Hien-Sölde, Pürgler Kirche und Co.

2025 08 27 Tag des Offenen Denkmals 2025 09 14 

Am Sonntag, 14. September, ist Tag des offenen Denkmals.

Bundesweit werden Tausende Bauten ihre Pforten öffnen. Auch im Landkreis. Ein Überblick über die Teilnehmer.

Straubing-Bogen. Ein Jahrzehnt, unzählige Baustunden und zwei Millionen Euro, bis die Kirche Pürgl wiedererstanden ist. Die Sonne strahlt bei der Altarweihe im Mai durch die Fenster, als ein Herr im Trachtenjanker ins Staunen gerät: „Oh Wahnsinn! Is des schee worden!“ Die Kirchenrenovierung wurde zum Zeugnis dafür, wie alte Bauten Menschen begeistern können. In wenigen Wochen wird sich die Kirche noch einmal von ihrer besten Seite zeigen können. Und neben ihr noch weitere Bauwerke im Landkreis.

Am 14. September ist der Tag des offenen Denkmals. Dieser steht in jedem Jahr unter einem anderen Motto. In diesem Jahr lautet es „Wert-voll: Überlieferung und Zeitzeugnisse“. Bundesweit werden wieder Tausende Denkmäler zu diesem Tag Tür und Tor öffnen. Darunter auch einige aus dem Landkreis. Im Folgenden ein Überblick über die Denkmäler und das Rahmenprogramm zum Denkmaltag.

Kirche Pürgl, Neukirchen: 2015 begannen die Planungsarbeiten zur Restaurierung des „Kleinods in Barock“. Am 15. April 2025 wurde die Kirche dank des Engagements eines Fördervereins und zahlreicher Beteiligter wiedereröffnet, am 10. Mai der Altar geweiht. Seitdem finden in der restaurierten Kirche regelmäßig Veranstaltungen statt, wie der Fördervereinsvorsitzende Alois Früchtl erklärt. 18 Taufen, Hochzeiten, Konzerte, Tage der offenen Tür sind bereits geplant oder sogar schon durchgeführt worden. Der Tag des offenen Denkmals soll nun das Programm um die Pürgler Kirche ergänzen.

Zwischen 9 und 12 und nachmittags von 16 bis 19 Uhr stehen Fördervereinsmitglieder bereit und beantworten Fragen rund um Historisches zur Kirche, der Einmaligkeit der Kunstschätze und führen durch die Kirche. Außerdem findet um 9 Uhr ein Gottesdienst und um 18 Uhr ein Orgelkonzert statt.

Ganz getan sei es im Übrigen mit der Renovierung der Kirche noch nicht – der Förderverein hat mit der Sanierung der Orgel bereits ein neues Projekt ins Auge gefasst. 50.000 Euro kostet die, dazu hat der Verein ein Spendenkonto eingerichtet. Damals überschritten die Kosten das Baubudget, weshalb man das Instrument damals nur reinigen konnte, erklärt Früchtl.

Zollhaus Pürgl, Neukirchen: Neben der Kirche wird es am 14. September noch ein zweites Denkmal in Pürgl zu bestaunen geben. Dabei handelt es sich um das ehemalige Kleinhaus, in dem ein Zöllner der Herrschaft von Schloss Pürgl einen Brückenzoll eingetrieben hat. Es stammt aus dem zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts und wurde noch bis 1978 bewohnt. Die letzte Bewohnerin war Cilli Aschenbrenner. „Vor der hatten die damaligen Dorfkinder schon großen Respekt“, erinnert sich Früchtl, der in der Nähe des Hauses aufgewachsen ist. Mittlerweile gehört das Haus Heidi Pielmeier. Die hat es aufwendig restauriert und war von dessen Charme sofort hingerissen. Auskunft zu dem charmanten Zollhaus soll es ebenfalls von 9 bis 12 und 16 bis 19 Uhr geben. Beide Pürgler Anmeldungen befinden sich noch in Prüfung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, erklärt Früchtl.

Hien-Sölde, Mitterfels: Nicht weit entfernt wird der „Freundeskreis historische Hien-Sölde“ über eine der ältesten bekannten Blockbauten Niederbayerns informieren. Seit 1436 steht sie und wurde durch das Engagement des Helferkreises wieder restauriert und seitdem regelmäßig für verschiedenste Aktivitäten wie Karten- und Spieleabende oder im Winter das Strickcafé genutzt – und für Vorstandssitzungen von Vereinen. Die Mitglieder des Fördervereins werden am Denkmaltag Führungen anbieten.

Kriegerdenkmal, Straßkirchen: Erstmals wird in Straßkirchen ein Beitrag zum diesjährigen „Tag des offenen Denkmals“ organisiert. Gestartet wird um 11.15 Uhr am Kriegerdenkmal. Das markante Denkmal steht mittlerweile an der dritten Stelle seit der ursprünglichen Errichtung an der Irlbacher Straße. Es wird auf die Entwicklungen des Denkmals und der Erinnerungskultur hingegangen. In vielen Städten stehen monumentale Heldendenkmäler. Die Geschichte und die Erinnerungen an die Straßkirchner Opfer der schrecklichen Kriege wird bei der Führung dargestellt. Im zweiten Teil der Führung wird auf die Begräbniskultur am Straßkirchner Friedhof eingegangen. Gerade die Begräbniskultur ist in der Gäubodenortschaft aufgrund des überregional bekannten Bajuwarenfriedhofs, des in den 1950er Jahren aufgelösten Kirchenfriedhofs, des gemeindlichen Friedhofs und des Pestfriedhofs von besonderer Bedeutung. Bürgermeister Christian Hirtreiter wird die Führung gestalten. Die Anmeldung ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder 09424/9424-0 möglich.  

BOG Zeitung vom 20. August 2025/-pat-

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