Die Kastensölde, heute Burgstraße 20, Mitterfels



k00_kasten3Es war schon ein Glücksfall für Mitterfels: Ein junges Paar, das zu seinen "Wurzeln" stand, restaurierte ein historisches Gebäude, die ehemalige Kastensölde der Burg, mit großem finanziellen Aufwand und entbehrungsreicher Zeit. "So ein altes Klump", das nach Meinung mancher Stammtischmitglieder abgerissen gehört hätte, wurde zu einem "Juwel". ...

Quelle: Wolfgang Feldmeier und Robert Graf, in: Mitterfelser Magazin 1/1994

(herausgegeben als Festschrift zur 800-Jahr-Feier von Mitterfels)

 

 


 

Die Sanierung des Gebäudes:

Als ich (Wolfgang Feldmeier, Red.)  im Herbst 1989 vom damaligen Referenten des Landesamtes für Denkmalpflege, Dr. Ueblacker, angerufen wurde, mein Büro soll für das Gebäude Burgstraße 20 eine Bestandsaufnahme fertigen und den jungen Bauherrn während der darauffolgenden Umbaumaßnahmen beraten, wusste ich nur, dass es sich um einen Holzblockbau handelte, und dass der Bauherr bereits mit diversen Arbeiten begonnen hatte.

 

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Innen- und Außenansichten Winter 1989/90

Der erste Ortstermin bestätigte dann meine gehegten Befürchtungen, obwohl der erste Eindruck von außen nichts erkennen ließ, dass der Bauherr schon - ohne Konzept - mit dem Umbau begonnen hatte. Dies führt in den meisten Fällen zu einem beträchtlichen Mehraufwand an Eigenleistung. Ich behielt die Erkenntnis jedoch für mich, denn die Tatkraft des Bauherrn, in die richtigen Bahnen gelenkt, ist ein Energiepotential, das zur Durchführung des Vorhabens einen wichtigen Teil beiträgt.

Deshalb ein paar aufmunternde Worte am Anfang zur Hebung der Moral und zur Stärkung der Zuversicht - wir waren erst am Anfang eines mehrjährigen Weges ...

Der erste Schritt, die zeichnerische Bestandsaufnahme, erfolgte bald. Einige Details, so zum Beispiel vermauerte Öffnungen und Fenster an verschiedenen Stellen der Außenwände und ältere Fensterlaibungen, die Rätsel aufgaben, wurden dokumentiert. Ein Blick in die Denkmalliste des Landkreises Straubing -Bogen (hier ist das Stieglerhaus als "Wohnhaus, Obergeschoß verputzter Blockbau mit Halbwalmdach, Ende 18. Jh." beschrieben) brachte uns in diesem Zusammenhang keiner Lösung näher. Wir beschlossen deshalb, eine dendrochronologische Untersuchung (Jahresringuntersuchung) am Blockbau durchzuführen. Dazu wurden aus verschiedenen Stellen der Blockwand Bohrkerne entnommen.

 

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Abb. links: Erdgeschoss ehem. Stube, Südostecke - Abb. re.: Erdgeschoss ursprüngliche westliche Außenwand raumseitig, ursprüngliches Schiebeladenfenster nachträglich vergrößert

 

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Abb. links: Erdgeschoss Außenwand, Südostecke - Abb. re.: Erdgeschoss ursprüngliche westliche Außenwand, ehem. Außenseite, abgefaste Fensterlaibung nachträglich vergrößert

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