(K) KASTENSÖLDE

Hinter der besonders schönen Fassade des Hauses Burgstraße 20 vermutet der Kenner Besonderes, aber wohl kaum einen der ältesten Holzblockbau in Niederbayern und auch nicht die historische Bedeutung dieses Hauses. Bei der Sanierung, 1989 beginnend, wurde bei einer dendrochronologischen Untersuchung als Fälldatum eines der verwendeten Holzstämme das Jahr 1548 festgestellt. Das war während der Amtszeit des Kastenprobsts Peter Leutner und des Pflegers Hans Peter von Fraunberg der Burg Mitterfels. Der Kastenprobst Leutner gab vermutlich den Auftrag zum Bau des Kastenprobstamtes, dessen Funktion dem unseres heutigen Finanzamt vergleichbar ist und als Sammelstelle für alle Arten von Abgaben diente.

Ein junges Paar, das zu seinen "Wurzeln" stand, restaurierte das historische Gebäude, die ehemalige Kastensölde der Burg, mit großem finanziellen Aufwand und entbehrungsreicher Zeit. "So ein altes Klump", das nach Meinung mancher Stammtischmitglieder abgerissen gehört hätte, wurde zu einem "Juwel" des Ortes.