Luchsforscher gründen europäisches Netzwerk

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Luchs-Nachwuchs im Nationalpark BW

50 Wissenschaftler aus 13 Ländern treffen sich zu Workshop im Nationalpark Bayerischer Wald

Neuschönau.  Slowenien, Schweden, Norwegen, Frankreich, Estland, Rumänien, Polen, Italien oder Deutschland – alle haben sie einen Bewohner gemein, den europäischen Luchs.  . . .

. . .  Die größte Raubkatze des Kontinents führt aber nicht in all diesen Ländern ein ungefährdetes Dasein. Deswegen kam kürzlich eine 50-köpfige internationale Wissenschaftlergruppe im Neuschönauer Hans-Eisenmann-Haus zusammen, um neueste Forschungsergebnisse zum Luchs vorzustellen. Heraus kam die Gründung eines europäischen Netzwerks, das gemeinsam wesentliche Grundlagen der Luchsökologie erforschen will. Und das mit Daten vom Nordkap bis in den Balkan und von den Pyrenäen bis zum Kaukasus.

Diskutiert wurde beim dreitägigen Workshop etwa das gemeinsame Luchs-Management in Skandinavien, die Notwendigkeit des genetischen Austauschs vor allem bei kleineren Populationen der faszinierenden Tiere, der Einsatz von Telemetrie zur Beobachtung der Vierbeiner oder die Wiederansiedlung der Katzen im Pfälzerwald. Natürlich wurde auch die aktuelle Situation der Luchse im Dreiländereck Bayern-Böhmen-Oberösterreich thematisiert.

 

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Die Luchsforscher versammelten sich zum Gruppenfoto an der Luchsskulptur vorm Hans-Eisenmann-Haus. (Fotos: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald)

Am Ende waren sich die Teilnehmer einig, dass viele aktuelle Herausforderungen nur gemeinsam effektiv gelöst werden können. Genau deswegen wurde die Gründung des Netzwerks EUROLYNX beschlossen. Unter diesem Dach soll es eine gemeinsame Datenbank und standardisierte Verfahren bei der Auswertung von Telemetrie-Daten, Fotofallenaufnahmen und genetischen Daten geben. Auf dieser Basis möchte das Netzwerkt die wissenschaftlichen Grundlagen für einen besseren Schutz der Luchse in Europa erarbeiten.

„Das es gelungen ist die verschiedenen Forschungsgruppen unter dem Dach des Netzwerkes EUROLYNX zu versammeln ist ein herausragendes Ergebnis des Workshops“, sagt Marco Heurich, stellvertretender Leiter des Sachgebiets Naturschutz und Forschung im Nationalpark Bayerischer Wald. „Dieses Netzwerk wird die Zusammenarbeit der Forscher verbessern und damit auch wichtige Impulse für den Schutz des Luchses sowie das praktische Management bringen.“

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