Jamaikanische Ranger holen sich bayerische Eindrücke

NPV BW PM 84 18 Jamaikanische Ranger holen sich bayerische Eindrcke

Viele Eindrücke sammelten die Jamaikaner Wellington Taylor (hinten, 3.v.r.) und Gary Campbell (hinten, 2.v.r.) beim Austausch mit Rangern aus den Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava sowie mit Junior Ranger und Frank Grütz (hinten 4.v.r.), Präsident der European Ranger Federation. (Foto: Gregor Wolf/Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald).

Fachlicher Austausch mit dem Nationalpark Bayerischer Wald – „Nehmen viele Ideen mit“

Neuschönau/Zwieslerwaldhaus.  Außergewöhnlicher Besuch war jüngst im Nationalpark Bayerischer Wald zu Gast. Rund 8500 Kilometer mussten zwei Ranger aus dem Blue Mountains and John Crow Nationalpark in Jamaika zurücklegen, um ihre Kollegen im Nationalpark Bayerischer Wald zu besuchen. Im Fokus stand das gegenseitige Lernen voneinander.

Dafür waren der Chef des jamaikanischen Ranger-Corps Wellington Taylor und sein Mitarbeiter Gary Campbell vor allem in der wilden Natur unterwegs – etwa am Lusen, in den Urwäldern des Hans-Watzlik-Hains und der Mittelsteighütte, im Nachbarnationalpark Šumava oder am Rachel. Aber auch die Nationalparkzentren mit ihren Tier-Freigeländen, die Umweltbildungseinrichtungen und das Junior-Ranger-Angebot standen auf dem Programm. Hinzu kamen zahlreiche Workshops, bei denen teilweise auch Frank Grütz, Präsident der European Ranger Federation, mit von der Partie war.

„Wir nehmen viele Ideen mit, die wir auch bei uns umsetzen können“, bilanzierte Taylor nach der arbeitsintensiven Austauschwoche. „Es gibt eben viele Gemeinsamkeiten zwischen unsern Parks und nur wenige Unterschiede.“ Besonders hob der Jamaikaner die einladende Gastfreundschaft und den gelebten Netzwerkgedanken hervor.

Vom gegenseitigen Lernen haben auch die bayerischen Kollegen profitiert, wie Michael Großmann, Leiter der Nationalparkwacht, sagt. „Man merkt bei solchen Treffen immer, dass Ranger überall auf der Welt mit denselben Herausforderungen konfrontiert sind. Daher ist die Suche nach gemeinsamen Lösungen sehr wichtig.“

Pressemitteilung NP-Verwaltung


Vorbericht

Ranger NeubergerEiner der aktuell 26 Ranger im Nationalpark Bayerischer Wald ist Stefan Neuberger, der schwerpunktmäßig unter anderem im Bereich Schachten und Filze eingesetzt ist. (Foto: Thomas Drexler /Nationalpark Bayerischer Wald)

Infos, Musik, Filme und Gäste aus Jamaika beim World-Ranger-Day im Nationalparkzentrum Lusen

 

Neuschönau. Ein in Schutzgebieten besonders im Fokus stehender Berufsstand präsentiert sich am Dienstag, 31. Juli, auf vielfältige Weise rund ums Nationalparkzentrum Lusen in Neuschönau. Gemeint sind die Mitarbeiter von Nationalparkwachten, meist nur als Ranger bekannt. Denn an diesem Tag begeht die International Ranger Federation den World-Ranger-Day – auch, um auf die oftmals prekäre Situation in Ländern der Dritten Welt hinzuweisen.

Anders als in Mitteleuropa, wo der Job als Ranger nur wenige Gefahren mit sich bringt, ist die Arbeit in anderen Gegenden der Welt teils höchstgefährlich. So sterben pro Woche im Schnitt zwei Ranger während ihrem Dienst – oft sind daran etwa Wilderer schuld. Vor allem in manchen Ländern Afrikas und Asiens ist die Lage besonders angespannt. Deswegen werden im Rahmen des Aktionstags auch Spenden für die The Thin Green Line Foundation gesammelt, die die Angehörigen von ums Leben gekommenen Rangern global unterstützt.

Das Hauptprogramm im Hans-Eisenmann-Haus besteht am 31. Juli jedoch aus Erfahrungsberichten. So werden ab 13 Uhr Ranger aus dem Nationalpark Bayerischer Wald von ihrem täglichen Alltag berichten – dazu kommen Vorträge von Rangern aus dem Nationalpark Šumava in Tschechien sowie aus dem Blue Mountains and John Crow Nationalpark in Jamaika. Aufgelockert wird dies durch zwei Kurzfilme und einen Kurzvortrag von Frank Grütz, Präsident der European Ranger Federation, über das weltweite Ranger-Netzwerk.

Daneben gibt’s einen Infostand im Innenhof des Hans-Eisenmann-Hauses, wo man mit allen Beteiligten ins Gespräch kommen kann. Außerdem präsentieren sich dort die Junior Ranger aus dem Bayerischen Wald. Ab 16 Uhr ist dann Feiern angesagt. Drei Stunden lang spielt die Nationalpark-Band „Woodpecker and the Barkbeatles“ im Freien. Der Eintritt ist frei.

Pressemitteilung der NP-Verwaltung vom 26. Juli 2018

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