Bairisches Lehrstück

Bairisches Lehrstueck nPro­fes­so­ren un­ter­zeich­nen Ap­pell für mehr Mund­art in der Öf­fent­lich­keit –

… mit einer Medien-Nachlese

 

Nachdem das jahrelange Engagement für das Bairische in den Medien auf wenig fruchtbaren medialen Boden gefallen ist, hat Sepp Obermeier heuer die große Keule ausgepackt: Professoren der TU München – mitsamt Präsident Wolfgang Herrmann – hat er dazu gebracht, einen Aufruf unter dem Motto „Redet mehr bairisch!“ zu unterschreiben. Dieser soll zu einem selbstbewussteren Umgang mit der bairischen Sprache ermuntern.

Der in Dialektfragen ebenso streitbare wie umtriebige Vorsitzende des „Bundes Bairische Sprache“ verweist darauf, dass das Bairische beispielsweise in München in der mittleren und jüngeren Generation bereits ausgestorben ist – auf dem Land droht die gleiche Entwicklung. So werden auch immer mehr Kindergärten und Schulen in Niederbayern und der Oberpfalz zu dialektfreien Zonen, hat Obermeier bereits mehrmals öffentlich beklagt. Damit sei das Aussterben der Dialekte in den nächsten Generationen auch in Ostbayern nur noch eine Frage der Zeit. Obermeier ist jetzt mit seinem „Dialekt-Manifest“ bewusst zum 21. Februar an die Öffentlichkeit getreten – dem alljährlichen „Tag der Muttersprache“. Der Gossersdorfer (Kreis Straubing-Bogen), der mit seinem Verein beim Straubinger Gäubodenfest den Dialekt-Preis Sprachwurzel an prominente Bairisch-Sprecher vergibt, ist sich sicher: „Mundarten stehen für die Verwurzelung in der heimatlichen Kultur und Geschichte“. Folgerichtig steht in dem Appell, dass das Bekenntnis zu den eigenen Wurzeln und der eigenen Sprache eine selbstbewusste Öffnung zu anderen Kulturen erlaube. „Also ist der Aufruf nicht rückwärtsgewandt.“

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Ein rotes Tuch für Obermeier: Die Stellenausschreibung der Schlösser- und Seenverwaltung mit Wunsch nach einem dialektfreien Führer. Screenshot: privat

Obermeier verweist unter anderem auf positive Beispiele aus der Region: So halte am TUM-Campus für Biotechnologie und Nachhaltigkeit in Straubing Professor Herbert Riepl seine Vorlesungen bairisch-gefärbt, ohne dass sich die Studenten bislang beschwert hätten. Den Aufruf zum selbstbewussten Umgang mit der bayerischen Sprache haben neben Herrmann sieben weitere TU-Professoren unterzeichnet. Die TU München ist mit mehr als 40 000 Studenten die zweitgrößte Technische Hochschule Deutschlands. Seit 2006 darf sie sich „Exzellenz-Universität“ nennen. Daneben haben auch sechs weitere Professoren unterschrieben, darunter Professor Markus Schwaiger, der ärztliche Direktor des Klinikums Rechts der Isar. Laut Sprachwissenschaftler Lars Bülow von der Universität Passau lässt sich Deutschland bei der Unterscheidung von Dialekten in 40 bis 50 kleinräumige Regionen unterteilen.

Quelle: ip/BOG Zeitung



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