(I) DORFBRUNNEN UND FRIEDENSEICHE

Vor dem Bau der Wasserleitung 1948/49 mussten viele Bewohner der unteren Dorfstraße ihr Wasser vom Dorfbrunnen bei der Friedenseiche in Mitterfels in ihre Häuser schleppen. Bei Wasserknappheit gab es häufig einen „Stau“, das Wasser musste zeitweise rationiert werden. Die Steinplastik „Dorfbrunnen“ des Bildhauers Hans Rieser erinnert mit der Bronzefigur der Wasser schleppenden Frau an die Zeiten, als die stete Verfügbarkeit von Wasser noch keine Selbstverständlichkeit darstellte.

Der damalige Dorfbrunnen selbst existierte seit dem Jahr 1871, nachdem die Dorfbewohner es dem Gastwirt Zachmann (später Gasthaus „Friedenseiche“) nachmachen wollten, der sich aus dem Quellwasser von der „Point“ Wasser für einen Hausbrunnen hergeleitet hatte. Gemeindlich genehmigt wurde ein Wasserbecken ausgehoben, mit Holz abgedeckt, eine Handpumpe installiert, die Kosten auf Nutzungsberechtigte verteilt. Zum Dorfbrunnen setzte man - nach dem Feldzug von 1870/71 – eine junge „Friedenseiche“.