingsdienstag, 25. Februar, um 14 Uhr wird sich wieder ein langer Gaudiwurm mit viel Musik und bunten Masken durch den Ort schlängeln.

Fasching ursprung2Dabei hatte alles ganz klein angefangen. Alois Bernkopf, damals Lehrer der siebten und achten Klassen in Haselbach, erinnert sich: Im Februar 1969 hatte er die Idee, am Faschingsdienstag nach der zweiten Schulstunde mit seinen Schülern einen kleinen Faschingsumzug durchs Dorf zu machen. „Zieht euch halt was Lustiges an“, war die Parole. Mit Schifferklavier, gespielt von Hildegard Fuchs, und einem „Zuggespann“ mit Ochs und Esel vorneweg zog man los, und die Bilder zeigen, wie viel Spaß Jung und Alt dabei hatten.

Ideengeber Alois Bernkopf mit Zylinder und Faschingsorden.

Rötkäppchen und Cowboys

Die Mädchen gingen als Rotkäppchen, die Buben als Cowboys, die Backen rot bemalt und Schnurrbärte im Gesicht. Nach dem Umzug wurden alle ins Café Anker eingeladen zu lustigen Filmen wie „Dick und Doof“ oder „Pat und Patachon“. Weil es so schön war, wurde beschlossen, im nächsten Jahr am Faschingsdienstagnachmittag einen richtigen Faschingszug für Kinder zu veranstalten.

In den nächsten Jahren wurde der Kinderfaschingszug eine feste Einrichtung in Haselbach. Organisator war Alois Bernkopf; der Verkehrs- und Verschönerungsverein mit seinem Vorsitzenden Carl Hösl und der Haselbacher Schülerchor von Hans Baier machten mit. Zum Schluss wurden dann im Gasthaus Anker-Hösl die besten Masken prämiert.

Im Laufe der Jahre fanden sich immer mehr Vereine ein und bereicherten den Faschingszug mit originellen Fahrzeugen. 1970 führte ein Ponygespann mit einer „Ungarischen Hochzeit“ den Zug an, 1973 waren die „Lustigen Dorfmusikanten“ dabei und 1976 die Perchtengruppe von Alfred Krieger. Viele aktuelle Ereignisse wurden aufs Korn genommen: das Ende der Herzklinik, die T-Aktie oder der amerikanische Präsident Clinton. Auch der „Sensenmann“ fuhr schon mal mit. Schon ab 1975 schloss sich dem Gaudiwurm ein lustiges Faschingstreiben im Gasthaus Gunda Häuslbetz an, manchmal sogar mit einem Kinderballett von Helga Krauß.

Die Organisation übernahmen zunächst Ortsvereine wie die Turnabteilung und der Heimat- und Wanderverein, der 1978 die Abteilung Faschingskomitee (Hafako) gründete. Die Gemeinde Haselbach unterstützt das bunte Treiben bis heute und agiert als Veranstalter. 1975 lobte die Heimatzeitung: „... Der Haselbacher Kinderfasching hat sich zu einer der best organisierten Veranstaltungen dieser Art im Landkreis entwickelt.“

Neues Kapitel im Jahr 2001

Als 2001 Günther Janshen den Vorsitz des Hafako übernahm, wurde ein neues Kapitel im Haselbacher Fasching aufgeschlagen. Ein Kinderprinzenpaar wurde proklamiert, eine Faschingsgarde unter der Leitung von Karin Dörschmidt und Anja Stollberg aufgebaut und im November 2003 führten 18 Gardemädchen ihren ersten öffentlichen Tanz auf. Bis heute sind die Gardemädchen mit dem Prinzenpaar eine feste Einrichtung des Haselbacher Faschings.

Fasching 2013

Die Zuschauer kamen auch bei dichtem Schneetreiben wie 2013. Fotos: Archiv AK Heimatgeschichte Mitterfels (Vergrößern durch Klick ins Bild!)

Dazu gehören die Faschingseröffnung am 11. November mit der Herausgabe der Gemeindekasse und des Rathausschlüssels und ein festlicher Inthronisationsball mit Showprogramm. Im Lauf der Jahre entwickelte sich die Prinzengarde unter der Leitung von Ingrid Zech und später Christina Zech zu einer weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannten Formation unter dem Namen Karnevalistischer Tanzsportverein. Heute trainieren Anita Schläger und Silke Bach mit ihrem Team die Kinder und organisieren die Auftritte der Prinzengarde und, zusammen mit vielen Vereinen und Gruppen, wird der Faschingszug organisiert. „Wir tüfteln schon sehr lange am 50. Faschingszug und einer Faschingszeitung“, meint Silke Bach.

Nachlesen kann man diese Geschichte auch im Mitterfelser Magazin Nr. 14/2008 auf vielen bunten Seiten.

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… und hier auf der Webseite finden Sie Berichte und Fotostreckenvon früheren Faschingszügen

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