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Musikverein Mitterfels. Frühjahrskonzert begeisterte

2026 04 18 Fruhjahrskonzert begeisterte

Hauptorchester und Jugendensemble des Musikvereins Mitterfels - Fotos: Florian Wende

Musikverein und Jugendensemble gestalteten bunten Konzertabend

Mit einem schwungvollen, abwechslungsreichen und anspruchsvollen Programm begeisterte der Musikverein Mitterfels beim Frühjahrskonzert 2026 ...

... in der voll besetzten Doppelturnhalle sein Publikum. Dirigent Jürgen Malterer hatte gemeinsam mit den Musikerinnen und Musikern ein vielseitiges Repertoire erarbeitet, das für jeden Geschmack etwas bot.

Vorsitzender Dominik Drechsler eröffnete das Konzert vor zahlreichen Besucherinnen und Besuchern. Im Anschluss führte Moderatorin Monika Dirscherl unterhaltsam durch den Abend.

Den musikalischen Auftakt bildete das Eröffnungsstück „A little opening“ von Thiemo Kraas. Mit seiner abwechslungsreichen Klanggestaltung und der gelungenen Verbindung moderner Blasmusik mit klassischen Elementen versetzte das Werk sowohl Orchester als auch Publikum sofort in Konzertstimmung und leitete einen facettenreichen Abend ein.

Im weiteren Verlauf des Abends entführte der Musikverein sein Publikum mit dem „Strauss Medley“ in die glanzvolle Welt der Wiener Walzer. Unter der souveränen Leitung von Dirigent Jürgen Malterer gelang es dem Orchester, für einen Moment die Atmosphäre eines prunkvollen Wiener Ballsaals entstehen zu lassen. Mit „Musikantensehnsucht“ von Guido Henn wurde es anschließend gefühlvoll. Der Musikverein widmete dieses Werk seinem verstorbenen Musikerkollegen und Freund Franz Obermeier.

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Solistin Emily Spanner beim Solostück „Farmer‘s Tuba“

Publikum erklatscht sich eine erste Zugabe

Ein erster musikalischer Höhepunkt folgte mit „Farmer’s Tuba“ von Martin Scharnagl. Das anspruchsvolle Solostück für Tuba wurde von der jungen Musikerin Emily Spanner eindrucksvoll interpretiert. Das Publikum honorierte die Darbietung mit lang anhaltendem Applaus und forderte eine Zugabe, die ebenfalls mit begeistertem Beifall aufgenommen wurde.

Mit der „80er Kult(tour)“ von Thiemo Kraas begab sich der Musikverein anschließend auf eine musikalische Zeitreise in ein Jahrzehnt, das bis heute nichts von seiner Faszination verloren hat. In dem Medley wurden bekannte Hits wie „Skandal im Sperrbezirk“, „Ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein“, „1000 und 1 Nacht“, „Sternenhimmel“ und „Rock Me Amadeus“ zu einem stimmungsvollen Gesamtwerk zusammengeführt und für Blasorchester neu interpretiert. Das Publikum ließ sich von den bekannten Melodien mitreißen und folgte der Einladung zum Mitsingen begeistert.

Ein weiteres Highlight setzte kurz vor der Pause „Der Lieblingstrommler“ von Franz Bummerl, ein Klassiker der böhmischen Blasmusik. Das Stück bot Schlagzeuger und Solist Michael Schuster die Möglichkeit, sein Können eindrucksvoll zu präsentieren.Nach der Pause gehörte die Bühne dem Jugendensemble, welches das Publikum im Sturm für sich gewann. Dirigentin Anna Schedlbauer stellte die Gruppe zunächst kurz vor, bevor die jungen Musikerinnen und Musiker ihr Können unter Beweis stellten. Der begeisterte Applaus des Publikums war der verdiente Lohn für ihren gelungenen Auftritt.

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Verdienstmedaille in Gold für Engagement

Andreas Meusel (l.) vom Musikbund von Ober- und Niederbayern zeichnete Dominik Drechsler mit der Verdienstmedaille in Gold aus.

 

Für eine besondere Überraschung sorgte im Anschluss Bezirksvorsitzender Andreas Meusel, der Vorsitzenden Dominik Drechsler für sein langjähriges Engagement auszeichnete. In Anerkennung für hervorragende Verdienste um die bayerische Blasmusik überreichte er ihm die Verdienstmedaille sowie Verdienstnadel in Gold des Musikbundes von Ober- und Niederbayern.

In seiner Laudatio würdigte Meusel insbesondere Drechslers 20-jährige ehrenamtliche Tätigkeit als Vorsitzender des Musikvereins sowie seine langjährige Tätigkeit als Delegierter vom Musikbund Ober- und Niederbayern. In dieser Zeit habe er unzählige Stunden in die Vereinsarbeit investiert, organisatorisch maßgeblich zum Erfolg beigetragen und die Entwicklung des Vereins nachhaltig geprägt. Sichtlich überrascht nahm Dominik Drechsler die Auszeichnung entgegen und bedankte sich für die große Anerkennung.

Bravouröse Premiere am Dirigentenpult

Eine besondere Premiere erlebte das Publikum im weiteren Verlauf des Abends: Dirigent Jürgen Malterer übergab den Taktstock an Anna Schedlbauer, die erstmals das Hauptorchester dirigierte. Mit „Erinnerungen an Ernst Mosch“ ließ sie den typischen Klang der böhmischen Blasmusik mit gefühlvollen Melodien und schwungvollen Polkapassagen eindrucksvoll aufleben und meisterte diese Aufgabe mit Bravour.

Anschließend folgte mit „Music“ von John Miles, in der Bearbeitung von Philip Sparke, ein Meilenstein der Musikgeschichte. Das Werk überzeugte durch seine eindrucksvolle Dynamik zwischen ruhigen und kraftvollen Passagen. Dabei zeigte Anna Schedlbauer erneut ihr Können – diesmal als Solistin am Altsaxophon.

Südländisches Flair zog in die Turnhalle einMit „Italo Pop Classics“ zog südländisches Flair in die Turnhalle ein. Das Arrangement von Erwin Jahreis vereinte bekannte italienische Popsongs zu einem klangvollen Gesamtbild und weckte beim Publikum Assoziationen an Sommer, Meer und mediterrane Lebensfreude. Den offiziellen Abschluss des Konzertprogramms bildete der Marsch „Unter dem Doppeladler“ von Josef Franz Wagner. Mit seinem feierlichen Charakter und markanten Themen setzte er einen würdigen und eindrucksvollen Schlusspunkt.

Auf die begeisterten Zugaberufe reagierten die beiden Ensembles mit einem gemeinsamen Auftritt: Mit „Narcotic“ von Liquido, dirigiert von Anna Schedlbauer, boten sie ein weiteres klangstarkes Highlight. Den stimmungsvollen Abschluss bildete schließlich die gemeinsam gespielte Bayernhymne, bei der sich die gesamte Halle erhob und mitsang.  

Pressemitteilung Musikverein/Drechsler vom 18. April 2026