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Mitterfels. Der Heimatort aus Kinderaugen

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Am meisten Spaß bereitete den Kindern die Arbeit draußen, hier im Perlbachtal. Fotos: Jonas Raum

Schüler haben eine digitale Kinderkarte gestaltet – Tipps auch für die Ferien

 „Welche Orte in Mitterfels sind für uns Kinder besonders wichtig? Wo verbringen wir gerne ...

... unsere Freizeit und was macht unseren Heimatort besonders?“ Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Klasse 4a der Grund- und Mittelschule Mitterfels-Haselbach im Sachunterrichtsprojekt „Wir gestalten eine digitale Kinderkarte unseres Heimatorts“ gemeinsam mit Lehramtsanwärter Jonas Raum im vergangenen Schuljahr. Sie beinhaltet auch viele Tipps für die Ferien.

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Besonders stolz waren die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4a und Lehramtsanwärter Jonas Raum (hinten l.) als sie Bürgermeister Andreas Liebl (hinten r.) besuchte, um sich die digitale Kinderkarte zeigen zu lassen.

 

Ausgangspunkt des Projekts war die eigene Lebenswelt der Kinder: Zunächst erkundeten die Schüler, welche Orte in Mitterfels für Kinder eine besondere Bedeutung haben. Mithilfe von Karten und iPads recherchierten sie verschiedene Spiel-, Freizeit- und Treffpunkte und tauschten sich darüber aus, welche Orte sie selbst gerne besuchen und warum. Dabei wurde deutlich: Auch innerhalb eines gemeinsamen Heimatorts nimmt jedes Kind seine Umgebung unterschiedlich wahr. „Wir haben gemerkt, dass es in Mitterfels viel mehr Kinderorte gibt, als wir zuerst gedacht haben“, berichtet Zoe. Leonard ergänzt: „Ich habe neue Orte kennengelernt, an denen ich vorher noch nie war.“Aus diesen Entdeckungen entstand die Idee des Projekts: Eine digitale Karte sollte entstehen, die Mitterfels nicht aus der Sicht von Erwachsenen, sondern aus der Perspektive von Kindern zeigt und ihre Wahrnehmungen, Erfahrungen und Ideen sichtbar macht. Schritt für Schritt entwickelten die Schüler so eine digitale Entdeckungstour durch ihren Heimatort - von Kindern für Kinder.

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So sieht die im Internet abrufbare Kinderkarte aus. Außer dem Teufelsfelsen wird noch vieles mehr vorgestellt.

 

Kinder wurden zu kleinen Kartografen

Die Gestaltung lag dabei vollständig in den Händen der Kinder. In der Rolle kleiner Kartografen überlegten sie, welche Informationen andere Kinder benötigen, um einen Ort zu finden und kennenzulernen: Welche Merkmale sind besonders wichtig? Wie kann ein Kartensymbol verständlich sein? Wie lässt sich ein Ort spannend beschreiben? Besonders wertvoll war dabei die Verbindung von eigener Erfahrung und digitaler Gestaltung. Viele Kinder empfanden es als besonders spannend, die ausgewählten Orte zunächst während eines Unterrichtsgangs selbst zu erkunden, auszuprobieren und aus ihrer Sicht zu bewerten, bevor sie diese anschließend mit Fotos, Beschreibungen und Tipps für die digitale Kinderkarte aufbereiteten. „Mir hat besonders gefallen, dass wir einen schönen Ausflug gemacht haben und danach die digitale Karte mit den iPads gestalten konnten“, erzählt Marlena.

Durch diesen praktischen Zugang entstanden die Beiträge nicht nur am Schultisch, sondern aus eigenen Erlebnissen heraus. Die Kinder konnten ihre persönlichen Ideen einbringen und gleichzeitig erfahren, wie aus Beobachtungen und Erfahrungen eine gemeinsame digitale Karte entsteht. „Wir fanden es toll, dass wir unsere eigenen Ideen einbringen und umsetzen konnten“, erzählen Julian und Elisa. Besonders beeindruckend war für viele, wie viel sie während des Projekts ganz nebenbei über ihren Heimatort, Karten und digitale Gestaltung gelernt haben. Julian fasst diese Erfahrung treffend zusammen: „Es war cool, dass wir so viel nebenbei gelernt haben, ohne dass wir zuerst gemerkt haben, dass wir gerade lernen.“ Besonders spannend fanden Simon, Markus und Amar die Arbeit mit digitalen Medien sowie den Einsatz künstlicher Intelligenz zur sprachlichen Überarbeitung der Texte.

Ein zentraler Bestandteil der Kinderkarte sind die selbst entwickelten Ortsbeschreibungen mit persönlichen Kinder-Tipps und Rätseln. Dadurch wird die Karte nicht nur zu einer Orientierungshilfe, sondern lädt zum eigenständigen Entdecken ein. „Wir würden die Kinderkarte anderen Kindern empfehlen, weil man viele spannende Orte kennenlernen kann und viele Informationen bekommt“, sagen Rosa, Konstantin und Franziska. Besonders die persönlichen Empfehlungen machen die digitale Karte zu einem Angebot von Kindern für Kinder.

Karte enthält persönliche Tipps und Rätsel

Ein besonderer Höhepunkt des Projekts war die Präsentation der fertigen Kinderkarte vor Bürgermeister Andreas Liebl. Die Schüler stellten ihre ausgewählten Orte vor, erläuterten deren Bedeutung und präsentierten auch eigene Ideen für die zukünftige Gestaltung von Mitterfels. Dabei erfuhren sie, dass ihre Perspektiven ernst genommen werden und ihre Ideen auch außerhalb des Klassenzimmers Bedeutung haben. „Es war schön, dass der Bürgermeister unsere Arbeit gesehen hat und wir zeigen konnten, was uns Kindern wichtig ist“, fassen Rosa und Franziska stellvertretend für die Klasse zusammen.Besonders stolz waren viele Kinder darauf, dass die gesamte Kinderkarte eigenständig entstanden ist. „Ich finde es toll, dass wir alles selbst machen durften“, berichten Emma, Zoe und Theresa. Louisa und Amelie bringen das Gemeinschaftsgefühl der Klasse auf den Punkt: „Wir haben als Klasse ein großes Projekt geschafft und können jetzt anderen Kindern eine Freude machen.“

 Die digitale Kinderkarte

ist über folgenden Link abrufbar: mapstories.de

Pressemitteilung Schule vom 14. August 2026

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