Ascha. Kommunaler Austausch mit Tunesien dank digitaler Medien

Ascha Kommunaler Austausch w

In Zeiten von Corona fand der Austausch zwischen Bürgermeistern mittels digitaler Medien statt. Bürgermeister Wolfgang Zirngibl aus Ascha stand im Kontakt mit seinem Kollegen Dr. Mouhamed Ayari aus Tunesien. Foto: Irene Haberl - Zum Vergrößern ins Bild klicken!

„Kommunen in Einer Welt“: Corona, Demokratie und Nachhaltigkeit

Trotz Corona fand letzte Woche ein Austausch zwischen der tunesischen Partnergemeinde Hammam-Lif und Ascha statt.

Dank digitaler Medien konnten sich die Vertreter der beiden Kommunen zum zweiten Mal in Sachen Gemeindeentwicklung und erneuerbare Energien austauschen. Im Mittelpunkt dieses digitalen Meetings stand auch der Umgang mit den Problemen der Pandemie.

Zustande gekommen ist die Partnerschaft 2017, nachdem sich die Gemeinde bereiterklärt hatte, an dem im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung initiierten und vom SKEW, der Servicestelle „Kommunen in Einer Welt“, in Kooperation mit der Hanns-Seidel-Stiftung durchgeführten Projekt zu beteiligen. Grund für die Länderpartnerschaft zwischen Bayern und Tunesien ist der ähnliche Verfassungsaufbau, verbunden mit dem Ziel einer entsprechenden demokratischen Kommunalstruktur.

Herausforderung: Corona und Müllentsorgung

Nach dem Antrittsbesuch der tunesischen Abordnung im November 2019 war für 2020 ein Gegenbesuch geplant, der coronabedingt verschoben werden musste. An dem durch die Servicestelle „Kommunen der Einen Welt“ (SKEW) organisierten Austausch auf digitaler Ebene waren neben den beiden Ersten Bürgermeistern der jeweiligen Kommunen Vertreter der tunesischen Regionalzentren beteiligt. Der Oberbürgermeister von Hammam-Lif, Dr. Mouhamed Ayari, berichtete über die Herausforderungen der jungen tunesischen Demokratie hinsichtlich der Müllentsorgung und -verwertung sowie die wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen aufgrund der Corona-Pandemie. Schutz- und Hygienevorgaben kommen in Tunesien hauptsächlich von der Zentralregierung aus Tunis und sollen von den lokalen Vertretern in die Tat umgesetzt werden. Je nach Entwicklung der Infektionszahlen reichen die Vorgaben bis hin zum Verbot von jeglichen privaten oder öffentlichen Veranstaltungen. Beide Seiten bekräftigten, dass man nach wie vor an einem Austausch bezüglich erneuerbarer Energien, Nachhaltigkeit und Kultur interessiert sei, wobei Dr. Mouhamed Ayari nochmals die Einladung zu einem Gegenbesuch in Tunesien erneuerte, um die Kontakte und den Austausch weiter zu vertiefen.

Kommunales Corona-Solidarpaket

Im zweiten Teil der Besprechung stand die Beratung zu einem sinnvollen Abruf einer Förderung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Rahmen des kommunalen Corona-Solidarpakets im Mittelpunkt. Es bestand dabei Übereinkommen, dass die tunesischen Kollegen mit ihren Gremien und den Bürgern darüber beraten, wie die potenziellen finanziellen Hilfen dann zielgerichtet verwendet werden könnten. Die Vertreter der SKEW und der Hanns-Seidel-Stiftung sicherten die Unterstützung bei der Antragstellung zu.

 

>>> Mehr zu den tunesischen Kontakten auf der Webseite der Gemeinde Ascha [... hier]

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