Featured

Das 25-jährige Priesterjubiläum von Prior P. Martin Müller

2026 06 09 P Mrtin 25 j Priesterjub

Ein festliches Gepräge hatte der Gottesdienst zum Norbertusfest und zugleich zum 25-jährigen Priesterjubiläum des aus Mitterfels stammenden Priors P. Martin Müller (Mitte) mit Abt Petrus-Adrian Lerchenmüller (rechts), Dekan Johannes Plank (links) und Diakon Rupert Loichinger (Zweiter von links) am Altar. Fotos: Irmgard Hilmer

Feiern im Doppelpack: Norbertusfest und das 25-jährige Priesterjubiläum von Prior Pater Martin Müller.

Sankt Norbert war eine „schillernde Persönlichkeit“.

Mit einem tiefgründigen Fest ist am Sonntagabend im Klosterdorf Windberg der Gedenktag des heiligen Norbert, des Ordensgründers der Prämonstratenser, begangen worden. Für die Klostergemeinschaft und die geladenen Gäste gab es jedoch noch einen weiteren Grund zur Freude: Gleichzeitig feierte Prior Pater Martin Müller sein silbernes Priesterjubiläum. Vor 25 Jahren, am 2. Juni 2001, empfing er in der Windberger Pfarr- und Klosterkirche Mariä Himmelfahrt durch den damaligen Regensburger Bischof Manfred Müller die Priesterweihe.

Herzlicher Empfang in der vollen Klosterkirche

Abt Petrus-Adrian Lerchenmüller zeigte sich sichtlich bewegt über das voll besetzte Gotteshaus. Ein besonderer Gruß des Abtes galt Pater Martins Mutter Marianne Müller, dem Dekan des Dekanates Straubing, Johannes Plank, sowie dem ehemaligen Elisabethszeller Pfarrer Herbert Meier, der Pater Martin einst getauft hatte. „Schön, dass ihr euch alle auf den Weg gemacht habt, dieses Fest mit uns zu feiern“, betonte Abt Petrus-Adrian. Der Abt blickte dankbar auf den Lebensweg des Jubilars zurück, der nun seit einem Vierteljahrhundert als Priester wirkt. Als Prämonstratenser gelinge es Pater Martin seit jeher meisterhaft, den anspruchsvollen Spagat zwischen dem klösterlichen Ordensleben und einer lebendigen, den Menschen zugewandten Pastoral zu meistern. Lerchenmüller hob den Primizspruch des Priors hervor: „Die Freude an Gott ist unsere Kraft.“ Dieses Bibelwort sei für Pater Martin kein bloßes Zitat, sondern eine täglich gelebte Haltung.

Nach dem feierlichen Norbertuslied übernahm der Jubilar die Leitung der heiligen Messe. Die Festpredigt hielt der Jubilar auf Wunsch seiner Mitbrüder selbst – und überraschte mit einem bemerkenswert ehrlichen, ambivalenten Blick auf den Ordensgründer. Der heilige Norbert von Xanten sei für ihn keineswegs ein fehlerfreier „Heiliger aus Marmor“, sondern eine schillernde Persönlichkeit voller Brüche und Widersprüche im Lebenslauf gewesen: vom Reformer zum Einsiedler, vom Wanderprediger zum Erzbischof mit genau jener Macht, von der er die Kirche eigentlich befreien wollte. „Norbert war ein Suchender, nie fertig“, erklärte Pater Martin. Genau darin sehe er nach 25 Priesterjahren die Parallele zu seinem eigenen Weg. Auch dieser sei nicht geradlinig verlaufen; es gab Begeisterung, aber auch das Loslassen-Müssen, Enttäuschungen und Zeiten des Suchens. Was ihn an Norbert fasziniere, sei dessen Begeisterung und die sogenannte „Libertas Norbertina“ – die norbertinische Freiheit. Diese bedeute nicht Unabhängigkeit, sondern die Bereitschaft, sich von Christus immer neu in Bewegung setzen zu lassen, anstatt in Gewohnheiten zu erstarren.

Glanzvoller Rahmen und gemeinsamer Ausklang

2026 06 09 P Mrtin 25 j Priesterjub 2

 

Ein seltener Moment beim 25-jährigen Priesterjubiläum von Pater Martin Müller. Zusammen mit Herbert Meier, der ihn einst taufte, steht er hier am geschichtsträchtigen Taufstein.

 

Der Festgottesdienst wurde musikalisch ansprechend gestaltet: Marius Herb überzeugte als Kantor, Peter Hilger glänzte an der Orgel, und die Trompeter Paul Windschüttl und Andreas Wagenschwanz verliehen der Liturgie einen wahrhaft königlichen Glanz. Am Altar und in den Bankreihen versammelte sich eine große Gemeinschaft, um den Jubilar zu ehren.

Neben Diakon Rupert Loichinger konzelebrierten Dekan Johannes Plank, Mitbrüder aus den Klöstern Windberg und Speinshart sowie indische Prämonstratenser aus den Bistümern Regensburg und München-Freising. Ein besonderer Moment war die Anwesenheit von Ruhestandspfarrer Hans Trimpl, einem langjährigen Freund des Jubilars, sowie von Taufpriester Herbert Meier (ehemals Pfarrer in Elisabethszell).

Nach dem Segen und dem feierlichen Auszug fand das Fest in den Räumen der Jugendbildungsstätte seine Fortsetzung. Bei guten Gesprächen und Begegnungen ließen die Gäste und die Klostergemeinschaft den Abend harmonisch ausklingen – ganz im Sinne des lebendigen Geistes der Gemeinschaft, der diesen Sonntagabend in Windberg so spürbar geprägt hatte.

Irmgard Hilmer/BOG Zeitung vom 9. Juni 2026 (Gen. Der Lokalredaktion)

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.