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Gschwendt. „Reiwa Heigl“ nimmt Gestalt an

2026 06 23 Reiwa Heigl

 

Übergabe der Auszahlungsurkunde vor dem einstigen Gasthaus „Reiwa Heigl“ (v. l.): Walter Pfleger (Architekturbüro Pfleger), Dritte Bürgermeisterin Angela Simmel, Bürgermeister David Groth, Amtsleiter Hans-Peter Schmucker sowie Zweiter Bürgermeister Stefan Merl. - Foto: ALE Niederbayern

 

Weitere Million für die Sanierung des geschichtsträchtigen Gebäudes

Auf der Baustelle des ehemaligen Gasthauses „Reiwa Heigl“ in Gschwendt (Gemeinde Ascha) herrscht seit einigen Monaten reges Treiben – und die Fortschritte sind inzwischen unübersehbar. Davon überzeugte sich der Leiter des Amts für Ländliche Entwicklung (ALE) Niederbayern, Hans-Peter Schmucker, bei einem Besuch vor Ort persönlich. Im Rahmen des Baustellentermins übergab er zugleich die Auszahlungsurkunde für eine weitere Förderrate in Höhe von einer Million Euro an Bürgermeister David Groth.

„Der Baufortschritt zeigt eindrucksvoll, dass hier etwas Großes für die Zukunft des Dorfes entsteht“, betonte Amtsleiter Hans-Peter Schmucker. „Attraktive Dörfer brauchen eine lebendige Ortsmitte und Orte der Begegnung. Mit dem Umbau des ehemaligen Gasthauses zum Bürger- und Dorfgemeinschaftshaus wird in Gschwendt ein solcher Ort geschaffen, der das gesellschaftliche Leben langfristig stärken wird.“

Sanierungsstand betrachtet

Bei seinem Rundgang durch das Gebäude konnte sich Schmucker gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde und den Projektbeteiligten ein Bild vom aktuellen Stand der umfangreichen Sanierungsarbeiten machen. Trotz der Herausforderungen, die bei der Instandsetzung des historischen Gebäudes zu bewältigen waren, sind die Fortschritte inzwischen deutlich sichtbar. Zahlreiche Baumaßnahmen konnten bereits erfolgreich umgesetzt werden und lassen die zukünftige Nutzung des Gebäudes erkennen.

Wie die zuständige Architektin am ALE Niederbayern, Claudia Stadler, erläutert, dominiert der erstmals 1614 urkundlich erwähnte Gebäudekomplex mit seinem markanten Schopfwalmdach seit Jahrhunderten die Ortsmitte von Gschwendt. Über Generationen hinweg war das Gasthaus weit über die Dorfgrenzen hinaus bekannt und ist bis heute ein wichtiger identitätsstiftender Bestandteil des Ortsbildes.

Nachdem das Gebäude über 25 Jahre leer gestanden hatte, verfolgt die Gemeinde seit vielen Jahren das Ziel, den historischen Bau einer neuen Nutzung zuzuführen. Einen entscheidenden Impuls lieferte ein Bürgerseminar im Jahr 2019. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern wurde damals das Konzept der „Gschwendinger Bürgertafern“ entwickelt, das die Grundlage für die heutige Planung bildet. Künftig soll der „Reiwa Heigl“ als Bürger- und Dorfgemeinschaftshaus vielfältige Angebote für Kultur, Vereine und ehrenamtliches Engagement beherbergen.

2026 04 28 06 Reiwa Heigl in Gschwendt in Renovierung

 

Baustelle Ende April 2026 – Foto: Franz Tosch

 

Vorgesehen sind unter anderem eine gemütliche Stube, ein Reparatur-Café, mehrere Vereinsräume sowie ein großer Mehrzwecksaal im Dachgeschoss. Im Nebengebäude entstehen eine neue Bücherei und ein weiterer Mehrzweckraum.

Die Sanierung umfasst darüber hinaus umfangreiche Maßnahmen zum Brandschutz, die barrierefreie Erschließung des Gebäudes sowie die Wiederherstellung der historischen Hofform. Auch die Außenanlagen werden umfassend neugestaltet. Die Fertigstellung des Gebäudes ist noch in diesem Jahr geplant, die Außenanlagen werden voraussichtlich 2027 fertiggestellt.

Auch andere Fördermittel

Mit der nun ausbezahlten Förderrate erhöht sich die bislang vom ALE Niederbayern bereitgestellte Fördersumme auf insgesamt zwei Millionen Euro, die Auszahlung der ersten Million Euro erfolgte im Dezember. Insgesamt unterstützt das ALE Niederbayern die Sanierung des „Reiwa Heigl“ mit rund 2,5 Millionen Euro. Weitere Fördermittel stammen von der Bayerischen Landesstiftung, dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, dem Landkreis Straubing-Bogen sowie Leader.

Pressemitteilung ALE Niederbayern vom 23. Juni 2026