Die Ehrengäste mit ihren Geschenken - Fotos: Johann Groß
Das Patenschaftsjubiläum von Gemeinde und 4. Kompanie des Panzerpionierbataillons 4 Bogen wurde groß gefeiert.
Die KuSK wurde als das Herz der Verbindung gewürdigt.
Mit einem Festakt auf dem Rathausvorplatz haben die Vertreter der Gemeinde, des Landkreises und der KuSK sowie auch die Vertreter der 4. Kompanie des Panzerpionierbataillons 4 Bogen die enge Verbundenheit zwischen Haselbach und der Bundeswehr in der seit nunmehr 40 Jahre bestehenden Patenschaft hervorgehoben. Nach dem Festakt gab es noch den gemeinsamen Auszug zum Haselbacher Kirta und beste Stimmung im Festzelt. Blauer Himmel und das von den Fahnenträgern eingerahmte Podium sowie die Gäste des Festaktes auf ihren Plätzen boten einen würdigen Rahmen für den Festakt zum 40-jährigen Jubiläum der Patenschaft.
Appell: Sich an wichtigen Werten orientieren
Nach dem musikalischen Auftakt mit dem „Prozessionsmarsch“ durch die Kapelle „De Echt’n Hoslbecka“ unter der Leitung von Franz Schötz eröffnete Militärpfarrer Wolfgang Reischl den Festakt mit einem Friedensgebet. In seinen Ausführungen betonte der Pfarrer die Bedeutung, an einer Welt zu bauen, die sich an wichtigen Werten orientiert. Nach einem gemeinsamen „Vater unser“ und dem von der Kapelle intonierten „Großer Gott“ endete die Andacht.
In der nachfolgenden Ansprache von Kompaniechef Ralf Tiepke bezeichnete er die Patenschaft als gelebte Verbundenheit zwischen der Kompanie und Haselbach und keinesfalls als formalen Akt. Die Welt war noch eine andere, sagte er, als diese Partnerschaft geschlossen wurde, und es habe erhebliche Veränderungen im Einsatzbereich der Bundeswehr gegeben. Deshalb bräuchten die Soldatinnen und Soldaten Rückhalt und Verständnis, und es bräuchte genau solche Verbindungen zwischen Uniform und zivilem Leben. Für diesen Zusammenhalt, der jetzt schon vier Jahrzehnte gepflegt wurde, dankte der Kompaniechef den Bürgern der Gemeinde Haselbach.
Patenschaften begründen eine besondere Beziehung, und sie schaffen eine Verbindung, die über das Alltägliche hinausgeht, betonte Bürgermeister Dr. Simon Haas gleich zu Beginn seiner Rede. In seinen weiteren Ausführungen stellte er die Verdienste seiner Vorgänger Josef Schmid, Manfred Ecker und Hans Sykora für den lebendigen Erhalt dieser Patenschaft heraus.
Soldaten der Patenkompanie beim Auszug zum Haselbacher Kirta, angeführt vom Taferlbuben mit Begleiter
Als das Herz dieser Patenschaft bezeichnete der Haselbacher Bürgermeister die örtliche Krieger- und Soldatenkameradschaft (KuSK) und mit ihr den Vorsitzenden Ludwig Zollner, für den diese Patenschaft nicht nur ein Ehrenamt unter vielen, sondern zu einem echten Lebensinhalt geworden sei.
Vierzig Jahre seien ein Grund zum Feiern, aber auch ein Auftrag, diese Verbindung lebendig zu halten und an die nächste Generation weiterzugeben, sagte als Vertreter der KuSK Haselbach der 2. Vorsitzende Max Munster.
Patenschaften zeigen Zugehörigkeit
Stolz zeigte sich Landrat Tobias Beck in seiner Rede über die beiden Bundeswehrstandorte im Landkreis. Zu der festen Verankerung der Bundeswehr in unserer Region würden Patenschaften wie diese einen wichtigen Beitrag leisten, damit Menschen in Uniform nicht nur akzeptiert, sondern bei den verschiedensten Anlässen auch integriert seien. Nach dem Austausch von Erinnerungsgeschenken endete der Festakt mit den von der Kapelle gespielten Hymnen.
Johann Groß/BOG Zeitung vom 27. Juli 2027 (Gen. der Lokalredaktion)

