Das Gelöbnis am Sportplatz in Rogendorf markierte 1986 den Beginn der Patenschaft (v. l.): Kompaniechef Hauptmann Schneider, Oberstleutnant Brückner und Bürgermeister Josef Schmid - Foto: Archiv Ludwig Zollner
Die Gemeinde Haselbach und die 4. Kompanie des Panzerpionierbataillons 4 feiern Patenschaft
Zum Auftakt des Jakobi-Marktes in Haselbach am Freitag, 24. Juli, kann die Gemeinde Haselbach mit dem 40-jährigen Bestehen der Patenschaft zwischen der Gemeinde und der 4. Kompanie des Panzerpionierbataillons 4 in Bogen ein besonderes Jubiläum feiern. Beim Festakt um 17 Uhr am Rathausplatz blicken der Vorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KuSK) Haselbach, Ludwig Zollner, einer der Initiatoren der Patenschaft, Kompaniechef Hauptmann Ralf Tiepke und Bürgermeister Dr. Simon Haas auf die langjährige Geschichte der Patenschaft. Zum Festakt am Freitag werden 80 Soldaten erwartet.
Hauptmann Tiepke betonte bereits im Vorfeld, dass ihm und der 4. Kompanie die Verbundenheit mit der Patengemeinde Haselbach besonders am Herzen liegt. Diese Verbundenheit wird durch zahlreiche gemeinsame Aktivitäten gelebt und sowohl Hauptmann Tiepke als auch Kompaniefeldwebel Dittrich sind – wie bereits einige ihrer Vorgänger – Mitglieder der KuSK Haselbach. Seit Gründung der Patenschaft finden im Fünfjahresrhythmus feierliche Gelöbnisse in Haselbach statt.
Findling als damaliges Gastgeschenk
Beim 30-jährigen Jubiläum überreichte die Kompanie ein Gastgeschenk – damals war es ein Findling mit einem stilisierten Mosaikschild, der seinen Platz beim Ehrenmal der Gemeinde gefunden hat. Das diesjährige Gastgeschenk ist ein Wappenschild, das künftig am Haselbacher Maibaum angebracht wird.
Kompaniechef Tiepke und Kompaniefeldwebel Dittrich bringen unisono ihre Überzeugung zum Ausdruck, dass sie – wie alle Soldaten der Bundeswehr in Niederbayern und speziell im Landkreis Straubing-Bogen – mit Anerkennung und Respekt aufgenommen und behandelt werden. Deshalb ist es ihnen eine besondere Ehre, die Patenschaft mit der Gemeinde und der KuSK Haselbach zu pflegen und aufrechtzuerhalten. Als sichtbares Zeichen der Patenschaft ist ferner am Kompaniewimpel ein Fahnenband der Gemeinde Haselbach angebracht, das 2016 vom damaligen Bürgermeister Hans Sykora überreicht wurde.
Ludwig Zollner, der Vorsitzende der KuSK, der dieses Amt seit 1982 ausübt, weiß, dass die Übernahme der Patenschaft nach einer Anfrage beim Pionierbataillon und einem persönlichen Kontakt zwischen dem damaligen Kompaniechef Hauptmann Schneider und einem Vorstandsmitglied der KuSK – zustande gekommen in einer Sparkasse in Mitterfels – in die Wege geleitet wurde. Am 17. Juni 1986 fand schließlich während eines Gelöbnisses in Rogendorf die Übergabe der Gründungsurkunde statt.
Der Vorsitzende der KuSK Haselbach, Ludwig Zollner, präsentiert das Geschenk anlässlich der 40-jährigen Patenschaft. Foto: Josef Bauer
Am 5. Juli feierte die KuSK ihr 75-jähriges Gründungsfest, bei dem die 4. Kompanie mit einer stattlichen Abordnung teilnahm. Auch beim 100-jährigen Gründungsfest war die Patenkompanie vertreten und stellte dabei Einsatzfahrzeuge vor. Bei beiden Festen fungierte Marianne Zollner, die Ehefrau des Vorsitzenden, als Fahnenmutter. Besonders stolz ist Ludwig Zollner darauf, dass die Kompaniechef- und Kompaniefeldwebelübergaben stets in Haselbach stattfinden und dass 2002 die größte Gelöbnisfeier des Jahres in der BRD in Haselbach durchgeführt wurde – mit rund 500 teilnehmenden Soldaten.
Zum Festakt am Freitag [24. Juli – im Rahmen der Haselbacher Kirchweih] haben sich mehrere Ehrengäste angekündigt. Nach einer Andacht von Militärpfarrer Reischl und Musikstücken von „De echt’n Hoslbecka“ folgen Ansprachen sowie die Übergabe des Geschenks an Kompaniechef Tiepke am Rathausplatz.
jo/BOG Zeitung vom 22. Juli 2026

