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Bürgerversammlung Ascha. Viele Projekte durchgeführt

Gemeinde informierte auch über die Wärmeplanung

Bei der Bürgerversammlung am 14. März 2026 im Sportheim in Ascha gab Bürgermeister Wolfgang Zirngibl vor zahlreichen Bürgern einen Rechenschaftsbericht über die Arbeit in der Gemeinde. Mit Fotos untermalte er dabei seine Ausführungen. Nach der Statistik zählte die Gemeinde am 30. Dezember 2025 1.611 Einwohner, zehn Eheschließungen, eine Scheidung, sieben Geburten und sieben Sterbefälle.

Es fanden zehn Sitzungen im Gemeinderat statt, in denen 372 Tagesordnungspunkte mit neun Bauanträgen beraten beziehungsweise umgesetzt wurden. Durch die VG mit 129 Bediensteten wurden 2025 117 Haushalte in Ascha mit dem „Gemeindeboten“ mit einer Auflage von 820 Exemplaren versorgt und 172 Ausweise ausgestellt. Die Pro-Kopf-Verschuldung für Ascha beträgt 1885,62 Euro.

Bei einem Rückblick auf 2025 durchgeführte Maßnahmen ging Zirngibl auf Auszeichnungen der Schule als Umwelt- und Naturparkschule sowie die Umgestaltung des ehemaligen Computerraums in einen „Lesewald“ ein. Sorge bereitet die Organisation des Rechtsanspruchs auf geforderte Verlängerung der Mittagsbetreuung für zunächst jeden Erstklässler ab September 2026. Großgeschrieben wurde die Einrichtung eines zusätzlichen Elternsprechraums im Kindergarten, die finanzielle Unterstützung der Jugend beim SV Ascha sowie der Jugendgruppe des OGV, von Aktionen des KLJB und die Organisation eines Ferienprogramms. Dank des vehementen Engagements der Seniorenbeauftragten im Gemeinderat, Maria Daschner und Angela Simmel, werde das Seniorenprogramm „Aktiv im Alter“ sehr gerne angenommen. Bei der für diese Gesellschaftsgruppe geplanten Einrichtung einer Tagespflege im ehemaligen „Penker“ gäbe es allerdings momentan Probleme bei der Erbringung von Fördermitteln und eines Betreibers, nachdem es in Mitterfels trotz anderslautender Vereinbarungen nun ebenfalls eine solche Einrichtung geben soll.

Im Bereich Abwasser, Kanal und Trinkwasserversorgung kann aufgrund gemeindeeigener Brunnen und Quellen von einer stabilen Versorgung gesprochen werden, nicht zuletzt auch aufgrund des Neubaus der Wasserleitung durch eine Ringleitung im Bereich des derzeit in Umgestaltung befindenden „Preiß-Weiher“-Geländes und der Froschauer Straße sowie im Bereich Ortsmitte II („Penker“). Auf gesetzliche Vorgabe soll die Kläranlage von derzeit sechs Quadratmeter pro Einwohner auf neun Quadratmeter pro Einwohner erweitert werden.

Neuer Kabinentrakt

Auch 2025 wurde wieder eine Vielzahl an Projekten angeregt beziehungsweise durchgeführt. Dazu zählen die Partnerschaft mit einer ungarischen Gemeinde, die ILE-Nord23-Streuobst-Aktion, der letzte Abschnitt der Hochwasserfreilegung, BA IV, der 2026 zum Abschluss kommt, der Neubau des in viel Eigenleistung errichteten Kabinentrakts des SV Ascha, der ebenfalls noch 2026 eingeweiht wird wie auch das 2026 über Leader sanierte und zum Bürgerhaus umgestaltete Sportheim. Umfangreiche Anstrengungen forderte die Revitalisierung der 1381 erstmals erwähnten ehemaligen Tavernwirtschaft in Gschwendt. Nachdem die Fördergelder zum 31. Dezember 2026 auslaufen, muss im Laufe des Jahres, nachdem die Außengebäude fertig sind, der Innenausbau in der endgültigen Raumeinteilung und Gestaltung des Bürgersaals im Dachgeschoss abgeschlossen werden. Für die Außenanlagen gebe es noch keine Kostenschätzung und so auch keinen Antrag auf Förderung.

Drei Schritte zur Einsparung

Im Anschluss gab es ein fachmännisches Referat von Bastian Kulzer zur gesetzlich verpflichteten „kommunalen Wärmeplanung“. Demnach sind zur kommunalen Einsparung im Energiebereich drei Schritte notwendig. Eine energetische Sanierung wird durch eine Analyse des Gebäudebestands und den damit berechenbaren Wärmeenergieverbrauch möglich. Anhand dieser Werte können ein Ausbau und eine Verdichtung des Nahwärmenetzes auf Sinnhaftigkeit überdacht werden. So können sinnvolle Verdichtungskerne ermittelt werden, wie beispielsweise der Ortskern von Ascha. Der dritte Punkt sei schließlich die Erneuerung und der Austausch von Heizungen. Nach der Bestandsanalyse können Wärmepumpenpotenziale ermittelt werden, wobei auch Luft-Wärme-Pumpen, PV-Anlagen, Nahwärme und Erdwärmekollektoren von Bedeutung sein können.

Bei der Bauleitplanung sei die Gestaltung der Ortsmitte „Am alten Posthof“ abgeschlossen wie auch die Erschließung der WA Lohfeld, bei der nur noch wenige Grundstücke nicht vergeben seien. In Bearbeitung ist die Baulandentwicklung zwischen der B 20 und der Chamer Straße Richtung Ramling. Mit der Fertigstellung des Wohnhauses mit 49 Wohneinheiten und einer Tagespflegeeinrichtung in der Ortsmitte III ist im August 2026 zu rechnen.

Den Abschluss fand die Bürgerversammlung mit einem humorvollen Überblick des nach 36 Jahren im Amt des Bürgermeisters sich verabschiedenden Wolfgang Zirngibl.

Irene Haberl/BOG Zeitung vom 18. März 2026 (Gen. der Lokalredaktion)

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