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Kreismusikschule. Wenn die Ziach erzählt …

2026 07 21 Vorspielabend an der Steirischen

Milena Casuccio, im Duett mit Lehrer Siegfried Hirtreiter, spielt den „Ida Boarischen“. Foto: Michaela König

Vorspielabend an der Steirischen Harmonika

Schon beim Betreten des Konzertsaales der Kreismusikschule in Mitterfels ist es am Donnerstagabend zu spüren gewesen: Es lag ...

... ein Hauch musikalischer Gemütlichkeit in der Luft. Mit ihrem markanten Wechselspiel aus Zug und Druck erklingt die Steirische Harmonika – auch „Ziach“ genannt – wie kaum ein anderes Instrument. Mal klingt sie fröhlich und ausgelassen, mal sanft und nachdenklich. Genau das machte den Vorspielabend der Harmonikaschüler von Musiklehrer Siegfried Hirtreiter aus.

Schulleiter Andreas Friedländer betonte, dass ein Vorspielabend zugleich ein Moment sei, in dem junge Musiker erleben dürfen, wie ihre Musik Menschen berührt.

Steirische Harmonika entstand im 19. Jahrhundert

Die jungen Musikanten erschienen allesamt in Dirndl oder Lederhose. Die Steirische Harmonika entstand im 19. Jahrhundert im Alpenraum und wurde zum Herzstück der alpenländischen Volksmusik. An der Kreismusikschule erlernen aktuell siebzehn Schülerinnen und Schüler das Instrument.

Das Fest der Volksmusik eröffnete die jüngste Spielerin des Abends, Isabel Hafner aus Bärndorf, mit einem „Lustigen Landler“ und „I bin da Hans vom Welschenland“. Mit kräftigen Tönen folgte der zehnjährige Lukas Höglmeier. Seine „Tick-Tack-Polka“ ließ die Füße beinahe von selbst den Takt suchen, ehe die „Ennstaler Polka“ den Schwung mühelos aufnahm.

Ein Landler ist weit mehr als ein Musikstück

Ein Landler war früher weit mehr als ein Musikstück. Er war Tanz, Begegnung und geselliges Miteinander zugleich. Diese Tradition schwang auch bei der Drittklässlerin Elisabeth Wörtz mit, die den „Langsamen Landler“ mit viel Gefühl interpretierte. Anschließend drehte sie mit „Lustig umadraht“ musikalisch wieder auf. Dann spielte der neunjährige Florian Eibauer auswendig den „Hadalump“ und „Und a Woidbua bin i“ mit sichtbarer Freude.

Mit der bekannten Weise „Tirol, Tirol, Tirol“ betrat der neunjährige Korbinian Weber die Bühne. Mit „Der Paul und sei Gauli“ setzte er schwungvoll nach. Die Zuhörer stimmten fröhlich mit ein und als Zugabe spielte er noch ein „Prosit der Gemütlichkeit“, das Lieblingslied seines Opas. Anschließend überzeugte Milena Casuccio aus Neukirchen mit der „Ida Boarischen“ und „Der alte Jäger“. Den Schlusspunkt der Einzelvorträge setzte Valentin Detterbeck aus Hunderdorf. Mit der „Kuckuckspolka“ und „Guat aufg’legt“ machte der Neunjährige seinem Programm alle Ehre.

Auch als der letzte Ton verklungen war, blieb die Freude am Musizieren, am gemeinsamen Lachen und daran, ein Stück gelebter Tradition weiterzutragen. Musiklehrer Siegfried Hirtreiter durfte mit Recht stolz auf seine Schützlinge sein. Sie bewiesen nicht nur musikalisches Können, sondern erzählten mit ihrer Ziach Geschichten … von Heimat, Gemeinschaft und einer Volksmusik, die lebendig bleibt.

Pressemitteilung KMS/mik vom 21. Juli 2026

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